Die Migros Zürich Tegut-Ära geht zu Ende: Die Schweizer Genossenschaft verkauft einen wesentlichen Teil ihrer deutschen Bio-Supermarktkette Tegut an den deutschen Lebensmitteleinzelhändler Edeka. Dieser Schritt markiert das Ende eines rund 14-jährigen Engagements von Migros in Deutschland und soll möglichst viele Arbeitsplätze sichern sowie Filialen erhalten.

Migros Zürich und Tegut: Ein Rückblick
Die Migros Zürich übernahm Tegut im Jahr 2013. Ziel war es, auf dem deutschen Markt für Bio-Lebensmittel Fuß zu fassen und das eigene Geschäft international auszubauen. Tegut, gegründet 1947, betreibt über 300 Supermärkte in sechs Bundesländern, vor allem in Hessen. Das Unternehmen positionierte sich als Anbieter von hochwertigen Lebensmitteln, darunter ein breites Sortiment an Bio-Produkten. Trotz des Engagements und der Investitionen gelang es Migros Zürich nicht, Tegut nachhaltig profitabel zu machen. Die Verluste summierten sich über die Jahre auf bis zu 600 Millionen Euro.
Aktuelle Entwicklung: Verkauf an Edeka
Am 11. März 2026 wurde bekannt, dass Migros Zürich einen Großteil von Tegut an Edeka verkauft. Wie SRF berichtet, soll der Verkauf möglichst viele Arbeitsplätze sichern und Filialen weiterführen. Edeka plant, rund 200 Tegut-Filialen in den eigenen Verbund zu integrieren. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. (Lesen Sie auch: Lotto Ziehung: Lottoziehung am 11. März: 32…)
Laut Spiegel hätte die Schließung zahlreicher Standorte den Verlust von mehr als 4500 Arbeitsplätzen bedeutet. Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka-Zentrale, sagte, dass mit dieser Einigung eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiter geschaffen werde.
Finanzielle Auswirkungen und Gründe für den Verkauf
Der Rückzug aus Deutschland wird Migros Zürich finanziell belasten. Allein für das Jahr 2025 rechnet die Genossenschaft mit rund 270 Millionen Euro Kosten. Die finanziellen Folgen der Transaktion sollen im Jahresabschluss 2025 sichtbar werden, den Migros Zürich am 24. März vorlegen wird. Die Entscheidung, Tegut zu verkaufen, sei äußerst schwergefallen, so Migros Zürich. Als Hauptgrund für den Verkauf werden die hohen Verluste genannt, die seit der Übernahme im Jahr 2013 entstanden sind. Das Unternehmen habe sich eingestehen müssen, dass die Expansion auf dem deutschen Markt nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe.
Reaktionen und Stimmen
Die Nachricht vom Verkauf von Tegut an Edeka wurde unterschiedlich aufgenommen. Während Edeka die Übernahme als Chance sieht, das eigene Bio-Sortiment auszubauen und neue Kunden zu gewinnen, bedauern viele Tegut-Kunden den Verlust der Eigenständigkeit der Supermarktkette. Auch bei den Mitarbeitern von Tegut herrscht Unsicherheit über die Zukunft. Edeka hat jedoch zugesichert, möglichst viele Arbeitsplätze erhalten zu wollen. (Lesen Sie auch: Benko Privatstiftung: Benkos Laura meldet Insolvenz an:…)
Migros Zürich Tegut: Was bedeutet das für die Zukunft?
Mit dem Verkauf von Tegut zieht sich Migros Zürich vorerst aus dem deutschen Markt zurück. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Genossenschaft in Zukunft erneut eine Expansion ins Ausland in Betracht zieht. Für Tegut bedeutet die Übernahme durch Edeka eine neue Chance, sich auf dem deutschen Markt zu behaupten. Ob der Name Tegut erhalten bleibt, ist derzeit noch unklar.
Die Übernahme von Tegut durch Edeka muss noch vom Bundeskartellamt geprüft werden.Sollte das Kartellamt zustimmen, könnte die Übernahme in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.
Die Migros Gruppe betreibt in der Schweiz die grösste Supermarktkette. Die offizielle Webseite der Migros bietet weitere Informationen zum Unternehmen. (Lesen Sie auch: Leverkusen – Arsenal: reist nach: Champions-League-Duell)
Ausblick auf die Integration von Tegut in den Edeka-Verbund
Die Integration von rund 200 Tegut-Filialen in den Edeka-Verbund stellt eine große Herausforderung dar. Edeka muss sicherstellen, dass die Tegut-Märkte weiterhin ein attraktives Angebot für ihre Kunden bieten und gleichzeitig die Synergien des Edeka-Verbunds nutzen. Es ist zu erwarten, dass Edeka das Bio-Sortiment von Tegut weiter ausbauen und die Eigenmarken von Edeka in den Tegut-Märkten stärker präsentieren wird. Auch im Bereich der Logistik und der IT-Systeme sind Anpassungen erforderlich, um die Integration reibungslos zu gestalten.

Edeka ist eine Genossenschaft, die aus selbstständigen Einzelhändlern besteht. Die Edeka-Gruppe ist mit rund 11.200 Märkten und einem Umsatz von über 60 Milliarden Euro der größte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland.
Häufig gestellte Fragen zu Migros Zürich Tegut
Häufig gestellte Fragen zu migros zürich tegut
Warum verkauft Migros Zürich die Supermarktkette Tegut?
Migros Zürich verkauft Tegut aufgrund von hohen Verlusten, die seit der Übernahme im Jahr 2013 entstanden sind. Die Expansion auf dem deutschen Markt verlief nicht wie gewünscht, sodass sich die Genossenschaft zu diesem Schritt entschlossen hat, um weitere finanzielle Belastungen zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Malmö FF hadert mit Terminkollision vor Spiel…)
An wen wird Tegut verkauft?
Tegut wird mehrheitlich an den deutschen Lebensmitteleinzelhändler Edeka verkauft. Edeka plant, rund 200 der über 300 Tegut-Filialen in den eigenen Verbund zu integrieren. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts.
Was passiert mit den Mitarbeitern von Tegut nach dem Verkauf?
Edeka hat zugesichert, möglichst viele Arbeitsplätze bei Tegut erhalten zu wollen. Durch die Übernahme von rund 200 Filialen in den Edeka-Verbund soll eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiter geschaffen werden. Es herrscht jedoch Unsicherheit bei den Angestellten.
Wie hoch sind die finanziellen Auswirkungen des Verkaufs für Migros Zürich?
Migros Zürich rechnet allein für das Jahr 2025 mit rund 270 Millionen Euro Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Tegut. Die gesamten Verluste seit der Übernahme im Jahr 2013 belaufen sich auf maximal 600 Millionen Euro und belasten das Ergebnis der Migros-Gruppe.
Wird der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleiben?
Ob der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleibt, ist bislang unklar. Edeka hat sich noch nicht zu Details geäußert. Es ist möglich, dass die Tegut-Märkte unter dem Namen Edeka weitergeführt werden oder dass ein neuer Name gefunden wird.
Wann wird der Verkauf von Tegut an Edeka abgeschlossen sein?
Der Verkauf von Tegut an Edeka steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts. Es ist noch nicht bekannt, wann die Wettbewerbsbehörde eine Entscheidung treffen wird. Sollte das Kartellamt zustimmen, könnte die Übernahme in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.












