Eine Stadt versinkt im Schlamm, Häuser werden zu Gräbern: Die norwegische Miniserie auf Netflix, „Das Beben“, inszeniert eine Naturkatastrophe von apokalyptischem Ausmaß. Doch was macht diese Produktion so sehenswert, dass sie innerhalb von zwei Jahren über 95 Millionen Aufrufe generieren konnte? Norwegische Miniserie Netflix steht dabei im Mittelpunkt.

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| Titel | Das Beben |
| Originaltitel | Skjelvet |
| Regie | John Andreas Andersen |
| Drehbuch | John Andreas Andersen, Harald Rosenløw-Eeg, Lars Gudmestad |
| Besetzung | Kristoffer Joner, Ane Dahl Torp, Jonas Hoff Oftebro |
| Genre | Action, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Streaming-Start | 2018 |
| Plattform | Netflix |
| FSK | 16 |
| Produktion | Fantefilm Fiksjon |
Unser Eindruck: Ein packender Katastrophenfilm, der mit beeindruckenden Spezialeffekten und einer glaubwürdigen Geschichte fesselt.
Die Angst vor dem nächsten Knall
Oslo, 2018: Fünf Jahre sind seit dem verheerenden Erdrutsch in Geiranger vergangen, der den Geologen Kristian Eikfjord (Kristoffer Joner) traumatisiert hat. Als in Oslo unerklärliche seismische Aktivitäten auftreten, befürchtet er das Schlimmste: Ein Beben, das die norwegische Hauptstadt in Schutt und Asche legen könnte. Seine Warnungen werden jedoch ignoriert – bis es zu spät ist.
Anders als viele andere Katastrophenfilme, die sich auf spektakuläre Zerstörung konzentrieren, legt „Das Beben“ Wert auf die psychologischen Auswirkungen der drohenden Gefahr. Die Kameraarbeit fängt die beklemmende Atmosphäre der Ungewissheit eindrücklich ein, während der Schnitt die Spannung kontinuierlich steigert. Wer Filme wie „The Wave – Die Todeswelle“ mochte, wird hier bestens unterhalten. (Lesen Sie auch: Young Sherlock Staffel 2: Geht die Serie…)
Was unterscheidet „Das Beben“ von anderen Katastrophenfilmen?
Während Hollywood-Produktionen oft auf globale Bedrohungsszenarien setzen, konzentriert sich die norwegische Miniserie auf ein lokales Ereignis und seine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Spezialeffekte sind zwar beeindruckend, stehen aber nicht im Vordergrund. Stattdessen rückt das menschliche Drama in den Fokus: Die Angst, die Verzweiflung und der Überlebenswille der Betroffenen.
Die Musik von Johan Söderqvist unterstreicht die bedrohliche Stimmung des Films und verstärkt die emotionale Wirkung der Geschichte. Auch die Leistungen der Schauspieler tragen maßgeblich zur Glaubwürdigkeit des Films bei. Kristoffer Joner überzeugt als gepeinigter Geologe, der alles daran setzt, seine Familie zu retten.
Serien-Fakten
- „Das Beben“ ist eine Fortsetzung des Films „The Wave – Die Todeswelle“ (2015).
- Der Film wurde an Originalschauplätzen in Oslo gedreht.
- Für die Spezialeffekte waren mehrere internationale Unternehmen verantwortlich.
- Die Dreharbeiten dauerten über 50 Tage.
Wie realistisch ist das dargestellte Szenario?
Wie Moviepilot.de berichtet, basiert die Handlung von „Das Beben“ auf einem realen Risiko. Norwegen ist ein seismisch aktives Gebiet, und ein größeres Erdbeben in Oslo ist durchaus denkbar. Geologen der Universität Bergen untersuchen die Erdbebenrisiken in der Region. Die Serie dient somit auch als Mahnung, die potenziellen Gefahren von Naturkatastrophen nicht zu unterschätzen.
Die norwegische Filmindustrie hat sich in den letzten Jahren einen Namen für hochwertige Katastrophenfilme gemacht. „Das Beben“ ist ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung und zeigt, dass auch mit begrenztem Budget und Fokus auf die Geschichte fesselnde Unterhaltung geboten werden kann. (Lesen Sie auch: Erster Trailer zu Henry Cavills verlorenem Actionfilm:…)
Die Produktionskosten von „Das Beben“ beliefen sich auf rund 6 Millionen Euro. Zum Vergleich: Hollywood-Blockbuster kosten oft ein Vielfaches davon.
Für wen lohnt sich „Das Beben“?
„Das Beben“ ist ein Muss für alle Fans von Katastrophenfilmen, die Wert auf eine realistische Darstellung und eine spannende Geschichte legen. Wer Filme wie „2012“ oder „San Andreas“ erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Wer aber einen Film sucht, der unterhält und zum Nachdenken anregt, ist hier genau richtig. Die Serie ist auf Netflix verfügbar.
Auch Zuschauer, die sich für Geologie und Naturkatastrophen interessieren, werden „Das Beben“ mit Gewinn sehen. Der Film bietet einen Einblick in die potenziellen Gefahren, die von Erdbeben ausgehen, und zeigt, wie wichtig es ist, sich auf solche Ereignisse vorzubereiten. Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) bietet Informationen und Forschungsergebnisse zum Thema Erdbeben.

Häufig gestellte Fragen
Welche anderen norwegischen Filme sind empfehlenswert?
Neben „Das Beben“ und „The Wave“ sind auch „Troll“ und „The 12th Man“ sehenswerte norwegische Produktionen. „Troll“ ist ein Fantasy-Actionfilm, während „The 12th Man“ eine wahre Geschichte über einen norwegischen Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg erzählt.
Gibt es eine Fortsetzung von „Das Beben“?
Bisher gibt es keine offizielle Ankündigung für eine Fortsetzung von „Das Beben“. Angesichts des Erfolgs des Films ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass eine weitere Fortsetzung in Planung ist.
Wie hoch ist das Erdbebenrisiko in Deutschland?
Deutschland ist im Vergleich zu anderen Regionen der Welt ein Gebiet mit geringer Erdbebenaktivität. Dennoch gibt es auch hier Regionen, in denen Erdbeben auftreten können, insbesondere im Rheingraben und in Süddeutschland. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert über das Verhalten bei Erdbeben. (Lesen Sie auch: Pulp Fiction-Star kritisiert Quentin Tarantino wegen eines…)
Wo kann man sich über Erdbeben informieren?
Informationen über Erdbeben finden Sie auf den Webseiten des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ), des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der jeweiligen Landeserdbebendienste.

















