Pendler und Fußballfans in München müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat das Fahrpersonal des MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) ab Mittwoch, den 19. März 2026, zum Warnstreik aufgerufen. Dies wird voraussichtlich zu Ausfällen und Verspätungen bei U-Bahnen, Trambahnen und Bussen führen.

Hintergrund: Warum streikt Verdi im MVV-Bereich?
Die Verdi hat die Beschäftigten im Nahverkehr zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Ziel ist es, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die Mitarbeiter durchzusetzen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeber bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt hätten und die Beschäftigten unter hoher Arbeitsbelastung leiden. Warnstreiks sind ein übliches Mittel, um in Tarifkonflikten die Positionen der Arbeitnehmer zu untermauern.
Aktuelle Entwicklung: Details zum Streikbeginn und Umfang
Der Ausstand in München soll am Mittwoch, den 19. März 2026, um 11:00 Uhr beginnen und bis zum Freitagmorgen (4:00 Uhr) andauern, wie der BR berichtet. Betroffen sind U-Bahnen, Trambahnen und alle Buslinien bis zur Nummer 199, wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilte. Bis 9:00 Uhr soll der Betrieb noch regulär laufen, danach sollen die Fahrzeuge schrittweise einrücken. Um 11:00 Uhr werde dann auf das Notnetz umgestellt. So sollen Busse die Grundversorgung sichern. Angebote soll es auch auf der beliebten Trambahnlinie 20 geben. (Lesen Sie auch: Wann wird die Uhr Umgestellt? Sommerzeit 2026…)
Die MVG plant, ein Notnetz einzurichten, um zumindest eine Grundversorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sicherzustellen. Allerdings ist mit erheblichen Einschränkungen und längeren Wartezeiten zu rechnen. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und gegebenenfalls auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen.
Besonders betroffen von dem Streik sind auch Fußballfans, die am Mittwochabend das Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Atalanta Bergamo in der Allianz Arena besuchen wollen. Die MVG will jedoch den Betrieb auf den Linien U3/U6 abschnittsweise aufbauen. Wie bei den vergangenen Streiktagen liege die Priorität auf dem Abschnitt zwischen Innenstadt und Fröttmaning, so die MVG.
Reaktionen und Einordnung
Die Arbeitgeberseite hat die Streikmaßnahmen scharf kritisiert und als unverhältnismäßig bezeichnet. Sie argumentiert, dass man bereits ein verbessertes Angebot vorgelegt habe und zu weiteren Verhandlungen bereit sei. Die Streiks würden unnötig die Bevölkerung belasten und dem Ansehen des öffentlichen Nahverkehrs schaden. (Lesen Sie auch: Can 2025: AFCON 2025: Marokko nach Entscheidung…)
Verdi hingegen betont, dass die Streiks notwendig seien, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. Man sei bereit, jederzeit wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, aber nur wenn die Arbeitgeberseite ein ernstzunehmendes Angebot vorlege.
MVV-Streik: Was bedeutet das für Pendler und Reisende?
Der Streik im MVV-Gebiet bedeutet für viele Pendler und Reisende eine erhebliche Beeinträchtigung. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, muss mit längeren Fahrzeiten, Ausfällen und überfüllten Bussen und Bahnen rechnen. Es empfiehlt sich, alternative Verkehrsmittel wie Fahrräder oder Taxis in Betracht zu ziehen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Auch das Arbeiten im Homeoffice könnte eine Option sein, um den Streik zu umgehen.

Für die Zukunft ist zu hoffen, dass die Tarifparteien bald eine Einigung erzielen können, um weitere Streiks und Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs zu vermeiden. Ein gut funktionierender ÖPNV ist essenziell für die Mobilität der Bevölkerung und die Attraktivität der Stadt München. (Lesen Sie auch: AFCON-Finale annulliert: Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger)
Informationen zum Warnstreik der VAG Nürnberg
Auch in Nürnberg kommt es zu Einschränkungen im Nahverkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der VAG (Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg) erneut zum Warnstreik aufgerufen. Dieser wird in erster Linie am Freitag, den 20. und Samstag, den 21. März 2026 jeweils ganztags Auswirkungen auf den Fahrbetrieb haben. Der Streikaufruf gilt bereits ab 18. März 2026, 22.00 Uhr für Beschäftigte der Buswerkstatt und endet am Sonntag, den 22. März 2026 mit Betriebsbeginn gegen 4.00 Uhr. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir sowohl am Mittwoch, den 18. als auch Donnerstag, den 19. März 2026 den Normalfahrplan anbieten können, also sowohl U-Bahnen, Straßenbahnen als auch Busse wie gewohnt verkehren. Zu größeren Einschränkungen kommt es dann aller Voraussicht nach am Freitag und am Samstag. Über weitere Details informiert die VAG.
FAQ zu den Auswirkungen des MVV-Streiks
Häufig gestellte Fragen zu mvv
Welche Verkehrsmittel sind vom MVV-Streik betroffen?
In München sind U-Bahnen, Trambahnen und Buslinien bis zur Nummer 199 vom Streik betroffen. Es ist mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen. Die S-Bahnen, die ebenfalls zum MVV gehören, sind nicht direkt betroffen, können aber durch das erhöhte Fahrgastaufkommen voller sein.
Wann genau beginnt und endet der MVV-Streik in München?
Der Streik in München beginnt am Mittwoch, den 19. März 2026, um 11:00 Uhr und soll bis zum Freitagmorgen, den 21. März 2026, um 4:00 Uhr andauern. In diesem Zeitraum ist mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. (Lesen Sie auch: Marokko Afrika Cup: nachträglich zum Sieger erklärt)
Gibt es einen Notfallplan während des MVV-Streiks?
Ja, die MVG plant, ein Notnetz einzurichten, um zumindest eine Grundversorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sicherzustellen. Allerdings ist mit erheblichen Einschränkungen und längeren Wartezeiten zu rechnen. Es empfiehlt sich, alternative Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen.
Wie können sich Fahrgäste über aktuelle Änderungen informieren?
Fahrgäste können sich über die MVV-Webseite, die MVG-App und über soziale Medien über die aktuelle Verkehrslage und eventuelle Änderungen im Fahrplan informieren. Es ist ratsam, dies vor Fahrtantritt zu tun.
Welche Alternativen gibt es zum MVV während des Streiks?
Als Alternativen zum MVV während des Streiks bieten sich Fahrräder, Taxis oder Fahrgemeinschaften an. Auch das Arbeiten im Homeoffice kann eine Option sein, um den Streik zu umgehen. Zudem sind die S-Bahnen, die nicht direkt bestreikt werden, eine mögliche Alternative.











