Norbert Gstrein, einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller der Gegenwart, hat mit „Im ersten Licht“ einen neuen Roman veröffentlicht. Das Werk, das am heutigen 16. Februar 2026 in den Buchhandlungen erscheint, thematisiert die Auseinandersetzung mit Kriegserfahrungen und die Frage nach individueller Schuld und Verantwortung in Zeiten des Umbruchs.

Norbert Gstrein: Ein Meister der literarischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen
Norbert Gstrein, geboren 1961 in Tirol, hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht, indem er in seinen Romanen komplexe gesellschaftliche und politische Themen aufgreift und literarisch verarbeitet. Seine Werke zeichnen sich durch eine präzise Sprache, psychologische Tiefenschärfe und eine kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Geschichte und Identität aus. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die englische Küste“, „Der zweite Jakob“ und „Als ich jung war“, für den er 2008 mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. (Lesen Sie auch: Cagliari – Us Lecce: gegen: Aufstellung, Übertragung)
„Im ersten Licht“: Ein Roman über Krieg, Schuld und Mitläufertum
In seinem neuen Roman „Im ersten Licht“ widmet sich Norbert Gstrein der Frage, wie Menschen in Zeiten des Krieges leben und wie sie mit Schuld und Verantwortung umgehen. Die Hauptfigur des Romans ist Adrian Reiter, der 1901 geboren wird und dessen Leben von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts geprägt ist. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, reiht sich Gstrein damit ein in eine Reihe von Autoren, die sich mit den Nachwirkungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen.
Die Geschichte von Adrian Reiter
Adrian Reiter erlebt zwei Weltkriege und die schwierige Nachkriegszeit, ohne selbst aktiv an den Kämpfen teilzunehmen. Sein Vater, ein überzeugter Sozialist, verhindert, dass Adrian in den Krieg ziehen muss, indem er ihn als Jugendlichen mit einem Axthieb in den Unterschenkel wehruntüchtig macht. Adrian wird somit zum Beobachter und Chronisten seiner Zeit, der die Auswirkungen des Krieges auf seine Familie, seine Freunde und seine Umgebung miterlebt. Laut Oberösterreichischen Nachrichten zeichnet Gstrein das Bild eines Mannes, der sich durch die Wirren des 20. Jahrhunderts kämpft. (Lesen Sie auch: Robert Duvall Filme: Hollywood-Legende mit 95 Jahren)
Themen des Romans
Der Roman thematisiert die Frage nach der individuellen Schuld und Verantwortung in Zeiten des Krieges. Adrian Reiter ist zwar nicht direkt an den Kriegshandlungen beteiligt, aber er muss sich dennoch fragen, ob er durch sein Schweigen und seine Passivität nicht eine Mitschuld an den Verbrechen seiner Zeit trägt. Gstrein beleuchtet in seinem Roman die Grauzonen zwischen Täterschaft und Opferschaft und stellt die Frage, wie man in einer Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit moralisch handeln kann.
Reaktionen und Einordnung
Die ersten Reaktionen auf „Im ersten Licht“ sind überwiegend positiv. Kritiker loben Gstreins präzise Sprache, seine psychologische Tiefenschärfe und seine Fähigkeit, komplexe Themen literarisch zu verarbeiten. Carsten Otte vom SWR betont, dass Gstrein sich mit diesem Buch noch einmal neu erfunden habe, ohne dabei seine klassischen Stärken zu vernachlässigen. Er lobt Gstreins elegante Satzgirlanden, mit denen er seine Figuren quasi einwickelt. (Lesen Sie auch: Olympia 2026 Eiskunstlauf übertragung: 2026)
Norbert Gstrein: Was bedeutet „Im ersten Licht“ für sein Gesamtwerk?
„Im ersten Licht“ ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum Werk von Norbert Gstrein. Der Roman bestätigt Gstreins Ruf als einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller der Gegenwart und zeigt, dass er sich auch weiterhin mit den großen Fragen unserer Zeit auseinandersetzt. Gstrein gelingt es, die Leser zum Nachdenken anzuregen und sie mit den moralischen Dilemmata unserer Zeit zu konfrontieren.Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Buch einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der österreichischen Geschichte und Identität leisten wird und dass es auch international auf großes Interesse stoßen wird.

FAQ zu Norbert Gstrein und seinem neuen Roman
Häufig gestellte Fragen zu norbert gstrein
Worum geht es in Norbert Gstreins neuem Roman „Im ersten Licht“?
Der Roman thematisiert die Auseinandersetzung mit Kriegserfahrungen und die Frage nach individueller Schuld und Verantwortung in Zeiten des Umbruchs. Im Mittelpunkt steht Adrian Reiter, der zwei Weltkriege erlebt, ohne selbst aktiv an den Kämpfen teilzunehmen. (Lesen Sie auch: HSV Sondertrikot: Hommage an 1887 Bundesligaspiele)
Welche Themen behandelt Norbert Gstrein in seinen Werken häufig?
Gstrein greift in seinen Romanen oft komplexe gesellschaftliche und politische Themen auf und verarbeitet sie literarisch. Er setzt sich kritisch mit der österreichischen Geschichte und Identität auseinander und beleuchtet die Grauzonen zwischen Täterschaft und Opferschaft.
Für welches seiner Bücher wurde Norbert Gstrein mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet?
Norbert Gstrein wurde im Jahr 2008 für seinen Roman „Als ich jung war“ mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Das Buch erzählt die Geschichte einer Jugend in den 1970er Jahren in einem Tiroler Dorf.
Was zeichnet Norbert Gstreins Schreibstil aus?
Gstreins Werke zeichnen sich durch eine präzise Sprache, psychologische Tiefenschärfe und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen aus. Er versteht es, komplexe Themen auf eine zugängliche und dennoch anspruchsvolle Weise zu verarbeiten.
Wie wird Norbert Gstreins neuer Roman „Im ersten Licht“ von Kritikern aufgenommen?
Die ersten Reaktionen auf „Im ersten Licht“ sind überwiegend positiv. Kritiker loben Gstreins präzise Sprache, seine psychologische Tiefenschärfe und seine Fähigkeit, komplexe Themen literarisch zu verarbeiten.
| Titel | Erscheinungsjahr |
|---|---|
| Die englische Küste | 1999 |
| Der zweite Jakob | 2003 |
| Als ich jung war | 2008 |
| Eine Ahnung vom Meer | 2013 |
| Im ersten Licht | 2026 |
Weitere Informationen zu Norbert Gstrein und seinem Werk finden Sie auf der Website des Literaturhauses Wien.
