Die Bundesregierung plant trotz hoher Energiekosten einen massiven Ausbau von Rechenzentren und Anwendungen künstlicher Intelligenz in Deutschland. Die Nationale Rechenzentrumsstrategie sieht vor, Deutschland als attraktiven Datenstandort in Europa zu etablieren und die Kapazitäten bis 2030 deutlich zu erhöhen.

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Zusammenfassung
- Verdopplung der Leistung allgemeiner Rechenzentren bis 2030 gegenüber 2025 geplant.
- Vervierfachung der Kapazitäten für künstliche Intelligenz bis 2030 angestrebt.
- Bundesregierung will Anreize schaffen und Nachhaltigkeit fördern.
- Keine Industriestrompreise für Rechenzentren aufgrund EU-Vorgaben.
Strategie für den Ausbau von Rechenzentren
Die am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedete nationale Strategie zielt darauf ab, Deutschland als führenden Datenstandort in Europa zu positionieren. Trotz der im internationalen Vergleich hohen Strompreise sollen die Kapazitäten von Rechenzentren und KI-Anwendungen massiv ausgebaut werden. Wie Stern berichtet, soll sich die Leistung allgemeiner Rechenzentren bis 2030 gegenüber 2025 mindestens verdoppeln, während die Kapazitäten für künstliche Intelligenz sich sogar mindestens vervierfachen sollen.
Welche Herausforderungen bestehen bei den Energiekosten?
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) räumte ein, dass die hohen Energiekosten eine Herausforderung darstellen. Er betonte jedoch, dass an Lösungen gearbeitet werde und eine große Nachfrage nach dem Bau von Rechenzentren in Deutschland bestehe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wies Forderungen nach verbilligtem Industriestrom für Rechenzentren zurück, da die Europäische Kommission diesbezüglich keine Handlungsspielräume lasse. (Lesen Sie auch: Spotify KI Remix: Musik Bald Selbst Remixen?)
Die EU-Kommission erlaubt verbilligten Industriestrom nur für Sektoren, die im internationalen Wettbewerb stehen und Güter auch außerhalb der EU exportieren. Dies trifft laut Kommission auf Rechenzentren nicht zu.
Warum ist eine nationale Rechenzentrumsstrategie notwendig?
Die Bundesregierung betont die Notwendigkeit der Strategie aufgrund des steigenden Bedarfs an Rechenleistung durch Cloud-Computing und KI-Anwendungen. Zudem bestehe aus Sicherheitsgründen ein Interesse daran, Daten in Deutschland zu speichern und zu verarbeiten, anstatt auf Servern im Ausland. Im internationalen Wettbewerb dominieren derzeit die USA und China, die zusammen rund 70 Prozent der weltweiten Rechenzentrumsleistung stellen.
Was bedeutet das für Bürger?
Die Nationale Rechenzentrumsstrategie soll langfristig die digitale Souveränität Deutschlands stärken. Davon profitieren Bürger indirekt durch sichere Datenverarbeitung und den Ausbau digitaler Dienstleistungen. Unternehmen versprechen sich Wettbewerbsvorteile durch den Einsatz von KI und Cloud-Technologien. Kritiker bemängeln jedoch die fehlenden Anreize für energieeffiziente Rechenzentren. (Lesen Sie auch: Veronica Ferres Tochter: Jetzt Wehrt Sie sich…)
USA und China halten zusammen rund 70 Prozent der weltweiten Rechenzentrumsleistung. Deutschland will seine Kapazitäten bis 2030 deutlich ausbauen.
Welche Maßnahmen sind geplant?
Die Strategie umfasst verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Baus und Betriebs neuer Rechenzentren. Dazu gehören Anreize für mehr Nachhaltigkeit, beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien und die Abwärmenutzung. Konkrete Förderprogramme und regulatorische Anpassungen sollen den Ausbau von Rechenzentren in Deutschland attraktiver machen. Die Rechenzentren sollen hohe Energiestandards erfüllen und zur Versorgungssicherheit beitragen.











