Neuschnee Schweiz: In den Schweizer Alpen erleben wir ein überraschendes Winter-Comeback. Innerhalb weniger Tage fällt gebietsweise bis zu einem Meter Neuschnee. Betroffen sind vor allem die höheren Lagen der Alpenregionen, wo die Schneefallgrenze deutlich gesunken ist. Verantwortlich dafür ist ein Tiefdruckgebiet, das kalte Luftmassen aus Norden nach Mitteleuropa bringt.

+
- Warum bringt das Winter-Comeback so viel Neuschnee in die Schweiz?
- Aktuelle Schneefallgebiete und Schneehöhen in der Schweiz
- Auswirkungen auf den Straßenverkehr und den Tourismus
- Wie hoch ist die aktuelle Lawinengefahr in den Schweizer Alpen?
- Sicherheitsvorkehrungen und Verhalten bei Schneefall
- Ausblick auf die kommenden Tage
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Bis zu einem Meter Neuschnee in den Schweizer Alpen.
- Stürmische Böen begleiten den Schneefall.
- Lawinengefahr steigt in den betroffenen Gebieten.
- Winterausrüstung für Autofahrer ist unerlässlich.
Warum bringt das Winter-Comeback so viel Neuschnee in die Schweiz?
Das Winter-Comeback mit ergiebigem Neuschnee in der Schweiz ist auf das Zusammentreffen mehrerer Faktoren zurückzuführen. Ein Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa saugt kalte Polarluft an und führt sie in die Alpen. Diese kalten Luftmassen treffen auf feuchte Luft, was zu intensiven Schneefällen führt. Die Topographie der Alpen verstärkt diesen Effekt zusätzlich, indem sie die Luftmassen zum Aufsteigen zwingt, was die Niederschlagsbildung weiter begünstigt.
Aktuelle Schneefallgebiete und Schneehöhen in der Schweiz
Besonders betroffen von den starken Schneefällen sind die Gebiete Graubünden, Wallis und die Zentralschweiz. Laut SRF Meteo wurden in den letzten 48 Stunden in einigen Regionen bereits über 50 Zentimeter Neuschnee gemessen. In den Hochlagen oberhalb von 2000 Metern sind sogar bis zu einem Meter Neuschnee gefallen. Die Schneefallgrenze liegt derzeit zwischen 800 und 1200 Metern, sodass auch tiefer gelegene Orte mit Schneefall rechnen müssen. Die genauen Schneehöhen variieren je nach Region und Exposition.
Aufgrund der starken Schneefälle und der stürmischen Winde besteht eine erhöhte Lawinengefahr. Skifahrer und Tourengeher sollten sich vorab über die aktuelle Lawinensituation informieren und die Warnhinweise der Behörden beachten. (Lesen Sie auch: Wintereinbruch Schweiz bringt Schnee bis Ins Flachland!)
Auswirkungen auf den Straßenverkehr und den Tourismus
Die Schneefälle haben erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr in den betroffenen Gebieten. Viele Bergstraßen sind nur mit Winterausrüstung befahrbar oder mussten zeitweise gesperrt werden. Autofahrer sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren und ausreichend Zeit einplanen. Auch der öffentliche Nahverkehr kann durch die Schneefälle beeinträchtigt sein. Für den Tourismus bedeuten die Schneefälle einerseits eine willkommene Verlängerung der Skisaison, andererseits aber auch Einschränkungen und Sicherheitsrisiken. Wie Blick berichtet, sind einige Skigebiete aufgrund der starken Schneefälle vorübergehend geschlossen worden.
Wie hoch ist die aktuelle Lawinengefahr in den Schweizer Alpen?
Die aktuelle Lawinengefahr in den Schweizer Alpen ist regional unterschiedlich, liegt aber in vielen Gebieten bei Stufe 3 („erheblich“) oder sogar Stufe 4 („groß“) auf der fünfteiligen europäischen Gefahrenskala. Dies bedeutet, dass spontane Lawinenabgänge möglich sind und auch durch geringe Zusatzbelastung, beispielsweise durch Skifahrer oder Snowboarder, Lawinen ausgelöst werden können. Der Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF gibt täglich aktuelle Lawinenbulletins heraus, die detaillierte Informationen zur Lawinensituation in den einzelnen Regionen enthalten.
Die Lawinengefahr wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Schneemenge, die Schneequalität, die Temperatur, die Windverhältnisse und die Geländeneigung.
Sicherheitsvorkehrungen und Verhalten bei Schneefall
Bei starkem Schneefall und erhöhter Lawinengefahr sollten Skifahrer und Tourengeher folgende Sicherheitsvorkehrungen beachten: Informieren Sie sich vorab über die aktuelle Lawinensituation und die Wettervorhersage. Bleiben Sie auf den markierten Pisten und Wegen. Vermeiden Sie steiles Gelände und ungesicherte Hänge. Führen Sie eine Lawinenausrüstung mit (Lawinenschaufel, Lawinensonde, Lawinenverschüttetensuchgerät). Machen Sie sich mit der Bedienung der Lawinenausrüstung vertraut. Gehen Sie nicht alleine ins Gelände. Melden Sie sich bei der Bergwacht oder der Polizei, wenn Sie eine Lawine beobachten. Autofahrer sollten Winterreifen aufziehen und Schneeketten mitführen. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen an. Halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Vermeiden Sie unnötige Fahrten. (Lesen Sie auch: Schnee Schweiz: Schneechaos in der: Neuschnee)
Ausblick auf die kommenden Tage
Die Wetterprognosen für die kommenden Tage deuten auf eine Fortsetzung der winterlichen Verhältnisse in den Schweizer Alpen hin. Es wird weiterhin mit Schneefall gerechnet, insbesondere in den höheren Lagen. Die Temperaturen bleiben niedrig, sodass die Schneefallgrenze voraussichtlich nicht wesentlich ansteigen wird. Die Lawinengefahr bleibt weiterhin erhöht. Es ist ratsam, die Wetterentwicklung und die Lawinenwarnungen genau zu verfolgen, um sich entsprechend vorbereiten zu können. Laut MeteoSchweiz ist in den nächsten Tagen mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, die die Schneehöhen weiter ansteigen lassen werden. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Vorsicht walten zu lassen und die Warnhinweise ernst zu nehmen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Regionen in der Schweiz sind am stärksten vom Neuschnee betroffen?
Die Regionen Graubünden, Wallis und die Zentralschweiz sind am stärksten vom Neuschnee betroffen. In diesen Gebieten sind in den letzten Tagen die größten Schneemengen gefallen, teilweise bis zu einem Meter in den Hochlagen. (Lesen Sie auch: Wetter Schweiz: Stürmisches in der: Schnee, Regen)
Wie wirkt sich der Neuschnee auf den Straßenverkehr in der Schweiz aus?
Der Neuschnee beeinträchtigt den Straßenverkehr erheblich. Viele Bergstraßen sind nur mit Winterausrüstung befahrbar oder mussten zeitweise gesperrt werden. Autofahrer sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Was bedeutet eine Lawinengefahr der Stufe 3 in den Schweizer Alpen?
Eine Lawinengefahr der Stufe 3 („erheblich“) bedeutet, dass spontane Lawinenabgänge möglich sind und auch durch geringe Zusatzbelastung, beispielsweise durch Skifahrer, Lawinen ausgelöst werden können. Vorsicht ist geboten.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinensituation in der Schweiz?
Aktuelle Informationen zur Lawinensituation in der Schweiz finden Sie auf der Website des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Dort werden täglich Lawinenbulletins veröffentlicht.
Welche Ausrüstung benötige ich für eine Skitour bei erhöhter Lawinengefahr in der Schweiz?
Für eine Skitour bei erhöhter Lawinengefahr benötigen Sie eine Lawinenausrüstung, bestehend aus Lawinenschaufel, Lawinensonde und Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS). Es ist wichtig, dass Sie sich mit der Bedienung der Ausrüstung vertraut machen. (Lesen Sie auch: Lawinenwarnung Aktuell: 50 CM Neuschnee – Gefahrenstufe…)
Das aktuelle Winter-Comeback mit reichlich Neuschnee in der Schweiz bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Während die Lawinengefahr und die Beeinträchtigungen im Straßenverkehr Anlass zur Vorsicht geben, freuen sich viele Skifahrer und Tourismusbetriebe über die willkommene Verlängerung der Skisaison. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in den kommenden Tagen entwickelt und welche Auswirkungen dies auf die Schneeverhältnisse und die Sicherheit in den Bergen haben wird.

