„Sein Gesicht ist ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens.“ Diese Worte beschreiben treffend Martin Brambach, der seit 2016 als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel im Tatort Dresden ermittelt. Durch diese Rolle prägt Martin Brambach den Tatort Dresden nachhaltig. Er ist aber nicht nur der Kommissar Schnabel, sondern ein vielseitiger Charakterdarsteller. Martin Brambach Tatort steht dabei im Mittelpunkt.

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- Ein Leben für die Bühne: Die frühen Jahre von Martin Brambach
- Von Bochum nach Wien: Die Ausbildung und ersten Engagements
- Wie wurde Martin Brambach zum Kommissar Schnabel im Tatort Dresden?
- Mehr als nur der Tatort: Martin Brambachs vielseitige Karriere
- Ein Blick hinter die Kamera: Das Privatleben von Martin Brambach
Ein Leben für die Bühne: Die frühen Jahre von Martin Brambach
Martin Brambach wurde am 28. Oktober 1967 in Dresden geboren. Seine Kindheit war von der Theaterwelt geprägt, da seine Mutter, Heidi Brambach, als Kostümbildnerin tätig war. Er wuchs in Dresden-Altcoschütz und später in Berlin-Prenzlauer Berg auf, zusammen mit seiner Mutter und dem Regisseur Karlheinz Liefers. Im Alter von zwölf Jahren erfuhr er, dass Karlheinz Liefers nicht sein leiblicher Vater ist, wodurch Jan Josef Liefers sein Stiefbruder wurde.
Diese ungewöhnliche familiäre Konstellation beeinflusste Martin Brambachs künstlerische Entwicklung maßgeblich. Früh kam er mit den verschiedenen Facetten des Theaters in Berührung und entwickelte eine Leidenschaft für die Schauspielerei. Seine ersten Schritte auf der Bühne machte er im Jugendtheater 76 in Berlin-Weißensee, wo er bereits mit 15 Jahren erste Erfahrungen sammelte.
Kurzprofil
- Geburtstag: 28. Oktober 1967
- Geburtsort: Dresden
- Rolle im Tatort Dresden: Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (seit 2016)
- Karriere: Über 200 Rollen in Film und Fernsehen
Von Bochum nach Wien: Die Ausbildung und ersten Engagements
Nach dem Umzug seiner Mutter in den Westen im Jahr 1984, zunächst nach Finnland und später nach Hamburg, verließ Martin Brambach das Gymnasium ohne Abitur. Er entschied sich bewusst für eine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen, denn bereits 1985 begann seine Karriere am Bochumer Schauspielhaus. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Köln und am Wiener Burgtheater, wo er mit renommierten Regisseuren zusammenarbeitete. (Lesen Sie auch: Tatort Dresden 2026: Winkler & Schnabel –…)
Diese frühen Stationen prägten seinen Werdegang und ermöglichten es ihm, sein schauspielerisches Können zu verfeinern. Von 1999 bis 2001 gehörte er zum Ensemble der Berliner Schaubühne, einer der renommiertesten Bühnen Deutschlands. Das Deutsche Theater Berlin ist eine weitere wichtige Station in seiner Bühnenkarriere.
Wie wurde Martin Brambach zum Kommissar Schnabel im Tatort Dresden?
Seit 2016 verkörpert Martin Brambach den Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel im Tatort Dresden. Diese Rolle markiert einen wichtigen Wendepunkt in seiner Karriere und festigt seine Position als einer der bekanntesten Charakterdarsteller Deutschlands. Gemeinsam mit seinen Kollegen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) bildet er ein unkonventionelles, aber schlagkräftiges Ermittlerteam.
Die Figur des Peter Michael Schnabel ist vielschichtig und facettenreich. Er ist ein erfahrener Polizist, der sich durch seine Menschenkenntnis und sein Gespür für die Zwischentöne auszeichnet. Gleichzeitig kämpft er mit persönlichen Problemen und inneren Dämonen, was ihn zu einer authentischen und nahbaren Figur macht. Laut einem Interview mit der MDR, schätzt Martin Brambach an seiner Rolle die Möglichkeit, „die dunklen Seiten der menschlichen Natur“ auszuloten.
Der Tatort Dresden zeichnet sich durch seine ungewöhnlichen Fälle und die komplexen Charaktere der Ermittler aus. Die Drehbücher greifen oft gesellschaftlich relevante Themen auf und regen zum Nachdenken an. (Lesen Sie auch: Dagmar Manzel: Abschied als Paula Ringelhahn –…)
Mehr als nur der Tatort: Martin Brambachs vielseitige Karriere
Abseits seiner Rolle im Tatort Dresden hat Martin Brambach in über 200 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Seine Vielseitigkeit als Schauspieler ermöglicht es ihm, unterschiedlichste Charaktere glaubwürdig zu verkörpern. Er spielte in Kinofilmen wie „Das Leben der Anderen“, „Der Baader Meinhof Komplex“ und “ البديل „. Auch in Fernsehserien wie „Weissensee“ und „Babylon Berlin“ übernahm er wichtige Rollen.
Seine schauspielerische Leistung wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem den Deutschen Filmpreis für seine Rolle in „Das Leben der Anderen“ und den Grimme-Preis für seine Darstellung in „Weissensee“. Diese Auszeichnungen unterstreichen seine Bedeutung für die deutsche Film- und Fernsehlandschaft. Filmportal.de listet eine umfassende Filmografie des Schauspielers.
Ein Blick hinter die Kamera: Das Privatleben von Martin Brambach
Martin Brambach ist mit der Schauspielerin Christine Sommer verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. Über sein Privatleben hält er sich weitgehend bedeckt, da er seinen Fokus auf seine schauspielerische Arbeit legt. Er engagiert sich jedoch für verschiedene soziale Projekte und setzt sich für die Rechte von Künstlern ein.

Erste Schritte auf der professionellen Bühne. (Lesen Sie auch: Mark Waschke: Robert Karow – Alle Berlin-Tatorte…)
Etablierung als fester Bestandteil der deutschen Krimilandschaft.
Martin Brambach ist ein Ausnahmeschauspieler, der mit seiner Vielseitigkeit und seinem Talent das deutsche Fernsehen und Theater bereichert. Seine Rolle als Kommissar Schnabel im Tatort Dresden hat ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht, doch er ist weit mehr als nur der TV-Kommissar. Seine lange und erfolgreiche Karriere zeugt von seinem Können und seiner Leidenschaft für die Schauspielerei. Er ist ein Charakterdarsteller, der in Erinnerung bleibt.


















