Der Meeresschutz der UN hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Zehn Prozent der Ozeane sind nun als Schutzgebiete ausgewiesen. Allerdings ist das Ziel, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen, noch in weiter Ferne. Meeresschutz Un steht dabei im Mittelpunkt.

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Welche Fortschritte wurden beim Meeresschutz erzielt?
In den vergangenen Jahren wurden insbesondere in den nationalen Gewässern der Mitgliedstaaten wichtige Fortschritte erzielt. Eine Herausforderung bleibt jedoch der Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See, die mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent den größten Teil der Weltmeere ausmachen. Laut einem UN-Bericht sind jedoch nur 1,6 Prozent dieses Gebiets als Schutzgebiete ausgewiesen. (Lesen Sie auch: Schutz der Meere: UN: Ein Zehntel der…)
Das ist passiert
Das ist passiert
- UNEP meldet, dass 10 % der Ozeane unter Schutz stehen.
- Zielmarke von 30 % bis 2030 noch nicht erreicht.
- Schutzmaßnahmen konzentrieren sich auf nationale Gewässer.
- Schutz internationaler Gewässer bleibt eine Herausforderung.
Warum ist Meeresschutz wichtig?
Wie Stern berichtet, begründete Grethel Aguilar, Generaldirektorin der Weltnaturschutzunion (IUCN), die Bedeutung des weltweiten Meeresschutzes damit, dass die Ozeane Oasen der Artenvielfalt seien, die Nahrung, Ressourcen und Lebensgrundlagen für Millionen von Menschen bieten und für das Überleben und die Gesundheit der Menschheit von entscheidender Bedeutung sind.
Wo gibt es Defizite beim Schutz der Ozeane?
Ein großes Problem ist, dass viele Meeresschutzgebiete nicht aktiv verwaltet werden. Das bedeutet, es gibt keine Kontrolle, ob Schutzbestimmungen eingehalten werden, oder keine Patrouillen, wie in Naturschutzgebieten an Land. Es fehlt also an der Durchsetzung der Schutzmaßnahmen. Das UN-Umweltprogramm (UNEP) sieht hier dringenden Handlungsbedarf. (Lesen Sie auch: Wal Timmy Ostsee: Hoffnung für Gestrandeten Buckelwal)
Welche Rolle spielt der UN-Hochseevertrag?
Im Januar trat der UN-Hochseevertrag in Kraft, das erste internationale Abkommen, das sich auf den Schutz der Biodiversität in den Ozeanen konzentriert. Es geht darin um den Schutz des Meereslebens auf hoher See und in der Tiefsee – also jenen Gebieten des Ozeans, die außerhalb der nationalen Hoheitsgewalt einzelner Staaten liegen.
Der UN-Hochseevertrag ist ein rechtlich bindendes Instrument, das darauf abzielt, die biologische Vielfalt der Meere in Gebieten jenseits der nationalen Gerichtsbarkeit (ABNJ) zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Er wurde nach jahrelangen Verhandlungen im März 2023 angenommen. (Lesen Sie auch: Wal an der Ostseeküste: „Es geht ihm…)
Wie geht es weiter mit dem Meeresschutz?
Trotz der Herausforderungen und Defizite gibt es auch positive Entwicklungen im Bereich des Meeresschutzes. Der UN-Hochseevertrag und das Engagement verschiedener Staaten und Organisationen zeigen, dass das Thema zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es bleibt jedoch entscheidend, dass die Schutzmaßnahmen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch effektiv umgesetzt und kontrolliert werden. Nur so kann das Ziel, bis 2030 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen, erreicht werden. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) betont die Notwendigkeit verstärkter Anstrengungen, um die Ozeane als Lebensgrundlage für Mensch und Tier zu erhalten.





