Merinowolle Waschen ist eine Kunst für sich: Die feinen Fasern der Merinoschafe sind zwar temperaturausgleichend und kuschelig weich, aber auch empfindlich. Wer lange Freude an seiner Merinobekleidung haben will, muss beim Waschen einiges beachten.

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Was macht Merinowolle so besonders?
Merinowolle stammt von einer speziellen Schafrasse, den Merinos, die ursprünglich aus Nordafrika stammen. Heute leben die meisten Merinoschafe in Australien und Neuseeland. Ihre Wolle ist eine Naturfaser mit besonderen Eigenschaften: Sie ist nicht nur weich, sondern auch mit Lanolin, einem wachsartigen Stoff, überzogen. Dieser sorgt dafür, dass die Wolle Feuchtigkeit aufnimmt, anstatt sie direkt abzuleiten. Dieser Trick der Natur sorgt dafür, dass sich die Wolle auch bei schweißtreibenden Aktivitäten angenehm trocken anfühlt. (Lesen Sie auch: Geniales Garn: Merinowolle waschen: Warum die feinen…)
Auf einen Blick
- Merinowolle isoliert auch im nassen Zustand.
- Sie nutzt Feuchtigkeit, um Wärme zu erzeugen.
- Leichter Regen perlt einfach ab.
- Schweiß wird aufgenommen, bevor Geruch entsteht.
Die Vorteile von Merinowolle
Merinowolle bietet zahlreiche Vorteile, besonders für Sportler und Outdoor-Enthusiasten. Sie isoliert selbst in feuchtem Zustand, nutzt Feuchtigkeit zur Wärmeerzeugung und lässt sich bei leichtem Regen einfach trocken schütteln. Ein weiterer Pluspunkt: Merinowolle kann Schweiß aufnehmen, bevor unangenehme Gerüche entstehen.
Die Industrie nutzt die temperaturregulierenden Eigenschaften der Merinowolle seit einigen Jahren für Sport- und Funktionsbekleidung. Besonders beliebt sind Socken, Skiunterwäsche und Trekkingbekleidung aus Merinowolle. (Lesen Sie auch: Zum Mitreden: Das muss man aus der…)
Merinowolle Waschen: So geht es richtig
Beim Merinowolle waschen gibt es einiges zu beachten, um die empfindlichen Fasern zu schonen. Hier sind die wichtigsten Tipps:
- Weniger ist mehr: Waschen Sie Merinobekleidung nur, wenn es wirklich nötig ist. Oft reicht es, sie einfach auszulüften.
- Schonwaschgang: Verwenden Sie einen Schonwaschgang oder das spezielle Wollprogramm Ihrer Waschmaschine.
- Niedrige Temperatur: Waschen Sie Merinowolle bei maximal 30 Grad Celsius.
- Wollwaschmittel: Verwenden Sie ein spezielles Wollwaschmittel oder ein mildes Shampoo.
- Kein Weichspüler: Verzichten Sie auf Weichspüler, da dieser die Fasern verkleben kann.
- Schleudern vermeiden: Schleudern Sie Merinobekleidung nicht oder nur kurz bei niedriger Drehzahl.
- Liegend trocknen: Trocknen Sie Merinobekleidung liegend, um Verformungen zu vermeiden.
- Nicht in den Trockner: Geben Sie Merinobekleidung niemals in den Trockner.
Was tun, wenn die Merinowolle eingelaufen ist?
Ist die Merinowolle doch einmal eingelaufen, gibt es einen Trick: Weichen Sie das Kleidungsstück in lauwarmem Wasser mit etwas Haarspülung ein. Anschließend vorsichtig in Form ziehen und liegend trocknen lassen. (Lesen Sie auch: Sos Kinderdörfer Missbrauch: Was Geschah Wirklich?)
Wie Stern berichtet, ist die richtige Pflege entscheidend, um lange Freude an Merinobekleidung zu haben. Mit den oben genannten Tipps können Sie sicherstellen, dass Ihre Merinowolle auch nach vielen Wäschen noch kuschelig weich und funktional bleibt. Weitere Informationen zur richtigen Pflege von Textilien finden sich beispielsweise auf den Seiten des Deutschen Textilreinigungs-Verbandes. Zudem bietet die Verbraucherzentrale nützliche Hinweise zum Thema Textilpflege.







