Maut-Posse: Busfahrer soll mit Schallgeschwindigkeit durch Island gefahren sein
In Island sorgt derzeit eine kuriose Maut-Panne für Aufsehen. Einem Busfahrer wurde eine Rechnung in Höhe von fast 20 Millionen isländischen Kronen präsentiert – eine Summe, die ihn bei genauerer Betrachtung fast vom Stuhl fallen ließ. Der Grund für die astronomische Forderung: Das isländische Mautsystem hatte offenbar fälschlicherweise berechnet, dass der Bus des Unternehmers im Laufe eines Monats fast eine Million Kilometer zurückgelegt haben soll. Eine Strecke, die selbst mit Überschallgeschwindigkeit kaum zu bewältigen wäre. Die sogenannte Maut Posse wirft nun Fragen nach der Zuverlässigkeit des neuen Systems auf und sorgt für reichlich Gesprächsstoff auf der Insel.

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- Astronomische Mautforderung: Ein Fall für die Steuerbehörde?
- Die neue Maut in Island: Ein System mit Startschwierigkeiten
- Wie konnte es zu dieser Fehlberechnung kommen?
- Die Auswirkungen der Maut Posse auf andere Verkehrsteilnehmer
- Chronologie der Maut Posse
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Die Maut Posse und ihre Folgen
Das Wichtigste in Kürze
- Isländisches Mautsystem berechnet unrealistische Fahrstrecke für Busfahrer.
- Rechnung über fast 20 Millionen Kronen (ca. 138.000 Euro) aufgrund fehlerhafter Kilometerangabe.
- Bus soll angeblich fast eine Million Kilometer in einem Monat gefahren sein.
- Systemfehler wirft Fragen nach der Zuverlässigkeit der neuen Mautregelung auf.
Astronomische Mautforderung: Ein Fall für die Steuerbehörde?
Hlynur Bragason, ein selbstständiger Busunternehmer, traute seinen Augen kaum, als er die Mautabrechnung für den Monat Januar erhielt. Zunächst nahm er an, es handele sich um eine Forderung von 19.000 isländischen Kronen. Doch beim genaueren Hinsehen entpuppte sich die Summe als ein Vielfaches davon: Fast 20 Millionen Kronen sollte er an den isländischen Staat entrichten. „Ich hatte meine Brille nicht auf, als ich am Computer saß“, scherzte Bragason gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Ríkisútvarpið. Doch der Schock saß tief, als er die Details der Abrechnung verstand. Die Maut Posse nahm ihren Lauf.
Die horrende Summe basierte auf der Annahme, dass Bragasons Bus im Januar unglaubliche 999.691 Kilometer zurückgelegt hatte. Eine Distanz, die dem 25-fachen Erdumfang entspricht. Um diese Strecke in einem Monat zu bewältigen, hätte der Busfahrer durchgehend mit einer Geschwindigkeit von 1344 Kilometern pro Stunde unterwegs sein müssen – schneller als der Schall. „Ich finde das irgendwie amüsant, aber auch auf eine makabere Art komisch, denn dieses System scheint nicht richtig zu funktionieren“, so Bragason.
Die neue Maut in Island: Ein System mit Startschwierigkeiten
Island hat Anfang dieses Jahres eine Maut für alle Fahrzeuge eingeführt, wobei die Gebühren nach der gefahrenen Strecke berechnet werden. Das Ziel der Maut ist es, die Infrastruktur des Landes zu finanzieren und die Kosten für den Straßenbau und die Instandhaltung zu decken. Für Busunternehmer wie Bragason bedeutet dies grundsätzlich höhere Ausgaben. Doch der Fall des Busfahrers, der angeblich mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs war, zeigt deutlich, dass das System noch mit erheblichen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Die Maut Posse ist ein gefundenes Fressen für Kritiker. (Lesen Sie auch: Wenig Macht, aber viele Feinde: Unbekannte erschiessen…)
Die Maut in Island wird elektronisch erfasst. Fahrzeuge werden über Kameras und Sensoren identifiziert, die an verschiedenen Standorten im Land installiert sind. Die gefahrenen Kilometer werden automatisch berechnet und die Mautgebühren entsprechend in Rechnung gestellt.
Wie konnte es zu dieser Fehlberechnung kommen?
Die Ursache für die fehlerhafte Berechnung ist derzeit noch unklar. Es wird vermutet, dass ein technischer Defekt im Erfassungssystem oder ein Fehler bei der Datenübertragung zu der falschen Kilometerangabe geführt hat. Die isländischen Behörden haben angekündigt, den Fall zu untersuchen und die Ursache des Problems zu beheben. Bis dahin bleibt die Maut Posse ein Ärgernis für viele Betroffene.
Bragason selbst hat sich an die Steuerbehörde gewandt, um die fehlerhafte Rechnung korrigieren zu lassen. Er hofft, dass der Fall schnell aufgeklärt wird und er nicht für eine Strecke bezahlen muss, die sein Bus niemals gefahren ist. „Der Tacho des Busses zeigt nur 440.000 Kilometer an“, betont er. Die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Laufleistung und der berechneten Strecke ist eklatant.
Die Auswirkungen der Maut Posse auf andere Verkehrsteilnehmer
Der Fall des Busfahrers ist kein Einzelfall. In den letzten Wochen haben sich vermehrt Beschwerden über fehlerhafte Mautabrechnungen gehäuft. Viele Autofahrer berichten von falschen Kilometerangaben oder unberechtigten Gebühren. Die Maut Posse scheint sich auszuweiten. Dies führt zu Verunsicherung und Unmut unter den Verkehrsteilnehmern und wirft ein schlechtes Licht auf das neue Mautsystem. (Lesen Sie auch: Ruhestand: Welche Jahrgänge in Deutschland die niedrigsten…)
Die isländischen Behörden stehen nun unter Druck, die Probleme schnell zu beheben und das Vertrauen der Bevölkerung in das Mautsystem wiederherzustellen. Andernfalls droht die Maut Posse zu einem politischen Problem zu werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung auf die Kritik reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.
Chronologie der Maut Posse
Die Maut wird für alle Fahrzeuge eingeführt und nach gefahrenen Kilometern berechnet.
Der Busfahrer erhält eine Rechnung über fast 20 Millionen isländische Kronen.

Der Busfahrer reklamiert die fehlerhafte Rechnung und fordert eine Korrektur. (Lesen Sie auch: Norbert Rier: Norbert Rier in der Reha:…)
Die isländischen Behörden untersuchen den Fall und suchen nach der Ursache für die Fehlberechnung. Weitere Beschwerden über fehlerhafte Mautabrechnungen häufen sich.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen: (Lesen Sie auch: "Full House"-Star Dave Coulier: Er ist wieder…)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie funktioniert die Mauterfassung in Island?
Die Maut wird elektronisch erfasst. Fahrzeuge werden über Kameras und Sensoren identifiziert, die an verschiedenen Standorten im Land installiert sind. Die gefahrenen Kilometer werden automatisch berechnet und die Mautgebühren entsprechend in Rechnung gestellt.
Was passiert, wenn ich eine fehlerhafte Mautabrechnung erhalte?
Sie sollten sich umgehend an die Steuerbehörde wenden und die fehlerhafte Rechnung reklamieren. Legen Sie alle relevanten Dokumente vor, die Ihre Reklamation unterstützen, wie z.B. den Kilometerstand Ihres Fahrzeugs.
Wie hoch sind die Mautgebühren in Island?
Die Höhe der Mautgebühren hängt von der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugkategorie ab. Detaillierte Informationen zu den Gebühren finden Sie auf der Website der isländischen Straßenverwaltung.
Gibt es Ausnahmen von der Mautpflicht?
Ja, es gibt bestimmte Ausnahmen von der Mautpflicht, z.B. für Einsatzfahrzeuge oder Fahrzeuge von Menschen mit Behinderungen. Informieren Sie sich im Vorfeld über die geltenden Bestimmungen. (Lesen Sie auch: Grosser Polizeieinsatz: Influencer zündet Pyros mit Fans…)
Wie kann ich die Maut bezahlen?
Die Maut kann online über die Website der isländischen Straßenverwaltung oder per Banküberweisung bezahlt werden. Es ist auch möglich, die Maut vor Ort an bestimmten Tankstellen zu entrichten.
Fazit: Die Maut Posse und ihre Folgen
Die Maut Posse in Island hat gezeigt, dass die Einführung eines neuen Mautsystems nicht ohne Probleme verläuft. Fehlerhafte Berechnungen und unberechtigte Gebühren haben zu Verunsicherung und Unmut unter den Verkehrsteilnehmern geführt. Die isländischen Behörden müssen nun schnell handeln, um das Vertrauen der Bevölkerung in das Mautsystem wiederherzustellen und ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Die Maut Posse sollte als Warnung dienen, dass eine sorgfältige Planung und Umsetzung bei der Einführung neuer Technologien unerlässlich sind. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Vorteile der Technologie nicht durch unnötige Probleme und Ärgernisse zunichte gemacht werden. Die Maut Posse ist noch nicht vorbei, die Untersuchungen laufen und die Öffentlichkeit wartet gespannt auf die Ergebnisse.
