Mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) plant Holger Friedrich, Verleger der Berliner Zeitung, ein neues Medienprojekt, das bereits im Vorfeld für Diskussionen sorgt. Ziel ist es, ein ostdeutsches Leitmedium zu schaffen, das eine emanzipierte Perspektive auf gesellschaftliche Debatten bietet.

Hintergrund: Ein neues ostdeutsches Leitmedium
35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sehen Silke und Holger Friedrich den Bedarf für ein neues Medium, das die Perspektiven und Erfahrungen der Menschen im Osten Deutschlands in den Vordergrund stellt. Die Berliner Zeitung veröffentlichte ein Interview mit den beiden Herausgebern, in dem sie ihre Motivation und Ziele erläutern. Sie argumentieren, dass es ein ostdeutsches Leitmedium braucht, um emanzipiert an gesellschaftlichen Debatten teilzunehmen und eigene Perspektiven einzubringen – ohne Denunziation, Verzerrung oder Framing. (Lesen Sie auch: Regionalliga Nordost: Winterpause verschoben, neue Termine)
Aktuelle Entwicklung: Start der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung soll in allen 14 ehemaligen Bezirkshauptstädten der DDR mit Regionalausgaben vertreten sein, von Rostock bis Suhl. Laut Matthias Meisner auf Journalist.de polarisiert das Vorhaben schon jetzt, wobei Personalien auf Sympathien zur extremen Rechten und zu Russland schließen lassen. Der Start der Zeitung ist für Februar 2026 geplant.
Herausforderungen und Reaktionen
Das Projekt steht vor einigen Herausforderungen. Ein früherer Versuch, ein unabhängiges Ostmedium zu etablieren, scheiterte bereits vor 33 Jahren. Die Ost-Taz musste nach zwei Jahren aufgrund ideologischer und ökonomischer Schwierigkeiten eingestellt werden.Benjamin Fredrich, Verleger des Magazins Katapult, steht dem Projekt skeptisch gegenüber. (Lesen Sie auch: Eric Dane: Hollywood trauert um den Schauspieler)
Die Perspektive der Friedrichs
Silke und Holger Friedrich betonen, dass Deutschland eine ostdeutsche Perspektive in Politik und Medien benötigt. Sie sehen die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung als ein Medium, das gegen Stigmatisierung kämpft und einen Diskurs auf Augenhöhe fördert. In ihrem Interview mit der Berliner Zeitung argumentieren sie, dass die Zeit reif für ein solches Projekt sei.
Was bedeutet das für die Medienlandschaft?
Die Gründung der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung könnte die deutsche Medienlandschaft verändern. Sie könnte eine Stimme für die Menschen im Osten Deutschlands sein und dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Projekt entwickelt und ob es seine Ziele erreichen kann. Die Etablierung eines neuen Leitmediums ist ein ambitioniertes Vorhaben, das sowohl journalistische Qualität als auch wirtschaftlichen Erfolg erfordert. Etablierte Verlage müssen sparen, Auflagen sinken, besonders in Ostdeutschland. Die Zeit berichtet, dass Madsack den Prignitz-Kurier eingestellt hat, Funke die Ostthüringer Zeitung nicht mehr überall ausliefert und die Sächsische Zeitung Lokalredaktionen geschlossen hat. (Lesen Sie auch: Wann beginnt Sahur 2026? der Fastenmonat Ramadan…)
Häufig gestellte Fragen zur Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung
Häufig gestellte Fragen zu ostdeutsche allgemeine
Was ist die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ) ist ein geplantes Medienprojekt von Holger Friedrich, dem Verleger der Berliner Zeitung. Sie soll als ostdeutsches Leitmedium eine neue Perspektive in die deutsche Medienlandschaft einbringen.

Wer steckt hinter der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung?
Hinter der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung stehen Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung, und seine Frau Silke Friedrich. Sie sehen den Bedarf für ein Medium, das die Perspektiven der Menschen im Osten Deutschlands in den Vordergrund stellt. (Lesen Sie auch: Sahur: Was bedeutet das Fastenbrechen vor Sonnenaufgang)
Welche Ziele verfolgt die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung verfolgt das Ziel, eine emanzipierte Perspektive auf gesellschaftliche Debatten zu bieten, gegen Stigmatisierung zu kämpfen und einen Diskurs auf Augenhöhe zu fördern. Sie soll als Leitmedium für den Osten Deutschlands dienen.
Wann soll die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung starten?
Der Start der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung ist für Februar 2026 geplant. Sie soll in allen 14 ehemaligen Bezirkshauptstädten der DDR mit Regionalausgaben vertreten sein.
Warum polarisiert die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung bereits jetzt?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung polarisiert aufgrund von Personalien, die auf Sympathien zur extremen Rechten und zu Russland schließen lassen. Zudem gibt es Skepsis, ob das Projekt wirtschaftlich tragfähig ist.
Eine Übersicht über die geplanten Regionalausgaben bietet möglicherweise die Liste der Bezirke der DDR auf Wikipedia.
