Die Debatte um NS-belastete Straßennamen erreicht Mödling. Der Gemeinderat der niederösterreichischen Stadt beschäftigt sich aktuell mit der Umbenennung von fünf Straßen, deren Namensgeber eine Rolle im Nationalsozialismus spielten. Die Diskussion um die Vergangenheit und den Umgang mit ihr ist nicht neu, aber sie zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Moedling Strassennamen NS steht dabei im Mittelpunkt.

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Warum werden in Mödling Straßennamen mit NS-Bezug diskutiert?
In Mödling stehen fünf Straßennamen auf dem Prüfstand, deren Namensgeber im Nationalsozialismus aktiv waren oder diesem nahestanden. Die Stadtverwaltung hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die historische Belastung der Namen zu untersuchen und Empfehlungen für den Umgang damit zu erarbeiten. Ziel ist es, eine angemessene Form des Gedenkens und der Erinnerung zu finden. (Lesen Sie auch: Kickl Putin Maske: VFGH Kippt Strafe für…)
Wie Der Standard berichtet, ist Mödling nicht die erste Stadt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Auch andere Gemeinden in Österreich und Deutschland haben bereits Straßennamen umbenannt, die eine Verbindung zum NS-Regime aufweisen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung der Vergangenheit.
Welche Straßennamen sind betroffen?
Konkret geht es in Mödling um Straßennamen, die nach Personen benannt sind, die während der Zeit des Nationalsozialismus eine Rolle spielten. Die Namen sind derzeit noch nicht öffentlich genannt. Bekannt ist aber, dass es sich um sogenannte „azi-Namen“ handelt. (Lesen Sie auch: Dietmar Kühbauer: Austria Wien feiert knappen Sieg)
Das ist passiert
- Mödling prüft die Umbenennung von fünf Straßennamen.
- Die Straßennamen sind nach Personen mit NS-Vergangenheit benannt.
- Eine Studie soll die historische Belastung der Namen untersuchen.
- Der Gemeinderat berät über das weitere Vorgehen.
Wie geht es jetzt weiter?
Der Gemeinderat von Mödling wird sich nun mit den Ergebnissen der Studie auseinandersetzen und über das weitere Vorgehen beraten. Dabei werden verschiedene Optionen diskutiert, von der Umbenennung der Straßen bis hin zur Anbringung von Zusatzschildern, die die historische Rolle der Namensgeber erläutern. Es wird erwartet, dass die Entscheidung in den kommenden Monaten fallen wird.
Die Debatte um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist ein fortlaufender Prozess. Die Umbenennung von Straßennamen ist dabei ein sichtbares Zeichen, dass sich eine Gesellschaft ihrer Geschichte stellt und Verantwortung übernimmt. Es bleibt abzuwarten, wie Mödling diesen Prozess gestalten wird und welche Konsequenzen sich daraus für die Erinnerungskultur der Stadt ergeben. (Lesen Sie auch: Waffenregister Anstieg: Deutlicher Zuwachs vor neuen Regeln)
Die Entscheidung über die Mödlinger Straßennamen mit NS-Bezug steht noch aus. Der Prozess zeigt jedoch, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit weiterhin ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Debatte ist.













