Der öpnv Streik Aktuell betrifft mehrere Bundesländer: Verdi hat für Donnerstag erneut zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, aber auch in München ruhen die Busse und Bahnen.

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Erneute Einschränkungen im Nahverkehr
Pendler und Reisende müssen sich erneut auf Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen.
Wie Stern berichtet, sollen am Donnerstag in mindestens sechs Bundesländern die Fahrzeuge in den Depots bleiben. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen (NRW) und Sachsen-Anhalt. Auch in München wird gestreikt, dort hat der Ausstand bereits am Vortag begonnen. (Lesen Sie auch: Nahverkehr Streik Samstag: Busse und Bahnen fallen)
Wo wird aktuell gestreikt?
Die aktuellen Streiks im ÖPNV konzentrieren sich auf mehrere Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen ist es bereits der zweite Nahverkehrs-Ausstand innerhalb einer Woche. In Sachsen-Anhalt dauern die Arbeitskämpfe vielerorts bis einschließlich Sonntag an. In Bayerns Hauptstadt München sind Busse und Bahnen ebenfalls betroffen.
Das ist passiert
- Verdi ruft zu erneuten Warnstreiks im ÖPNV auf.
- Mindestens sechs Bundesländer betroffen, darunter NRW, Hamburg und Sachsen-Anhalt.
- In NRW bereits der zweite Ausstand diese Woche, in Sachsen-Anhalt Streiks bis Sonntag.
- Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.
Welche Auswirkungen haben die Streiks?
In den betroffenen Regionen kommt es in der Regel zu Ausfällen von Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen. Die Deutsche Bahn mit ihren Regionalzügen und S-Bahnen ist von den Streiks nicht betroffen. Auch die Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen werden nicht bestreikt.
Für Reisende bedeutet dies, sich auf alternative Transportmittel einzustellen oder längere Fahrzeiten einzuplanen. Betroffene sollten sich im Vorfeld über die aktuelle Lage informieren. (Lesen Sie auch: Ringen mit Commerzbank: Unicredit will Übernahmegespräche von…)
Worum geht es in den Tarifverhandlungen?
Es handelt sich um den dritten großflächig koordinierten Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen Bundesländern führt. In den meisten Bundesländern geht es bei den Verhandlungen um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln beispielsweise Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten.
Wie das Verdi bekannt gab, wird in Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt. Die Gewerkschaftsmitglieder werden dort nun befragt, ob ihnen das Ergebnis ausreicht. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben, dem größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, beginnt die nächste Verhandlungsrunde. (Lesen Sie auch: Olearius Cum Ex: 40 Millionen Euro Strafe…)

Wie geht es weiter?
Die Tarifverhandlungen gestalten sich schwierig. „In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang“, teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, kürzlich mit. Die Arbeitgeberseite verweist auf schwierige Zeiten.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Streiks den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen und zu einer Einigung führen können. Pendler und Reisende müssen sich weiterhin auf mögliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Niedersachsen ist bisher von Arbeitskämpfen verschont geblieben, da dort bis Ende März eine Friedenspflicht gilt.
Das Portal deutschland.de bietet Informationen zum Thema Tarifverhandlungen in Deutschland.












