Der Fast-Food-Riese McDonald’s startet auch am 05.03.2026 mit neuen Strategien und ambitionierten Zielen in der DACH-Region durch. Mit massiven Investitionen in neue Filialen, der Modernisierung bestehender Restaurants und der Einführung neuer Produkte passt sich der Konzern an veränderte Kundenwünsche an. Insbesondere in Deutschland sind die Expansionspläne umfangreich, während auch in Österreich und der Schweiz auf lokale Produkte und Nachhaltigkeit gesetzt wird.
McDonald’s ist ein US-amerikanisches Schnellrestaurant-Unternehmen (QSR), das 1940 gegründet wurde und heute zu den bekanntesten Marken weltweit zählt. In Deutschland erreichte der Umsatz im Jahr 2024 rund 4,9 Milliarden Euro, was das Unternehmen zum Marktführer in der deutschen Systemgastronomie macht. Weltweit plant der Konzern für 2026 die Eröffnung von rund 2.600 neuen Restaurants.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- McDonald’s in der DACH-Region: Ein Überblick
- McDonald’s Deutschland: Expansionskurs und neue Produkte
- McDonald’s in Österreich: Fokus auf Frühstück und Regionalität
- McDonald’s Schweiz: Modernisierung und lokale Verankerung
- Nachhaltigkeit und Innovationen bei McDonald’s
- McDonald’s als Franchise-System: Kosten und Chancen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu McDonald’s
- Fazit: McDonald’s bleibt ein Schwergewicht
Das Wichtigste in Kürze
- Expansion in Deutschland: McDonald’s plant, in den kommenden Jahren rund 500 neue Restaurants in Deutschland zu eröffnen und 1.000 bestehende zu modernisieren, mit einer Gesamtinvestition von rund drei Milliarden Euro.
- Mitarbeiterzahlen: In Deutschland beschäftigt McDonald’s rund 67.000 Mitarbeiter, in Österreich 9.600 und in der Schweiz etwa 8.300.
- Umsatz Deutschland: Der Umsatz von McDonald’s Deutschland erreichte im Jahr 2024 eine Höhe von 4,9 Milliarden Euro.
- Neue Produkte 2026: In Deutschland wurde die Kampagne „Für den Big McDonald’s Hunger“ mit neuen Burgern wie dem Big Gouda gestartet. Österreich führte neue Frühstücksoptionen wie den McMuffin Cottage Cheese ein.
- Nachhaltigkeitsziele: Bis Ende 2026 sollen in Deutschland 800 McDrive-Standorte mit E-Ladesäulen ausgestattet sein. Globales Ziel ist es, bis 2025 nur noch Verpackungen aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen zu nutzen.
- Regionale Verankerung: In Österreich stammen rund 70 % der Rohstoffe aus heimischer Landwirtschaft. In der Schweiz werden über 85 % der Lebensmittel bei Schweizer Partnern eingekauft.
- Franchise-System: Ein Großteil der Restaurants in der DACH-Region wird von Franchise-Partnern betrieben. In Deutschland sind es 94 %.
McDonald’s in der DACH-Region: Ein Überblick
Die Marke mit den goldenen Bögen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) fest etabliert und verfolgt in allen drei Märkten spezifische Strategien, um ihre Position zu festigen und auszubauen. Während Deutschland als größter Markt mit massiven Expansionsplänen vorangeht, punkten McDonald’s in Österreich und der Schweiz mit starkem regionalem Bezug bei den Zutaten und einer stetigen Modernisierung des Filialnetzes. Der Konzern passt sein Angebot dabei kontinuierlich an lokale Geschmäcker und gesellschaftliche Trends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung an.
McDonald’s Deutschland: Expansionskurs und neue Produkte
In Deutschland, dem umsatzstärksten Markt der Region, hat McDonald’s ambitionierte Pläne. Laut Vorstandsvorsitzendem Mario Federico sollen in den nächsten Jahren rund drei Milliarden Euro investiert werden. Diese Investitionen fließen in die Eröffnung von etwa 500 neuen Restaurants und den Umbau von bis zu 1.000 bestehenden Standorten. Damit reagiert das Unternehmen auf die starke Nachfrage und will seine Präsenz, insbesondere an Drive-In-Standorten, weiter ausbauen. Diese Expansion soll in den nächsten zehn Jahren bis zu 35.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Zum Jahresbeginn 2026 startete eine neue Marketingoffensive unter dem Motto „Für den Big McDonald’s Hunger“. Diese Plattform bündelt große Burger und soll Kunden mit starkem Appetit ansprechen. Eingeführt wurden dabei zeitlich begrenzt verfügbare Produkte wie der „Big Gouda“ und der „Big Tasty Red Steakhouse“. Zudem reagierte McDonald’s auf die von der Bundesregierung beschlossene dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen im Restaurant und kündigte Preissenkungen für beliebte Menüs wie das Happy Meal und das Big Mac Menü an.
Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität
Ein weiterer Schwerpunkt von McDonald’s in Deutschland ist das Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Rund zwei Drittel der Rohwaren bezieht das Unternehmen aus Deutschland. Rind- und Schweinefleisch sowie Eier und Milch stammen sogar zu 100 Prozent von deutschen Lieferanten. Seit 2024 ist das Unternehmen zudem Partner der Initiative Tierwohl (ITW), was bedeutet, dass das gesamte Schweinefleisch ITW-zertifiziert ist. Dies unterstreicht die Bemühungen, mehr Tierschutz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verankern.
McDonald’s in Österreich: Fokus auf Frühstück und Regionalität
In Österreich betreibt McDonald’s rund 200 Restaurants und beschäftigt 9.600 Mitarbeiter aus 92 Nationen. Ein starkes Kennzeichen des österreichischen Marktes ist die enge Partnerschaft mit der heimischen Landwirtschaft. Etwa 70 % der verwendeten Rohstoffe stammen aus Österreich. Dies ist ein zentrales Argument in der Kommunikation des Unternehmens, um die lokale Verankerung zu betonen. Ähnlich wie die hohen Kosten für Lebensmittel die Benzinpreise beeinflussen, wirken sich auch hier Rohstoffpreise auf die Kalkulation aus.
Anfang 2026 sorgte McDonald’s Österreich mit einer „Frühstücks-Revolution“ für Aufmerksamkeit. Neue Produkte wie der „McMuffin Cottage Cheese“ und ein „Nougat Burger“ als Dessert wurden eingeführt, um das Angebot am Morgen zu diversifizieren und neue Zielgruppen anzusprechen. Mehr als 90 % der österreichischen Restaurants werden von selbstständigen Franchisenehmern geführt, die oft als Familienbetriebe agieren.
McDonald’s Schweiz: Modernisierung und lokale Verankerung
Auch in der Schweiz setzt McDonald’s auf Wachstum und Modernisierung. Bis 2026 investieren das Unternehmen und seine Lizenzpartner insgesamt 250 Millionen Franken. Ziel ist es, die Zahl der Filialen mittelfristig auf über 200 zu erhöhen; Ende 2024 waren es 183. Die Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle: Die Bestell-App wird bereits bei jeder vierten Bestellung genutzt.
Die lokale Beschaffung ist auch hier ein Eckpfeiler der Strategie. Im Jahr 2024 wurden Lebensmittel im Wert von 235 Millionen Franken eingekauft, davon über 85 % von Schweizer Lieferanten wie Bell (Rindfleisch) oder Emmi (Milchprodukte). Das Unternehmen arbeitet mit rund 6.400 Schweizer Bauernbetrieben zusammen. Diese enge Verbindung zur lokalen Wirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz der Marke.
Nachhaltigkeit und Innovationen bei McDonald’s
Über die Landesgrenzen hinweg investiert McDonald’s stark in Nachhaltigkeit und digitale Innovationen. Ein zentrales Ziel ist die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. Dazu gehört der massive Ausbau von E-Ladesäulen an McDrive-Standorten. In Deutschland sollen bis Ende 2026 bereits 800 Restaurants mit Schnellladesäulen von Partnern wie EWE Go ausgestattet sein. Auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Restaurants wird vorangetrieben.
Bei den Verpackungen hat sich der Konzern das globale Ziel gesetzt, bis 2025 nur noch Materialien aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen zu verwenden und ein flächendeckendes Recyclingsystem in den Restaurants zu etablieren. In Deutschland werden Wertstoffe bereits seit über 20 Jahren getrennt erfasst. Diese Bemühungen sind Teil einer breiteren Strategie, die auch die Reduzierung von Plastik im Happy Meal umfasst. Die Auseinandersetzung mit Food-Trends ist dabei genauso wichtig wie die Optimierung der Lieferketten, was man auch bei der Analyse von SIXT Aktien im Mobilitätssektor beobachten kann.
McDonald’s als Franchise-System: Kosten und Chancen
Der Erfolg von McDonald’s basiert maßgeblich auf seinem Franchise-Modell. In Deutschland werden 94 % der Restaurants von selbstständigen Unternehmern geführt. Wer ein McDonald’s-Restaurant eröffnen möchte, muss allerdings erhebliche finanzielle Mittel mitbringen. Als erforderliches Eigenkapital werden oft Summen ab 350.000 Euro genannt, hinzu kommt eine einmalige Einstiegsgebühr von 46.000 Euro.
Zusätzlich fallen laufende Gebühren an: eine Lizenzgebühr von 5 % des monatlichen Umsatzes sowie eine Werbegebühr von ebenfalls 5 %. Dafür profitieren die Partner von einer der bekanntesten Marken der Welt, einem erprobten Geschäftsmodell und umfassender Unterstützung in den Bereichen Marketing, Einkauf und Betrieb. Die Expansion in Deutschland bietet auch neue Chancen für Franchise-Nehmer, insbesondere durch die Übernahme bestehender Restaurants im Zuge eines Generationenwechsels.
| Kennzahl | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
| Anzahl Restaurants | ca. 1.400 | ca. 200 | 183 (Ende 2024) |
| Anzahl Mitarbeiter | ca. 67.000 | 9.600 | 8.300 |
| Anteil Franchise-Restaurants | 94 % | ca. 90 % | 93 % |
| Anteil regionaler Rohstoffe | ca. 66 % | ca. 70 % | über 85 % |
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu McDonald’s
Wie viele McDonald’s gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es laut verschiedenen Quellen zwischen 1.368 und rund 1.400 McDonald’s-Restaurants. Das Unternehmen plant jedoch, in den nächsten Jahren rund 500 weitere Filialen zu eröffnen.
Wie viel Umsatz macht McDonald’s in Deutschland?
McDonald’s Deutschland hat im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro erzielt. Damit ist das Unternehmen Marktführer in der deutschen Systemgastronomie.
Woher kommt das Fleisch bei McDonald’s?
In Deutschland stammen das Rind- und Schweinefleisch für die Burger zu 100 % von deutschen Lieferanten. In Österreich kommen rund 70 % der Rohstoffe aus heimischer Landwirtschaft, und in der Schweiz werden über 85 % der Lebensmittel bei Schweizer Partnern eingekauft.
Was kostet ein McDonald’s Franchise?
Die Kosten sind erheblich. Es wird ein hohes Eigenkapital (z.B. ab 350.000 €) benötigt. Hinzu kommt eine einmalige Einstiegsgebühr von 46.000 € sowie laufende Lizenz- und Werbegebühren von jeweils 5 % des Nettoumsatzes.
Welche neuen Burger gibt es 2026 bei McDonald’s?
In Deutschland hat McDonald’s im Januar 2026 im Rahmen der „Für den Big McDonald’s Hunger“-Kampagne zeitlich limitierte Burger wie den „Big Gouda“ und den „Big Tasty Red Steakhouse“ eingeführt.
Fazit: McDonald’s bleibt ein Schwergewicht
McDonald’s beweist auch im Jahr 2026 seine Marktdominanz in der DACH-Region durch eine Strategie, die auf Expansion, Modernisierung und Anpassung an lokale Gegebenheiten setzt. Während in Deutschland massive Investitionen in neue Filialen und Arbeitsplätze fließen, stärken die Tochtergesellschaften in Österreich und der Schweiz ihre Position durch einen Fokus auf regionale Produkte und Nachhaltigkeit. Mit neuen Produktinnovationen und einer konsequenten Digitalisierungsstrategie stellt sich der Fast-Food-Gigant den Herausforderungen des Marktes und bleibt für Kunden und potenzielle Franchise-Partner eine relevante Größe. Die Zahlen und Fakten zeigen deutlich: Der Konzern ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus, sondern gestaltet aktiv die Zukunft der Systemgastronomie.








