Die Masern sind auf dem Rückzug in Europa! Nach einem heftigen Anstieg der Fallzahlen im vergangenen Jahr, meldet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun Entwarnung. Doch die WHO warnt, dass das Spiel noch nicht gewonnen ist. „Das Virus hat sich in der ungeimpften Bevölkerung verbreitet und dadurch mehr Menschen immun geworden“, so die WHO. Aber reicht das, um die Masern endgültig aus dem europäischen Stadion zu verbannen?

| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Masernfälle in Europa | Rückgang um 75% gegenüber Vorjahr | 2024 | Europa und Zentralasien | Bekämpfungsmaßnahmen, natürliche Immunisierung |
Masern Fälle Europa: Ein Rückgang, der Hoffnung macht
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In der Europa-Region der WHO, die 53 Länder von der Atlantikküste bis nach Turkmenistan umfasst, wurden im vergangenen Jahr fast 34.000 Masernfälle gemeldet. Das ist ein Rückgang von satten 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Auch in Deutschland ist die Zahl der Erkrankungen laut Robert Koch-Institut (RKI) stark gesunken. Ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen diese hochansteckende Krankheit.
Doch die WHO warnt vor verfrühter Euphorie. Der Rückgang sei zwar erfreulich, aber noch lange kein Grund zur Entwarnung. Denn die Masern bleiben eine Gefahr, insbesondere für ungeimpfte Menschen. Die Gefahr von erneuten Ausbrüchen ist noch lange nicht gebannt.
Warum sind die Masernfälle in Europa gesunken?
Der deutliche Rückgang der Masernfälle in Europa ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen haben die Bekämpfungsmaßnahmen der einzelnen Länder Wirkung gezeigt. Impfkampagnen wurden intensiviert, und das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung wurde gestärkt. Zum anderen hat sich das Virus in der ungeimpften Bevölkerung verbreitet, was zu einer natürlichen Immunisierung geführt hat. Wer einmal an Masern erkrankt war, ist in der Regel lebenslang immun. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst: Kompromiss in Sicht?)
Allerdings ist diese natürliche Immunisierung kein Grund, auf die Impfung zu verzichten. Denn die Masern sind eine gefährliche Krankheit, die schwere Komplikationen verursachen kann. Dazu gehören beispielsweise Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder sogar eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). In seltenen Fällen können Masern sogar tödlich enden.
Die wichtigsten Fakten
- Masernfälle in Europa und Zentralasien sind im Jahr 2024 um 75% gesunken.
- In Deutschland ist die Zahl der Masernfälle ebenfalls stark zurückgegangen.
- Die WHO warnt, dass die Gefahr von Ausbrüchen weiterhin besteht.
- Ziel ist eine Impfquote von 95 Prozent, um die Masern auszurotten.
Deutschland verfehlt die empfohlene Impfquote
Die WHO empfiehlt eine Impfquote von 95 Prozent, um die Masern auszurotten. Doch Deutschland verfehlt dieses Ziel seit Jahren. Die Impfquoten variieren je nach Bundesland und Altersgruppe. Besonders alarmierend ist die Situation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Viele von ihnen sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft.
Die Gründe für die niedrigen Impfquoten sind vielfältig. Dazu gehören Impfmüdigkeit, fehlendes Wissen über die Masernimpfung und Misstrauen gegenüber Impfungen. Einige Eltern befürchten, dass die Impfung ihrem Kind schaden könnte. Diese Befürchtungen sind jedoch unbegründet. Die Masernimpfung ist sicher und wirksam.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Masernimpfung für alle Kinder ab dem Alter von 11 Monaten. Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden und nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden, sollten sich ebenfalls impfen lassen. (Lesen Sie auch: Wöginger Prozess: övp-Klubchef Erneut vor Gericht Angeklagt?)
Was bedeutet das Ergebnis?
Der Rückgang der Masernfälle in Europa ist ein positives Signal. Er zeigt, dass die Bekämpfungsmaßnahmen Wirkung zeigen und die Menschen sich zunehmend impfen lassen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Solange die Impfquote nicht bei 95 Prozent liegt, kann es jederzeit zu neuen Ausbrüchen kommen. Es ist daher wichtig, dass die Impfkampagnen fortgesetzt und die Menschen weiterhin über die Bedeutung der Masernimpfung aufgeklärt werden.
Die Auswirkungen eines Masernausbruchs können verheerend sein. Nicht nur für die Erkrankten selbst, sondern auch für das Gesundheitssystem. Krankenhäuser und Arztpraxen werden überlastet, und es kommt zu Engpässen bei der Versorgung anderer Patienten. Es ist daher im Interesse aller, die Masern auszurotten. Und das geht nur mit einer hohen Impfquote.
Die nächsten Spiele im Kampf gegen die Masern sind die kontinuierliche Aufklärung und die Steigerung der Impfbereitschaft. Nur so können wir die Masern endgültig besiegen und unsere Bevölkerung vor dieser gefährlichen Krankheit schützen.

Wie Stern berichtet, ist die WHO weiterhin besorgt über die niedrigen Impfquoten in einigen Ländern. (Lesen Sie auch: Egisto Ott Prozess: Brisante Aussagen im Spionage-Fall?)
Um die Impfbereitschaft zu erhöhen, ist es wichtig, Fehlinformationen zu widerlegen und das Vertrauen in Impfungen zu stärken. Die Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) bieten eine zuverlässige Grundlage für die Entscheidungsfindung.
Die Europäische Kommission hat sich ebenfalls dem Kampf gegen die Masern verschrieben und unterstützt die Mitgliedstaaten bei ihren Impfbemühungen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Initiativen der EU im Bereich Impfungen.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Rückgang der Masernfälle in Europa zwar ein Erfolg ist, aber noch lange kein Grund zur Entwarnung. Es ist wichtig, dass wir weiterhin alles daransetzen, die Impfquote zu erhöhen und die Masern endgültig auszurotten. Nur so können wir unsere Bevölkerung vor dieser gefährlichen Krankheit schützen. Die Masernfälle in Europa zeigen, dass konsequente Maßnahmen und eine hohe Impfbereitschaft entscheidend sind, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen.
