Minensuchratte Kambodscha: Denkmal für Minenheld Magawa enthüllt
Eine Statue in Kambodscha ehrt Magawa, eine verstorbene Riesenhamsterratte, die über 100 Landminen aufspürte und damit zahlreichen Menschen das Leben rettete. Das Denkmal wurde am Internationalen Tag der Minenaufklärung enthüllt und soll an die wichtige Rolle von Tieren bei der Minenräumung erinnern.

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- Minensuchratte Kambodscha: Denkmal für Minenheld Magawa enthüllt
- Wie hat die Minensuchratte Kambodscha sicherer gemacht?
- Wo steht das Denkmal für die Minensuchratte in Kambodscha?
- Warum werden Ratten als Minensucher eingesetzt?
- Welche Gefahren bestehen durch Landminen in Kambodscha?
- Wie viele Minenopfer gibt es weltweit?
Wie hat die Minensuchratte Kambodscha sicherer gemacht?
Die ausgebildete „HeroRAT“ Magawa spürte mit ihrem hochentwickelten Geruchssinn Sprengstoffe auf und trug so dazu bei, Felder und Landstriche in Kambodscha von Minen zu befreien. Dank ihres Einsatzes konnten diese Gebiete wieder sicher bewohnt und landwirtschaftlich genutzt werden. (Lesen Sie auch: Meeresschutz Un: Nur Zehntel der Ozeane Geschützt?)
Das ist passiert
- In Kambodscha wurde eine Statue zu Ehren der Minensuchratte Magawa enthüllt.
- Magawa spürte über 100 Landminen auf und rettete dadurch Menschenleben.
- Die Enthüllung fand am Internationalen Tag der Minenaufklärung statt.
- Es ist das erste Denkmal für eine Ratte, die bei der Minenräumung half.
Wo steht das Denkmal für die Minensuchratte in Kambodscha?
Die 2,20 Meter hohe Statue von Magawa befindet sich in Siem Reap, unweit der berühmten Tempelanlagen von Angkor. Die kambodschanischen Behörden erhoffen sich, dass das Denkmal auch Touristen anzieht und das Bewusstsein für die Gefahren von Landminen schärft. Wie Stern berichtet, wurde die feierliche Enthüllung von der Nationalhymne und dem Segen buddhistischer Mönche begleitet.
Warum werden Ratten als Minensucher eingesetzt?
Die belgische Organisation Apopo bildet sogenannte „HeroRATs“ aus, weil diese Tiere einen ausgezeichneten Geruchssinn haben und in der Lage sind, Sprengstoffe zu detektieren. Zudem sind sie leicht und lösen die Minen nicht aus. Ihre Ausbildung ist kostengünstiger als andere Minenräummethoden. Die Tiere werden darauf trainiert, den Geruch von Sprengstoff zu erkennen und zu lokalisieren. (Lesen Sie auch: Meeresschutz Un: Zehn Prozent der Ozeane Geschützt?)
Welche Gefahren bestehen durch Landminen in Kambodscha?
Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und des anschließenden Bürgerkriegs wurden in Kambodscha Millionen Landminen verlegt. Noch heute stellen diese Sprengkörper eine große Gefahr für die Bevölkerung dar. Ganze Landstriche sind unbewohnbar, und Felder können nicht bestellt werden. Laut dem globalen „Landmine Monitor“ gab es allein 2024 weltweit mehr als 6.200 Minenopfer.
Der Internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahren und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen findet jährlich am 4. April statt. Ziel ist es, über die tödlichen Gefahren von Landminen und Blindgängern aufzuklären. (Lesen Sie auch: Frankreich: Zoll findet Kokain im Millionenwert in…)
Wie viele Minenopfer gibt es weltweit?
Schätzungen zufolge lauern weltweit noch immer Dutzende Millionen Landminen unter der Erde. Allein im Jahr 2024 forderten diese Sprengkörper über 6.200 Opfer, wie der Landmine Monitor berichtet. Apopo, die Organisation die Magawa ausbildete, setzt sich weltweit für die Minenräumung ein.
Das Denkmal für die minensuchratte Kambodscha Magawa ist ein wichtiges Symbol der Hoffnung und erinnert daran, dass auch kleine Lebewesen einen großen Beitrag zur Rettung von Menschenleben leisten können. Es soll das Bewusstsein für die anhaltende Bedrohung durch Landminen schärfen und die Bemühungen zur Minenräumung weltweit unterstützen. (Lesen Sie auch: Frankreich: Zoll findet Kokain im Millionenwert in…)





