Pedo Hunter Stuttgart: Männer durch Fake-Profile in Falle gelockt
Selbsternannte „Pedo Hunter“ aus Stuttgart lockten Männer mit gefälschten Profilen minderjähriger Mädchen in eine Falle. Die Opfer wurden bei fingierten Dates überfallen und ausgeraubt. Die jungen Angeklagten müssen sich nun vor Gericht verantworten.

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Einsatz-Übersicht
- Tatvorwurf: Versuchte Tötung, Vergewaltigung, schwere räuberische Erpressung
- Ort: Stuttgart
- Beteiligte: Vier Angeklagte (19-20 Jahre), 15 weitere Männer und 3 Frauen unter Verdacht
- Ermittlungsstand: Prozess vor dem Landgericht Stuttgart läuft
Was ist bisher bekannt?
Vier junge Männer im Alter von 19 bis 20 Jahren stehen vor dem Landgericht Stuttgart. Ihnen wird vorgeworfen, über Monate hinweg auf einer Dating-Plattform Fake-Profile von Mädchen erstellt zu haben. Mit diesen Profilen lockten sie Männer zu Treffen, um sie dort zu bedrohen, sexuell zu missbrauchen und auszurauben, wie Stern berichtet.
Wie gingen die mutmaßlichen Täter vor?
Laut Staatsanwaltschaft agierten die Beschuldigten als „dynamische Gruppierung“ und organisierten ihre Taten über eine Chatgruppe. Bei den Treffen sollen die Männer mit Messern, Pfefferspray, Schlagstöcken und Schusswaffen bewaffnet gewesen sein. (Lesen Sie auch: Eckernförde: 5.000 Euro für Hinweise nach Tod…)
Wer sind die Beteiligten?
Neben den vier Hauptangeklagten werden 15 weitere Männer und drei Frauen verdächtigt, in unterschiedlicher Weise an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei Stuttgart betonte, dass die angegriffenen Männer in den meisten Fällen keine Pädophilen waren, sondern lediglich Opfer einer perfiden Masche. Der Begriff „Pedo Hunter“ sei daher irreführend.
Der Richter am Stuttgarter Landgericht wies zu Prozessbeginn darauf hin, dass es nach Aktenlage keine Hinweise darauf gibt, dass es sich bei den Opfern um Pädophile handelt.
Welche Konsequenzen drohen den Angeklagten?
Die Angeklagten müssen sich wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und besonders schwerer räuberischer Erpressung verantworten. Vor der Jugendstrafkammer sind bis Mitte Juli fast 20 Verhandlungstage angesetzt. (Lesen Sie auch: Suchbild: Augentest: Finden Sie die versteckten Hähne…)
Was genau wird den angeklagten „Pedo Huntern Stuttgart“ vorgeworfen?
Den vier jungen Männern wird vorgeworfen, Männer mit gefälschten Online-Profilen zu Treffen gelockt zu haben, um sie dort zu berauben, sexuell zu missbrauchen und teils lebensgefährlich zu verletzen. Die Anklage umfasst schwere Delikte wie versuchten Mord und Vergewaltigung. (Lesen Sie auch: Suchbild: Augentest: Finden Sie die versteckten Hähne…)

Welche Strafen drohen den Tätern, wenn sie für schuldig befunden werden?
Da die Angeklagten zum Tatzeitpunkt zwischen 19 und 20 Jahre alt waren, kommt Jugendstrafrecht zur Anwendung. Die Strafen können von Arrest über Jugendstrafe bis hin zu langjährigen Haftstrafen reichen, abhängig von der Schwere der Verbrechen.
Wie bewertet die Polizei Stuttgart die Bezeichnung „Pedo Hunter“ in diesem Fall?
Die Polizei Stuttgart distanziert sich von der Bezeichnung „Pedo Hunter“, da die Opfer in den meisten Fällen keine pädophilen Neigungen zeigten. Die Täter hätten die Masche lediglich genutzt, um ihre Opfer auszurauben und zu misshandeln.
Wo kann man sich melden, wenn man Opfer der Stuttgarter „Pedo Hunter“ geworden ist?
Opfer oder Zeugen, die Informationen zu den Taten der Stuttgarter „Pedo Hunter“ haben, werden gebeten, sich direkt mit der Polizei Stuttgart in Verbindung zu setzen. Die Kontaktdaten sind auf der Webseite der Polizei Baden-Württemberg zu finden. (Lesen Sie auch: Erdbeben Tokat: Was Familien Jetzt Dringend Wissen…)










