Wachsende Konkurrenz aus China stellt für viele deutsche Mittelständler eine zunehmende Herausforderung dar. Laut einer Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KfW sehen sich fast 20 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einem steigenden Wettbewerbsdruck aus Fernost ausgesetzt, der sich nicht mehr nur auf günstige Preise beschränkt. Mittelstand China Konkurrenz steht dabei im Mittelpunkt.

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- Welche Auswirkungen hat die Konkurrenz aus China auf den deutschen Mittelstand?
- Deutsche Industrie und Handel besonders betroffen
- Profiteure und Verlierer: Der Handel mit China
- Politische Reaktionen und Strategien
- Was bedeutet das für Bürger?
- Wie können sich Unternehmen auf die veränderte Wettbewerbssituation einstellen?
Die wichtigsten Fakten
- Fast jeder fünfte deutsche Mittelständler spürt wachsende Konkurrenz aus China.
- Besonders betroffen sind Industrie und Handel.
- Viele Mittelständler profitieren aber auch vom Handel mit China.
- Bürokratie wird als größtes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit gesehen.
Welche Auswirkungen hat die Konkurrenz aus China auf den deutschen Mittelstand?
Die zunehmende Konkurrenz aus China übt erheblichen Druck auf den deutschen Mittelstand aus. Chinesische Unternehmen konkurrieren nicht nur mit niedrigeren Preisen, sondern zunehmend auch mit der Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen. Dies führt dazu, dass deutsche Unternehmen ihre Geschäftsmodelle überdenken und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen und Effizienzsteigerungen verbessern müssen.
Deutsche Industrie und Handel besonders betroffen
Besonders stark betroffen von der Konkurrenz aus China sind die deutsche Industrie und der Handel. Laut der KfW-Sonderbefragung spüren 28 Prozent der Industrieunternehmen einen wachsenden Druck durch Qualitätsprodukte aus China, während 34 Prozent durch günstige Preise unter Druck geraten. Im Groß- und Einzelhandel sehen 24 Prozent der Unternehmen die Konkurrenz aus China als eine zentrale Herausforderung an. Wie Stern berichtet, zeigt die Studie, dass die deutsche Wirtschaft sich auf einen härteren Wettbewerb einstellen muss.
Die energieintensive Produktion in Deutschland stellt einen zusätzlichen Faktor dar, der die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt. Unternehmen, die energieintensiv produzieren, sehen sich einem doppelten Druck ausgesetzt: Einerseits durch die Konkurrenz aus China und andererseits durch die hohen Energiekosten in Deutschland.
Die KfW-Sonderbefragung zum Mittelstandspanel umfasste rund 2.500 Unternehmen im September 2025. Sie zeigt, dass 13 Prozent aller Mittelständler Konkurrenz aus China als eine der zentralen Herausforderungen sehen. (Lesen Sie auch: Nvidia Aktien: Aktie erlebt Höhenflug: Rekordumsatz treibt)
Profiteure und Verlierer: Der Handel mit China
Trotz des wachsenden Wettbewerbsdrucks profitieren auch viele deutsche Mittelständler vom Handel mit China. Rund 19 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen nutzen chinesische Importe, um Kosten zu sparen oder ihr eigenes Angebot zu verbessern. Dies zeigt, dass die Beziehungen zu China nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für den deutschen Mittelstand darstellen. Es ist jedoch wichtig, die Risiken und Chancen des Handels mit China sorgfältig abzuwägen und sich auf einen fairen Wettbewerb einzustellen.
Die Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, sehen vor allem die Bürokratie in Deutschland als ein besonderes Risiko für ihre Konkurrenzfähigkeit. 65 Prozent halten sie für problematisch, vor hohen Steuern (60 Prozent) und teurer Energie (41 Prozent). Dies ist deutlich mehr als noch im Jahr 2023.
Politische Reaktionen und Strategien
Während Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die wirtschaftlichen Beziehungen zu China ausbauen möchte, wächst im deutschen Mittelstand die Sorge vor der zunehmenden Konkurrenz. Merz betonte jüngst bei einem Treffen mit Ministerpräsident Li Qiang in Peking die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die vor einer zu großen Abhängigkeit von China warnen und eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen fordern. Die Bundesregierung steht vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Beziehungen zu China zu gestalten, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands zu gefährden.
Die CDU setzt auf eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen, während andere Parteien, wie beispielsweise die Grünen, eine kritischere Haltung einnehmen. Sie fordern eine stärkere Berücksichtigung von Menschenrechten und Umweltstandards in den Handelsbeziehungen mit China. Die FDP betont die Bedeutung des freien Handels, warnt aber gleichzeitig vor unfairen Wettbewerbsbedingungen. Die SPD plädiert für eine enge Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, um gegenüber China eine gemeinsame Position zu vertreten. Mehr Informationen zu den Positionen der einzelnen Parteien finden sich auf der Webseite des Deutschen Bundestages.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Reinhard Houben, erklärte, dass es wichtig sei, die Rahmenbedingungen für den Mittelstand zu verbessern, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Dazu gehöre der Abbau von Bürokratie, die Senkung der Energiekosten und die Förderung von Innovationen. Houben betonte, dass der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sei und gestärkt werden müsse, um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern. (Lesen Sie auch: Nvidia Quartalszahlen: Rekordumsatz Schockt den Markt!)
Die Beziehungen zwischen Deutschland und China sind komplex und vielschichtig. China ist ein wichtiger Handelspartner für Deutschland, aber auch ein Wettbewerber in vielen Bereichen. Die Bundesregierung verfolgt eine Politik des „systemischen Wettbewerbs“, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen Beziehungen zu China zu gestalten, ohne die eigenen Interessen und Werte zu gefährden.
Was bedeutet das für Bürger?
Die wachsende Konkurrenz aus China kann sich auf verschiedene Weise auf die Bürger auswirken. Einerseits kann sie zu niedrigeren Preisen für bestimmte Produkte und Dienstleistungen führen. Andererseits kann sie aber auch Arbeitsplätze gefährden, wenn deutsche Unternehmen aufgrund des Wettbewerbsdrucks gezwungen sind, Stellen abzubauen. Es ist daher wichtig, dass die Politik die Rahmenbedingungen so gestaltet, dass der deutsche Mittelstand im globalen Wettbewerb bestehen kann und gleichzeitig Arbeitsplätze und Wohlstand gesichert werden. Verbraucher können auf Produkte „Made in Germany“ achten, um heimische Unternehmen zu unterstützen.
Die Bürger profitieren auch von der technologischen Entwicklung und Innovation, die durch den Wettbewerb angestoßen werden. Deutsche Unternehmen sind gezwungen, ihre Produkte und Dienstleistungen ständig zu verbessern, um im Wettbewerb bestehen zu können. Dies führt zu neuen und besseren Angeboten für die Verbraucher. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für Unternehmen an, um Innovationen zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Wie können sich Unternehmen auf die veränderte Wettbewerbssituation einstellen?
Um sich auf die veränderte Wettbewerbssituation einzustellen, müssen deutsche Unternehmen ihre Geschäftsmodelle überdenken und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, wie beispielsweise:

- Innovationen: Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
- Effizienzsteigerungen: Optimierung der Produktionsprozesse, um Kosten zu senken.
- Qualitätsverbesserungen: Steigerung der Qualität der Produkte und Dienstleistungen, um Kunden zu gewinnen und zu halten.
- Internationalisierung: Erschließung neuer Märkte, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern.
- Kooperationen: Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, um Synergieeffekte zu nutzen.
Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Stärken ausspielen und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Gleichzeitig müssen sie flexibel und anpassungsfähig sein, um auf Veränderungen im Markt reagieren zu können. (Lesen Sie auch: Aktie Nvidia: erlebt Höhenflug nach Rekordzahlen –…)
Welche Branchen sind am stärksten von der Konkurrenz aus China betroffen?
Besonders betroffen sind die deutsche Industrie und der Handel. In der Industrie spüren viele Unternehmen Druck durch günstige Preise und steigende Qualität chinesischer Produkte. Auch der Groß- und Einzelhandel sieht die Konkurrenz deutlich.
Wie wirkt sich die Konkurrenz aus China auf die deutsche Wirtschaft aus?
Die Konkurrenz kann zu niedrigeren Preisen für Verbraucher führen, aber auch Arbeitsplätze gefährden. Sie zwingt deutsche Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Effizienzsteigerung zu verbessern.
Welche politischen Maßnahmen werden ergriffen, um den deutschen Mittelstand zu unterstützen?
Die Politik setzt auf den Abbau von Bürokratie, die Senkung der Energiekosten und die Förderung von Innovationen. Es gibt auch Förderprogramme, die Unternehmen bei der Internationalisierung unterstützen. (Lesen Sie auch: Viel Verdienen Unglücklich? 6800 € Gehalt macht…)
Wie können sich deutsche Unternehmen gegen die Konkurrenz aus China behaupten?
Unternehmen sollten auf Innovationen, Effizienzsteigerungen, Qualitätsverbesserungen, Internationalisierung und Kooperationen setzen. Wichtig ist, die eigenen Stärken auszuspielen und flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Profitieren deutsche Unternehmen auch vom Handel mit China?
Ja, viele Mittelständler nutzen chinesische Importe, um Kosten zu sparen oder ihr Angebot zu verbessern. Der Handel mit China bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für den deutschen Mittelstand.
Die wachsende Konkurrenz aus China stellt den deutschen Mittelstand vor große Herausforderungen. Es ist entscheidend, dass Unternehmen und Politik gemeinsam Strategien entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Chancen des globalen Marktes zu nutzen. Nur so kann der deutsche Mittelstand auch in Zukunft erfolgreich sein und seinen Beitrag zur deutschen Wirtschaft leisten.
