Die Aktion des YouTubers Marvin Wildhage beim EM-Eröffnungsspiel 2024 hat nun ein Nachspiel: Eine saftige Marvin Wildhage Strafe von fast 24.000 Euro droht dem Influencer. Ihm wird unter anderem Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen vorgeworfen, nachdem er sich mit einem gefälschten Maskottchen-Kostüm und gefälschter Akkreditierung Zugang zum Stadion verschafft hatte.

Marvin Wildhage Strafe: Hohe Kosten für EM-Maskottchen-Aktion
Es war ein Coup, der für Lacher sorgte, aber nun ernste Konsequenzen hat. Marvin Wildhage, bekannt für seine provokanten Aktionen, hatte sich beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft 2024 in München als vermeintliches EM-Maskottchen „Albärt“ ins Stadion geschlichen. Doch der Spaß hat seinen Preis: Die Marvin Wildhage Strafe beläuft sich auf insgesamt 23.900 Euro. Das berichtet Stern.
Der YouTuber hatte sich nicht nur als Maskottchen verkleidet, sondern auch eine gefälschte Akkreditierung erstellt, um ungehindert ins Stadion zu gelangen. Ein Video der Aktion, das Wildhage anschließend veröffentlichte, zeigte, wie er in seinem Fake-Outfit bis an den Spielfeldrand vordringen konnte. Für die UEFA war dies eine peinliche Sicherheitslücke, die sie erfolglos zu unterbinden versuchte.
Nun, gut 20 Monate später, hat die Aktion für Wildhage strafrechtliche Konsequenzen. Er hat einen Strafbefehl erhalten, den er öffentlich machte. Dieser setzt sich aus einer Geldstrafe von 17.500 Euro (70 Tagessätze zu je 250 Euro) und der Einziehung von Einnahmen in Höhe von 5400 Euro zusammen. Die Vorwürfe lauten auf Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen. Wildhage hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, weshalb es nun zu einer Hauptverhandlung kommen wird. (Lesen Sie auch: Weiberfastnacht Wetter: So wird der Straßenkarneval Trotzdem…)
Auf einen Blick
- YouTuber Marvin Wildhage droht eine Strafe von 23.900 Euro.
- Er hatte sich beim EM-Eröffnungsspiel als Fake-Maskottchen ins Stadion geschlichen.
- Die Vorwürfe lauten auf Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen.
- Wildhage hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt.
Wie kam es zu der Maskottchen-Aktion?
Marvin Wildhage ist bekannt für seine ausgefallenen und oft provokativen Aktionen. Sein Ziel ist es meist, auf Missstände aufmerksam zu machen oder Sicherheitslücken aufzudecken. Im Fall der EM 2024 wollte er offenbar zeigen, wie einfach es ist, mit gefälschten Dokumenten und einer kreativen Verkleidung in ein Hochsicherheitsbereich wie ein Fußballstadion zu gelangen. Ob ihm dies gelungen ist, darüber lässt sich streiten, fest steht jedoch, dass die Aktion nun ein teures Nachspiel hat.
Die Idee, sich als Maskottchen zu verkleiden, war dabei ebenso simpel wie genial. „Albärt“, das offizielle Maskottchen der EM 2024, war im Vorfeld der Veranstaltung bereits ausführlich vorgestellt worden, sodass Wildhage sich entsprechend vorbereiten konnte. Er fertigte ein täuschend echtes Kostüm an und besorgte sich gefälschte Akkreditierungen, die ihn als Teil des Maskottchen-Teams ausweisen sollten. Mit diesem Setup gelang es ihm tatsächlich, die Sicherheitskontrollen zu passieren und sich im Stadion frei zu bewegen.
Welche Konsequenzen drohen Marvin Wildhage?
Die Marvin Wildhage Strafe von 23.900 Euro ist nur eine mögliche Konsequenz der Aktion. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm zudem ein Eintrag ins Vorstrafenregister und möglicherweise weitere zivilrechtliche Forderungen der UEFA. Diese könnte beispielsweise Schadensersatz für den Imageschaden geltend machen, der durch die Sicherheitslücke entstanden ist. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht die Aktion bewertet und welches Urteil letztendlich gefällt wird.
Wildhage selbst argumentiert, dass er mit seiner Aktion nicht den Ticketpreis sparen, sondern auf die Sicherheitslücken aufmerksam machen wollte. Ob ihm dies als mildernder Umstand angerechnet wird, ist fraglich. Die Staatsanwaltschaft scheint jedenfalls wenig Verständnis für sein Vorgehen zu haben und hält an den Vorwürfen der Urkundenfälschung und des Erschleichens von Leistungen fest. (Lesen Sie auch: Instagram Prozess: Macht die App Wirklich Süchtig?)
Urkundenfälschung wird in Deutschland mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Erschleichen von Leistungen kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet werden.
Warum ist die UEFA so verärgert?
Für die UEFA war die Maskottchen-Aktion von Marvin Wildhage eine Blamage. Sie demonstrierte auf peinliche Weise, wie einfach es ist, die Sicherheitsvorkehrungen bei einem Großereignis wie der Europameisterschaft zu umgehen. Dies wirft nicht nur Fragen nach der Effektivität der Sicherheitsmaßnahmen auf, sondern schadet auch dem Image der UEFA als Veranstalterin. Die Europäische Fußball-Union ist für die Sicherheit der Veranstaltung verantwortlich. Ein solcher Vorfall untergräbt das Vertrauen der Fans und Sponsoren.
Die Tatsache, dass Wildhage seine Aktion auch noch filmte und im Internet veröffentlichte, machte die Sache für die UEFA noch schlimmer. Das Video verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und sorgte für viel Spott und Häme. Die UEFA versuchte zwar, die Veröffentlichung des Videos zu unterbinden, scheiterte jedoch an der Meinungsfreiheit und dem öffentlichen Interesse an der Aufdeckung von Sicherheitslücken. Die Aktion des YouTubers war ein gefundenes Fressen für die Medien, die genüsslich über die Panne berichteten.
Die UEFA hat in den letzten Jahren viel Geld in die Sicherheit ihrer Veranstaltungen investiert. Nach den Terroranschlägen in Paris im Jahr 2015 wurden die Sicherheitsvorkehrungen bei Fußballspielen massiv verstärkt. Umso peinlicher ist es für die UEFA, dass ein YouTuber mit einer einfachen Verkleidung und gefälschten Papieren die Kontrollen passieren konnte. Die Aktion von Wildhage hat gezeigt, dass es trotz aller Bemühungen immer noch Schwachstellen im Sicherheitssystem gibt. (Lesen Sie auch: Gisele Pelicot: Gisèle: Überlebende enthüllt Details)
Legal Tribune Online ordnet die Vorwürfe gegen Wildhage ein.

Was bedeutet die Strafe für Marvin Wildhage?
Die Marvin Wildhage Strafe von 23.900 Euro ist für den YouTuber eine empfindliche finanzielle Belastung. Hinzu kommt der Imageschaden, der durch die Aktion entstanden ist. Viele seiner Fans und Follower haben sich von ihm distanziert, da sie sein Vorgehen als verantwortungslos und respektlos empfinden. Auch für seine zukünftigen Projekte könnte die Strafe negative Auswirkungen haben. Sponsoren und Kooperationspartner könnten zögern, mit einem Influencer zusammenzuarbeiten, der wegen Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen vorbestraft ist.
Die Aktion ist nicht die erste, mit der es Wildhage in die Schlagzeilen schafft. 2025 etwa gab er an mit einer erfundenen Geschichte um den verstorbenen Peter Lustig ein echtes Bundesverdienstkreuz beim Hersteller gekauft zu haben. Solche Aktionen werfen Fragen nach den Grenzen des Humors und der Verantwortung von Influencern auf.
Die offizielle Seite der UEFA bietet Informationen zu den Sicherheitsvorkehrungen bei Fußballspielen. (Lesen Sie auch: Sturmhöhe Film: Emerald Fennells Neuverfilmung spaltet)
Wie die Sportschau berichtet, hat die UEFA ihre Sicherheitsmaßnahmen nach dem Vorfall überprüft.
Die Maskottchen-Affäre um Marvin Wildhage zeigt, dass auch vermeintlich harmlose Aktionen schwerwiegende Konsequenzen haben können. Die hohe Strafe sollte andere Influencer und YouTuber dazu anhalten, ihre Aktionen sorgfältig zu planen und die Grenzen des Erlaubten nicht zu überschreiten. Die Meinungsfreiheit und das Recht auf Satire enden dort, wo die Rechte anderer verletzt werden oder die Sicherheit gefährdet wird.
