„Ich bin überzeugt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt.“ Mit dieser Überzeugung konfrontiert uns Shahrbanoo Sadat in ihrem Film „No Good Men“. Ein mutiges Statement, das vor dem Hintergrund des drohenden Taliban-Regimes in Kabul 2021 eine besondere Brisanz erhält. Der Film, der auf der Berlinale 2026 gefeiert wurde, ist mehr als nur eine Romanze; er ist ein Spiegelbild einer Gesellschaft am Scheideweg. Unser Eindruck: Ein berührender und wichtiger Film, der lange nachwirkt.

| Titel | No Good Men |
|---|---|
| Originaltitel | No Good Men |
| Regie | Shahrbanoo Sadat |
| Drehbuch | Shahrbanoo Sadat |
| Besetzung | Sadat Shahrbanoo, Qodrat Qalandari, Masihullah Tafakori |
| Genre | Romantische Tragikomödie |
| Kinostart/Streaming-Start | Berlinale 2026 |
| Produktion | Afghanistan |
Shahrbanoo Sadats „No Good Men“: Ein Blick auf Afghanistan im Umbruch
No Good Men? Diese Frage stellt sich Naru, die Protagonistin des Films, immer wieder. Als Kamerafrau bei Kabul TV navigiert sie durch eine von Männern dominierte Welt, in der sexistische Kommentare und konservative Ansichten an der Tagesordnung sind. Doch dann trifft sie auf den Reporter Qodrat, und ihre Überzeugung gerät ins Wanken. Die Romanze zwischen Naru und Qodrat ist jedoch nur ein Teil des Films. Der drohende Fall von Kabul an die Taliban bildet einen düsteren Hintergrund, der die Geschichte zusätzlich auflädt.

Wie spiegelt „No Good Men“ die Realität in Afghanistan wider?
Shahrbanoo Sadat gelingt es, die Zerrissenheit der afghanischen Gesellschaft in jenen Tagen einzufangen. Da ist der joviale Taliban-Führer, der im Interview seine Maske fallen lässt, als er erkennt, dass die Kamerafrau eine Afghanin ist. Da sind die Schusswechsel und Explosionen, die die latente Bedrohung durch den Terrorismus verdeutlichen. Und da sind die tief verwurzelten misogynen Strukturen, die das Leben von Frauen wie Naru bestimmen. Der Film ist ein realistisches Porträt einer Gesellschaft, die sich in einem Zustand des Umbruchs befindet.
Die Kameraarbeit von Virginie Surdej fängt die Schönheit und Härte Afghanistans gleichermaßen ein. Die Bilder sind oft von einer melancholischen Schönheit, die die Tragik der Situation noch verstärkt. Der Schnitt ist präzise und lässt dem Zuschauer kaum Zeit zum Durchatmen. Die Musik unterstreicht die emotionalen Momente und verstärkt die Spannung. Laut Die Zeit ist „No Good Men“ ein „romantische Tragikomödie mit drastischem politischen Hintergrund“. (Lesen Sie auch: Robert Pattinson Batman Vorsprechen: Log Er Christopher…)
Serien-Fakten
- Der Film spielt im Jahr 2021, kurz vor der Machtübernahme der Taliban.
- Naru ist die einzige Kamerafrau bei Kabul TV.
- Die Romanze zwischen Naru und Qodrat steht im Zentrum der Handlung.
- Der Film thematisiert die Rolle der Frau in der afghanischen Gesellschaft.
Was unterscheidet „No Good Men“ von anderen Filmen über Afghanistan?
Viele Filme über Afghanistan konzentrieren sich auf den Krieg und den Terrorismus. „No Good Men“ geht einen anderen Weg. Der Film zeigt das Leben der Menschen im Alltag, ihre Hoffnungen und Ängste, ihre Liebe und ihren Schmerz. Er konzentriert sich auf die menschlichen Beziehungen und die kleinen Gesten, die in einer von Gewalt geprägten Welt so wichtig sind. Dieser Fokus auf das Alltagsleben macht den Film so berührend und authentisch.
Im Gegensatz zu Dokumentationen, die oft versuchen, die Realität objektiv darzustellen, wählt Sadat einen romantischen Ansatz. Die Liebesgeschichte zwischen Naru und Qodrat verleiht dem Film eine zusätzliche Ebene und macht ihn zugänglicher. Gleichzeitig verliert der Film nie den Bezug zur Realität. Die politischen und sozialen Umstände werden nicht ausgeblendet, sondern bilden einen integralen Bestandteil der Handlung. Wie die Deutsche Welle berichtet, ist der Film ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über die Situation in Afghanistan. Deutsche Welle
Shahrbanoo Sadat, die Regisseurin des Films, stammt selbst aus Afghanistan und hat einen Teil ihrer Kindheit in einem Flüchtlingslager verbracht.
Welche filmischen Mittel setzt Sadat ein, um die Geschichte zu erzählen?
Sadat bedient sich einer Mischung aus Realismus und Romantik, um die Geschichte von Naru und Qodrat zu erzählen. Die Kameraarbeit ist oft dokumentarisch, was dem Film eine hohe Authentizität verleiht. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder Momente der Poesie und Schönheit, die die Hoffnung und die Sehnsucht der Figuren widerspiegeln. Der Film ist ein Balanceakt zwischen Tragödie und Komödie, zwischen Realität und Traum. (Lesen Sie auch: Mission Impossible Netflix Erobert die Streaming-Charts!)
Der Schnitt ist dynamisch und hält das Tempo hoch. Die Musik ist zurückhaltend, aber wirkungsvoll. Sie unterstreicht die emotionalen Momente und verstärkt die Spannung. Die Dialoge sind realistisch und authentisch. Die Schauspieler agieren überzeugend und verleihen ihren Figuren Tiefe und Glaubwürdigkeit. Der Film ist ein Beispiel für ein gelungenes Zusammenspiel aller filmischen Elemente.
Für wen lohnt sich „No Good Men“?
„No Good Men“ ist ein Film für alle, die sich für Afghanistan und die Situation der Frauen in diesem Land interessieren. Er ist ein Film für alle, die berührende Geschichten mit politischem Hintergrund schätzen. Wer Filme wie „Osama“ oder „Die Sehnsucht der Schwestern“ mochte, wird hier auf seine Kosten kommen. Der Film ist jedoch kein leichter Stoff und erfordert eine gewisse Bereitschaft, sich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Wer einen unterhaltsamen Abend sucht, ist hier fehl am Platz. Wer aber bereit ist, sich auf eine intensive und bewegende Filmerfahrung einzulassen, wird mit „No Good Men“ belohnt. Laut IMDb ist der Film ein Muss für alle Cineasten. IMDb
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema von „No Good Men“?
Der Film thematisiert die Situation der Frauen in Afghanistan kurz vor der Machtübernahme der Taliban und die Schwierigkeit, in einer von Männern dominierten Gesellschaft seinen eigenen Weg zu gehen. Er beleuchtet auch die Frage, ob es in einer solchen Umgebung überhaupt „gute Männer“ geben kann.
Wo und wann spielt die Handlung von „No Good Men“?
Die Handlung spielt im Jahr 2021 in Kabul, Afghanistan, kurz vor dem Fall der Stadt an die Taliban. Der Film zeigt das Leben der Menschen in dieser Übergangszeit, zwischen Hoffnung und Angst.
Welche Rolle spielt die Romanze zwischen Naru und Qodrat in „No Good Men“?
Die Romanze zwischen Naru und Qodrat ist ein zentrales Element des Films. Sie stellt Narus Überzeugung, dass es keine guten Männer gibt, in Frage und zeigt, dass Liebe und Hoffnung auch in schwierigen Zeiten möglich sind.
Was macht „No Good Men“ zu einem besonderen Film über Afghanistan?
„No Good Men“ unterscheidet sich von anderen Filmen über Afghanistan durch seinen Fokus auf das Alltagsleben der Menschen und die menschlichen Beziehungen. Der Film vermeidet Klischees und zeigt ein realistisches und berührendes Porträt einer Gesellschaft im Umbruch. (Lesen Sie auch: Harry Potter Serie Neuverfilmung: Star Deutet große…)
Wer ist die Regisseurin von „No Good Men“ und was macht ihre Perspektive besonders?
Die Regisseurin von „No Good Men“ ist Shahrbanoo Sadat, die selbst aus Afghanistan stammt. Ihre persönliche Erfahrung und ihr Wissen über die afghanische Kultur verleihen dem Film eine besondere Authentizität und Glaubwürdigkeit.
Shahrbanoo Sadats „No Good Men“ ist ein wichtiger und berührender Film, der einen Einblick in die afghanische Gesellschaft kurz vor der Machtübernahme der Taliban gewährt. Der Film ist mehr als nur eine Romanze; er ist ein Spiegelbild einer Gesellschaft am Scheideweg und ein Appell für die Rechte der Frauen. Ein Film, der noch lange nachwirkt und zum Nachdenken anregt.

