Die Aussage von Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn zum Thema Wehrpflicht, der sich für ein Modell aus acht Monaten Grundwehrdienst plus zwei Monaten Milizübungen ausgesprochen hatte, entspricht nicht der offiziellen Position der Partei. Wer hat das gesagt? Alma Zadic. Wann? Am Wochenende.

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Die wichtigsten Fakten
- Josef Schellhorn sprach sich für ein „8+2“-Modell bei der Wehrpflicht aus.
- Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos dementierte, dass dies die Parteilinie sei.
- Die Neos wollen ein neues Sicherheitsmodell entwickeln.
- Die Wehrpflicht ist ein seit Jahren diskutiertes Thema in Österreich.
Was bedeutet die Aussage von Hoyos zum Thema Neos Wehrpflicht?
Die Klarstellung von Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos bedeutet, dass die von Josef Schellhorn geäußerte Präferenz für ein „8+2“-Modell nicht die offizielle Position der Neos darstellt. Die Partei distanziert sich von diesem Vorschlag und arbeitet an einem eigenen, neuen Sicherheitsmodell, das noch nicht finalisiert ist.
Die Position der Neos zur Wehrpflicht
Die Neos arbeiten an einem neuen Sicherheitsmodell für Österreich, das offenbar von dem von Schellhorn favorisierten „8+2“-Modell abweicht. Details zu diesem neuen Modell sind bisher nicht bekannt. Die Partei betont, dass Schellhorns Äußerung nicht die offizielle Parteilinie widerspiegelt. Die Der Standard berichtet über die Klarstellung von Hoyos. (Lesen Sie auch: Schellhorn Wehrpflicht: Neos fordert Verlängerung nach 8+2-Modell)
Reaktionen auf Schellhorns Vorstoß
Schellhorns Vorstoß hatte für einige Verwirrung gesorgt, da er den Eindruck erweckte, die Neos würden ein bestimmtes Wehrpflichtmodell unterstützen. Durch die Klarstellung von Generalsekretär Hoyos soll nun verdeutlicht werden, dass die Partei noch an einer eigenen Position arbeitet und Schellhorns Aussage als Einzelmeinung zu werten ist.
Die Wehrpflicht in Österreich – ein Überblick
Die Wehrpflicht ist in Österreich seit Langem ein umstrittenes Thema. Nach einer Volksbefragung im Jahr 2013 wurde die allgemeine Wehrpflicht zwar beibehalten, jedoch wird seither immer wieder über alternative Modelle und eine mögliche Abschaffung diskutiert. Derzeit beträgt die reguläre Dienstzeit beim Bundesheer sechs Monate. Zivildienst ist als Alternative möglich. Das österreichische Bundesheer bietet Informationen zum Grundwehrdienst.
Die Wehrpflicht in Österreich ist in der Verfassung verankert. Eine Änderung würde eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat erfordern. (Lesen Sie auch: Neos Wehrpflicht: Keine Volksbefragung – das Sind…)
Wie geht es weiter mit der Neos Wehrpflicht-Debatte?
Häufig gestellte Fragen
Welche Modelle zur Wehrpflicht gibt es in Österreich?
Neben dem aktuellen Modell mit sechs Monaten Grundwehrdienst gibt es Vorschläge für ein Berufsheer, eine Milizarmee oder eben Modelle mit unterschiedlich langen Dienstzeiten und verpflichtenden Übungen. Auch die Möglichkeit eines freiwilligen sozialen Jahres wird diskutiert. (Lesen Sie auch: Neos Wehrpflicht: Keine Volksbefragung – Warum die…)

Warum ist die Wehrpflicht in Österreich so umstritten?
Befürworter sehen in der Wehrpflicht einen wichtigen Beitrag zur Landesverteidigung und zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft des Bundesheeres. Gegner argumentieren, dass sie eine unnötige Belastung für junge Männer darstellt und es effizientere Alternativen gibt.
Welche Rolle spielt der Zivildienst in Österreich?
Der Zivildienst ist eine Alternative zum Wehrdienst und wird vor allem im sozialen Bereich geleistet, beispielsweise in Krankenhäusern, Altersheimen oder bei Rettungsdiensten. Er dauert neun Monate und ist ebenfalls verpflichtend, wenn man nicht zum Bundesheer geht.
Welche anderen Parteien haben sich zur Wehrpflicht geäußert?
Die ÖVP bekennt sich traditionell zur Wehrpflicht, während die SPÖ und die Grünen eher für ein Berufsheer oder eine Freiwilligenarmee plädieren. Die FPÖ spricht sich ebenfalls für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus. (Lesen Sie auch: Landesverteidigung Deutschland: Aufrüstung oder Wehrpflicht-Debatte?)





