Nachdem die Migros bereits die Zusammenarbeit beendet hat, zieht nun auch Coop Konsequenzen: Die Getränke von Influencer Joung Gustav werden aus den Regalen genommen. Die Entscheidung von Coop hängt jedoch nicht mit den politischen Äußerungen Gustavs zusammen, die bereits zum Aus bei der Migros führten.

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Warum nimmt Coop Gustavs Getränke aus dem Sortiment?
Coop begründet die Auslistung von Gustavs Getränken mit wirtschaftlichen Überlegungen. Die Nachfrage nach den Produkten sei nicht ausreichend gewesen, um sie weiterhin im Sortiment zu führen. Dies stehe in keinem Zusammenhang mit den politischen Ansichten des Influencers oder den Entscheidungen anderer Detailhändler.
Zusammenfassung
- Coop nimmt Gustavs Getränke aus dem Sortiment, nicht aufgrund politischer Ansichten, sondern mangelnder Nachfrage.
- Die Migros beendete zuvor die Zusammenarbeit mit Gustav wegen dessen Äußerungen zur Asylpolitik.
- Die Entscheidungen von Coop und Migros sind unabhängig voneinander zu betrachten.
- Die Marke Gustav steht damit vor der Herausforderung, neue Vertriebswege zu finden.
Die Migros und die politische Kontroverse um Joung Gustav
Die Migros hatte zuvor die Zusammenarbeit mit Joung Gustav beendet, nachdem dieser sich in den sozialen Medien politisch zur Asylpolitik geäußert hatte. Diese Äußerungen hatten zu einer Kontroverse geführt, in deren Folge die Migros sich von dem Influencer distanzierte. Der Detailhändler betonte, dass die politischen Ansichten Gustavs nicht mit den Werten der Migros vereinbar seien. (Lesen Sie auch: Wetterprognose Schweiz: Winter-Comeback – Was Bedeutet das…)
Coop Migros Gustav: Zwei unterschiedliche Entscheidungen
Während die Migros also aufgrund politischer Differenzen die Reissleine zog, argumentiert Coop rein wirtschaftlich. Wie Blick berichtet, habe man die Entwicklung der Verkaufszahlen genau beobachtet und sei zu dem Schluss gekommen, dass sich die Produkte nicht ausreichend verkaufen, um weiterhin im Sortiment geführt zu werden. Es handele sich um eine unternehmerische Entscheidung, die unabhängig von den politischen Ansichten oder anderen Kontroversen getroffen wurde.
Welche Auswirkungen hat das für die Marke Gustav?
Der Verlust zweier großer Detailhändler wie Coop und Migros ist für die Marke Gustav ein herber Rückschlag. Das Unternehmen steht nun vor der Herausforderung, neue Vertriebswege zu finden und seine Produkte weiterhin an die Konsumenten zu bringen. Möglicherweise wird man sich verstärkt auf den Online-Handel oder kleinere, spezialisierte Geschäfte konzentrieren müssen.
Influencer-Marketing ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können Unternehmen von der Reichweite und dem Image der Influencer profitieren. Andererseits besteht immer das Risiko, dass politische oder ethische Fehltritte des Influencers negative Auswirkungen auf die Marke haben. (Lesen Sie auch: Unfall Hundwil: 92-Jähriger Kracht in Baumaschine)
Die Reaktion von Joung Gustav
Bislang hat sich Joung Gustav noch nicht öffentlich zu der Entscheidung von Coop geäußert. Es bleibt abzuwarten, wie er auf den Verlust eines weiteren wichtigen Vertriebspartners reagieren wird. Seine Social-Media-Kanäle, die oft als Sprachrohr für seine Meinungen dienen, könnten bald eine Stellungnahme zu der Situation beinhalten.
Der Fall zeigt, wie eng die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Influencern sein kann, und welche Konsequenzen politische Meinungsverschiedenheiten haben können. Während die Migros klare Kante zeigte und die Zusammenarbeit beendete, verfolgt Coop einen anderen Ansatz und argumentiert rein wirtschaftlich. Beide Entscheidungen verdeutlichen jedoch, dass Unternehmen heutzutage sorgfältig abwägen müssen, mit wem sie zusammenarbeiten und welche Werte sie vertreten wollen. Die Migros veröffentlichte eine Erklärung auf ihrer Webseite, in der sie ihre Entscheidung erläuterte und ihre Werte betonte Migros. Coop hingegen konzentrierte sich auf die wirtschaftlichen Aspekte, wie in einem Interview mit der Coop Zeitung zu lesen war.
Die Situation rund um Coop, Migros und Gustav zeigt, dass Unternehmen zunehmend unter Beobachtung stehen, wenn es um die Zusammenarbeit mit Influencern geht. Die Erwartungen der Konsumenten an ethisches und verantwortungsbewusstes Handeln steigen, und Unternehmen müssen darauf reagieren, um ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit zu wahren. Die Schweizer Regierung hat in der Vergangenheit Richtlinien für Influencer-Marketing veröffentlicht, um Transparenz und Fairness zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Staatsanwältin Wallis Kritik: Pilloud Zieht Konsequenzen)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Marke Gustav derzeit vor großen Herausforderungen steht. Während die Migros sich aufgrund politischer Differenzen distanzierte, argumentiert Coop rein wirtschaftlich. Für Gustav gilt es nun, neue Wege zu finden, um seine Produkte weiterhin erfolgreich zu vermarkten und seine Marke zu positionieren.
