Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, hat die Verteidigung das Wort ergriffen. Nach der Forderung der Staatsanwaltschaft nach über sieben Jahren Haft, liegt nun der Fokus auf den Argumenten der Verteidiger. Die Anklagepunkte umfassen schwere Vorwürfe wie Vergewaltigung, Missbrauch und Drogenbesitz.

+
Mette Marit Sohn Anklage: Was sind die Kernpunkte der Verteidigung?
Die Verteidigung von Marius Borg Høiby konzentriert sich darauf, die Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen zu untergraben und Zweifel an den vorgelegten Beweisen zu säen. Sie argumentiert, dass die Staatsanwaltschaft keine stichhaltigen Beweise für die Vergewaltigungsvorwürfe und den angeblichen Missbrauch vorgelegt hat. Es wird erwartet, dass die Verteidiger eine mildere Strafe oder sogar einen Freispruch fordern. (Lesen Sie auch: Vergewaltigungs-Vorwürfe: Finale im Høiby-Prozess: Jetzt sind die…)
Ergebnis & Fakten
- Staatsanwaltschaft fordert 7 Jahre und 7 Monate Haft.
- 40 Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby.
- Hauptvorwurf: Vergewaltigung in vier Fällen.
- Forderung nach Kontaktverbot mit einer Ex-Freundin.
Der Fall Høiby: Ein Überblick über die Anklagepunkte
Der Fall gegen Marius Borg Høiby umfasst insgesamt 40 Anklagepunkte. Ein zentraler Punkt ist der Vorwurf der Vergewaltigung in vier Fällen, wobei der Staatsanwalt argumentiert, dass Høiby Frauen im Schlaf vergewaltigt und die Taten heimlich gefilmt haben soll. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Vorwürfen einer Ex-Freundin, die von norwegischen Medien als „Frogner-Frau“ bezeichnet wird und auf die sich 20 der Anklagepunkte beziehen. Sie wirft Høiby häusliche Gewalt vor. Wie Stern berichtet, umfassen die Anklagen auch Drogen- und Verkehrsdelikte.
Die Forderungen der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Sturla Henriksbø fordert eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten für Marius Borg Høiby. Henriksbø plädiert für eine Verurteilung in 39 von 40 Anklagepunkten. Lediglich in einem Fall, einem versehentlichen Anruf bei der „Frogner-Frau“ trotz Kontaktverbots, soll Høiby freigesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die vorgelegten Beweise die Schuld des Angeklagten in den schwerwiegenden Fällen belegen. (Lesen Sie auch: Mette-Marit Sohn Prozess: Was wird Marius Borg…)
Aussagen der mutmaßlichen Opfer und ihre Forderungen
Alle mutmaßlichen Opfer im Prozess gegen Marius Borg Høiby haben vor Gericht ausgesagt. Ihre Anwälte forderten Entschädigungen in Höhe von insgesamt 1,95 Millionen norwegischen Kronen, was etwa 177.000 Euro entspricht. Diese Forderungen unterstreichen die Schwere der Vorwürfe und die emotionalen sowie physischen Schäden, die den Frauen angeblich zugefügt wurden.
Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, jedoch nicht Teil des norwegischen Königshauses. Er erlangte durch die Ehe seiner Mutter mit Kronprinz Haakon eine öffentliche Rolle. (Lesen Sie auch: Mette Marit: -Marits Sohn vor Gericht: Anklage)
Wie geht es weiter im Fall Marius Borg Høiby?
Nach den Plädoyers der Verteidigung wird das Gericht in Oslo die Beweise und Argumente beider Seiten prüfen. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Der Ausgang des Prozesses wird weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben, insbesondere für Marius Borg Høiby und die mutmaßlichen Opfer. Die juristische Auseinandersetzung hat in Norwegen und darüber hinaus große Aufmerksamkeit erregt. Die norwegische Zeitung VG berichtet umfassend über den Fall.
Die Urteilsverkündung wird mit Spannung erwartet. Die Beweislast liegt bei der Staatsanwaltschaft, die die Schuld des Angeklagten zweifelsfrei nachweisen muss. Die Verteidigung wird alles daransetzen, diese Beweisführung zu entkräften. Die norwegische Regierung bietet Informationen zum Strafrecht an. (Lesen Sie auch: Mette-Marit Sohn Anklage: Haftstrafe für „bonus-Prinzen“?)














