Ein Maulwurf im Garten kann Fluch und Segen zugleich sein. Einerseits stören die aufgeworfenen Erdhügel das gepflegte Bild, andererseits lockern die Tiere den Boden auf und vertilgen Schädlinge. Da die Tiere unter Naturschutz stehen, sind drastische Bekämpfungsmaßnahmen ohnehin nicht erlaubt.

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Das ist passiert
- Maulwürfe stehen unter Naturschutz.
- Sie sind Nützlinge, die Schädlinge vertilgen und den Boden lockern.
- Drastische Bekämpfungsmaßnahmen sind verboten.
- Gärtner sollten lernen, mit den kleinen Hügeln zu leben.
Warum sind Maulwürfe im Garten so hartnäckig?
Maulwürfe sind Einzelgänger und sehr territorial. Einmal im Garten angesiedelt, verteidigen sie ihr Revier vehement. Sie graben weitverzweigte Tunnelsysteme, die sich über den gesamten Garten erstrecken können. Diese unterirdischen Gänge dienen ihnen als Fallen für Insekten und andere Kleintiere, die ihre Hauptnahrungsquelle darstellen.
Die Nützlichkeit von Maulwürfen im Garten
Obwohl die Erdhügel, die ein Maulwurf im Garten hinterlässt, ärgerlich sein können, leisten die Tiere einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem Garten. Sie fressen Schädlinge wie Schneckenlarven, Engerlinge und Drahtwürmer. Durch ihre Grabaktivitäten lockern sie den Boden auf, was die Durchlüftung verbessert und die Wurzelbildung der Pflanzen fördert. Wie Stern berichtet, sind sie somit unterschätzte Helfer.
Ein einzelner Maulwurf kann bis zu 20 Kilogramm Erde im Jahr bewegen. Diese Tätigkeit trägt zur natürlichen Belüftung und Drainage des Bodens bei. (Lesen Sie auch: Heimlich Griff Anleitung: So Retten Sie Leben…)
Was tun, wenn der Maulwurf zur Plage wird?
Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht getötet oder verletzt werden. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Tiere auf sanfte Weise zu vertreiben. Dazu gehören das Einsetzen von Geräuschen, wie zum Beispiel das Aufstellen von Windspielen oder das Eingraben von Flaschen, die im Wind Geräusche erzeugen. Auch bestimmte Pflanzen, wie Knoblauch oder Kaiserkronen, sollen eine abschreckende Wirkung haben.
Eine weitere Möglichkeit ist das Umsetzen des Maulwurfs. Dazu wird er mit einer Lebendfalle gefangen und an einem geeigneten Ort wieder freigelassen, beispielsweise in einem Wald oder auf einer Wiese abseits von Wohngebieten. Es ist jedoch wichtig, sich vorher über die rechtlichen Bestimmungen zu informieren, da das Umsetzen von Maulwürfen in einigen Bundesländern genehmigungspflichtig ist. Informationen dazu gibt beispielsweise der NABU.
Wie funktioniert die Maulwurf-Umsiedlung?
Die Umsiedlung eines Maulwurfs erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl. Zunächst muss eine geeignete Lebendfalle in der Nähe eines aktiven Maulwurfshügels platziert werden. Es ist wichtig, die Falle regelmäßig zu kontrollieren und den gefangenen Maulwurf möglichst schnell umzusiedeln, um unnötigen Stress für das Tier zu vermeiden. Der neue Lebensraum sollte ausreichend Nahrung und Unterschlupf bieten.
Bevor man einen Maulwurf umsiedelt, sollte man sich unbedingt bei der zuständigen Naturschutzbehörde erkundigen, ob dies erlaubt ist und welche Auflagen gegebenenfalls zu beachten sind. In einigen Regionen ist eine Genehmigung erforderlich, um die Tiere nicht in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören. (Lesen Sie auch: Messerattacke Linz: Verdächtiger Kündigte Amoklauf)
Vorbeugende Maßnahmen gegen Maulwürfe im Garten
Um es Maulwürfen gar nicht erst schmackhaft zu machen, sich im eigenen Garten anzusiedeln, können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört beispielsweise das Anbringen eines Maulwurfgitters unter dem Rasen. Dieses Gitter verhindert, dass die Tiere an die Oberfläche gelangen und Hügel aufwerfen können. Allerdings ist diese Methode aufwendig und kostspielig, da der gesamte Rasen abgetragen und das Gitter verlegt werden muss.
Eine andere Möglichkeit ist die Förderung natürlicher Feinde des Maulwurfs, wie zum Beispiel Katzen, Igel oder Greifvögel. Durch das Schaffen von geeigneten Lebensräumen für diese Tiere kann die Population der Maulwürfe auf natürliche Weise reguliert werden. Der Bundesamt für Naturschutz bietet dazu weiterführende Informationen.
Darf man einen Maulwurf im Garten einfach töten?
Nein, Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen weder getötet noch verletzt werden. Zuwiderhandlungen können mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Es ist wichtig, sich über die geltenden Gesetze und Bestimmungen zu informieren, bevor man Maßnahmen zur Bekämpfung von Maulwürfen ergreift.
Welche Pflanzen vertreiben Maulwürfe aus dem Garten?
Einige Pflanzen sollen eine abschreckende Wirkung auf Maulwürfe haben. Dazu gehören unter anderem Knoblauch, Kaiserkrone, Ringelblume und Wolfsmilch. Ob diese Pflanzen tatsächlich eine nachhaltige Wirkung haben, ist jedoch umstritten. Ein Versuch ist es aber allemal wert.
Was fressen Maulwürfe hauptsächlich?
Maulwürfe ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Larven, Würmern und anderen Kleintieren, die sie in ihren unterirdischen Gängen finden. Pflanzliche Nahrung spielt in ihrer Ernährung keine Rolle. Durch ihre Ernährung tragen sie zur Schädlingsbekämpfung im Garten bei.
Wie erkenne ich einen aktiven Maulwurfshügel?
Ein aktiver Maulwurfshügel ist in der Regel frisch aufgeworfen und besteht aus feuchter, krümeliger Erde. Oft sind auch noch die Eingänge zu den Tunneln sichtbar. Im Gegensatz dazu sind alte Maulwurfshügel oft trocken und von Pflanzen bewachsen. (Lesen Sie auch: Nachtleben: Streit am DJ-Pult? Gruppe prügelt 18-Jährigen…)















