Marla Svenja Liebich, eine wegen Volksverhetzung verurteilte Rechtsextremistin, ist im tschechischen Luby (Schönbach) festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Halle am 9. April 2026 gegenüber der BILD. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines Europäischen Haftbefehls, nachdem Liebich sich einer Haftstrafe entzogen hatte.

Hintergrund: Wer ist Marla Svenja Liebich?
Marla Svenja Liebich, die früher unter dem Namen Sven Liebich bekannt war, ist eine bundesweit bekannte Figur der rechtsextremen Szene. Das Amtsgericht Halle verurteilte Liebich im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung. Liebich legte gegen das Urteil Berufung ein, scheiterte jedoch. Auch die Revision blieb erfolglos, wie der Spiegel berichtet.
Anstatt die Haftstrafe im Frauengefängnis Chemnitz anzutreten, tauchte Marla Svenja Liebich unter und setzte sich ins Ausland ab, wie sie auf der Plattform X (ehemals Twitter) behauptete. Daraufhin erließen Polizei und Staatsanwaltschaft einen Vollstreckungsbefehl. (Lesen Sie auch: Gardasee: Touristen ignorieren Sperrung und riskieren Leben)
Festnahme in Tschechien: Die aktuelle Entwicklung
Nach monatelanger Fahndung konnte Marla Svenja Liebich am Donnerstagmittag in Schönbach bei Asch (Tschechien) gefasst werden. Laut Oberstaatsanwalt Dennis Cernota gegenüber der BILD ging der Festnahme eine verdeckte Ermittlung voraus. Liebich versuchte noch erfolglos zu fliehen.
Die tschechischen Behörden kooperierten eng mit der Polizeiinspektion Halle/Saale (Sachsen-Anhalt). „Es wird jetzt ein formales Auslieferungsverfahren eingeleitet mit dem Ziel der Überstellung des Verurteilten von Tschechien nach Deutschland“, so Cernota gegenüber der BILD. Das Auslieferungsverfahren kann jedoch einige Tage bis Wochen dauern.
Reaktionen und Einordnung
Die Festnahme von Marla Svenja Liebich ist ein Erfolg für die deutschen und tschechischen Strafverfolgungsbehörden. Sie zeigt, dass sich auch Personen, die sich ins Ausland absetzen, nicht dauerhaft der Justiz entziehen können. (Lesen Sie auch: FC Barcelona Champions League: FC gegen Atlético)
Die Tatsache, dass Liebich sich der Haftstrafe entzogen hat, zeigt die Verachtung für den Rechtsstaat und die Opfer ihrer Straftaten. Die Verurteilung wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung verdeutlicht die Gefährlichkeit ihrer Ideologie und die Notwendigkeit, rechtsextremen Tendenzen entschieden entgegenzutreten. Informationen zu Volksverhetzung finden sich auf der Seite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.
Ausblick: Was bedeutet die Festnahme für das Auslieferungsverfahren?
Nach der Festnahme von Marla Svenja Liebich in Tschechien wird nun ein Auslieferungsverfahren eingeleitet. Dieses Verfahren ist in internationalen Verträgen geregelt und dient dazu, eine Person, die sich in einem anderen Staat aufhält, zur Strafverfolgung oder zur Vollstreckung einer Strafe an den Staat zu überstellen, in dem sie die Straftat begangen hat oder verurteilt wurde.

Das Auslieferungsverfahren kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, da verschiedene rechtliche Schritte erforderlich sind. Zunächst müssen die tschechischen Behörden prüfen, ob die Auslieferung rechtlich zulässig ist. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Straftaten, für die Liebich in Deutschland verurteilt wurde, auch in Tschechien strafbar sind und ob keine Auslieferungshindernisse vorliegen. Anschließend müssen die deutschen Behörden einen förmlichen Auslieferungsantrag stellen, der alle relevanten Informationen zu dem Fall enthält. (Lesen Sie auch: FC Barcelona Champions League: FC in der:…)
Wenn die tschechischen Behörden die Auslieferung genehmigen, kann Liebich nach Deutschland überstellt werden, wo sie ihre Haftstrafe antreten muss. Es ist jedoch möglich, dass Liebich gegen die Auslieferung Rechtsmittel einlegt, was das Verfahren weiter verzögern könnte. Die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und tschechischen Behörden ist in diesem Fall von großer Bedeutung, um eine zügige und rechtmäßige Abwicklung des Auslieferungsverfahrens zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen zu Marla Svenja Liebich
Häufig gestellte Fragen zu marla svenja liebich
Warum wurde Marla Svenja Liebich in Tschechien festgenommen?
Marla Svenja Liebich wurde aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in Tschechien festgenommen, nachdem sie sich einer Haftstrafe in Deutschland wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung entzogen hatte. Sie war nicht zum Antritt ihrer Haftstrafe erschienen.
Was bedeutet die Festnahme für das weitere Verfahren gegen Marla Svenja Liebich?
Nach der Festnahme wird ein Auslieferungsverfahren eingeleitet, um Marla Svenja Liebich nach Deutschland zu überstellen. Dort soll sie ihre Haftstrafe verbüßen. Das Verfahren kann sich über mehrere Wochen oder Monate hinziehen, da verschiedene rechtliche Schritte notwendig sind. (Lesen Sie auch: Julia Scheib überrascht bei österreichischen)
Welche Straftaten werden Marla Svenja Liebich zur Last gelegt?
Marla Svenja Liebich wurde in Deutschland wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung verurteilt. Diese Straftaten stehen im Zusammenhang mit ihren rechtsextremen Aktivitäten und Äußerungen in der Vergangenheit.
Wie lange könnte das Auslieferungsverfahren von Marla Svenja Liebich dauern?
Die Dauer des Auslieferungsverfahrens ist schwer vorherzusagen. Es kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, da verschiedene rechtliche Schritte erforderlich sind und möglicherweise Rechtsmittel gegen die Auslieferung eingelegt werden können.
Wie haben die tschechischen Behörden bei der Festnahme von Marla Svenja Liebich unterstützt?
Die tschechischen Behörden haben eng mit der Polizeiinspektion Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) zusammengearbeitet. Sie haben Marla Svenja Liebich aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen und unterstützen nun das Auslieferungsverfahren nach Deutschland.


