📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2025
Peter Sattmann – Das Wichtigste auf einen Blick
Peter Sattmann (geboren 26. Dezember 1947 in Zwickau) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Autor. Er prägte über fünf Jahrzehnte die deutsche Film- und Theaterlandschaft mit über 180 Produktionen. Bekannt wurde er durch Serien wie „Das Rätsel der Sandbank“ und zahlreiche Inga-Lindström-Filme.
Peter Sattmann tot. Der beliebte deutsche Schauspieler starb am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember 2025, im Alter von 77 Jahren in seinem Wohnort in Brandenburg. Er verstarb nach langer Krankheit nur einen Tag vor seinem 78. Geburtstag. Die Nachricht bestätigte seine Künstleragentur Tom Produkt unter Berufung auf seine Ex-Partnerin Katja Riemann gegenüber der dpa.
Inhaltsverzeichnis
- Peter Sattmann gestorben: Trauer um TV-Liebling
- Vom Straßenmusiker zum gefeierten Theaterstar
- Karriere unter Claus Peymann: Zweimal Schauspieler des Jahres
- Über 180 Film- und Fernsehproduktionen
- Privatleben: Die Beziehung zu Katja Riemann
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Peter Sattmann hinterlässt großes Vermächtnis
Peter Sattmann gestorben: Trauer um TV-Liebling
Die Nachricht vom Tod des Schauspielers erreichte die Öffentlichkeit am 28. Dezember 2025. Peter Sattmann zählte über Jahrzehnte zu den prägenden Gesichtern des deutschen Fernsehens. Seine ruhige, präzise Spielweise und besondere Präsenz vor der Kamera machten ihn zu einem der gefragtesten Darsteller seiner Generation.
Sattmann verkörperte häufig komplexe, nachdenkliche Charaktere. Kollegen beschrieben ihn als verlässlich und sensibel – ein Schauspieler, der sein Handwerk bis ins kleinste Detail beherrschte. Er blieb stets bodenständig und distanzierte sich von lautem Starkult.
Vom Straßenmusiker zum gefeierten Theaterstar
Peter Sattmann wurde am 26. Dezember 1947 in Zwickau geboren. Seine Mutter Gerda war Sängerin und Schauspielerin, sein Vater Ferdinand arbeitete als Heizer. 1957 übersiedelte die Familie aus der DDR nach Friedrichshafen am Bodensee, wo Sattmann das Graf-Zeppelin-Gymnasium besuchte.
Schon als Jugendlicher zog es ihn zur Musik. Mit zwölf Jahren spielte er Gitarre in einer Band, mit 18 schlug er sich als Straßenmusiker in München durch, wo er die Beatles imitierte und im Englischen Garten übernachtete. Schließlich fand er zur Schauspielerei und absolvierte seine Ausbildung an der Neuen Schauspielschule München.
Karriere unter Claus Peymann: Zweimal Schauspieler des Jahres
1969 debütierte Sattmann am Deutschen Theater Göttingen. Der Durchbruch kam unter Intendant Claus Peymann am Staatstheater Stuttgart (1972-1979), wo er unter anderem den Romeo in Shakespeares „Romeo und Julia“ und die Titelrolle in der Uraufführung von Thomas Bernhards „Immanuel Kant“ spielte.
In den Jahren 1975 und 1977 wurde Peter Sattmann zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt. Ab 1979 folgte er Peymann ans Schauspielhaus Bochum, später spielte er bis 1990 am Berliner Schillertheater. Besonders bekannt war seine Darstellung des Teufels bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom (2001-2006).
| Bekannte Rolle | Produktion | Jahr |
|---|---|---|
| Conway Carruthers | Das Rätsel der Sandbank (ARD) | 1984 |
| Raffael Prins | Der Prins muss her (ARD) | 1984-1986 |
| Der Teufel | Jedermann (Berliner Dom) | 2001-2006 |
| Diverse Gastrollen | Tatort, Der Alte, Das Traumschiff | 1980er-2019 |
| Diverse Hauptrollen | Inga Lindström, Rosamunde Pilcher | 2000er-2020er |
Über 180 Film- und Fernsehproduktionen
Parallel zur Theaterkarriere baute Sattmann ab den späten 1970er Jahren seine Filmkarriere auf. Der ARD-Zehnteiler „Das Rätsel der Sandbank“ (1984) machte ihn einem breiten Publikum bekannt. In der Detektivserie „Der Prins muss her“ (1984-1986) spielte er den lässigen Kunstexperten Raffael Prins – eine Art „James Bond“ der Kunstszene.
In den folgenden Jahrzehnten wurde Sattmann zu einem der meistbeschäftigten deutschen TV-Darsteller. Er spielte in ZDF-Produktionen wie den Inga-Lindström- und Rosamunde-Pilcher-Filmen, hatte Gastauftritte im „Tatort“, bei „Der Alte“ und war zuletzt 2019 im „Traumschiff“ (Episode „Sambia“) zu sehen. Auch in der beliebten ZDF-Reihe „Frühling“ mit Simone Thomalla war er regelmäßig dabei.
💡 Multitalent Sattmann
Peter Sattmann war nicht nur Schauspieler: Er schrieb mehrere Theaterstücke wie „Open End“ und „Der Erzbischof ist da“, führte Regie und komponierte Filmmusik – unter anderem für „Der Prins muss her“ und „Willkommen im Paradies“. 2019 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mein Leben ist kein Drehbuch – Zeitpfeiler“.
Privatleben: Die Beziehung zu Katja Riemann
Peter Sattmann war mehrfach verheiratet. Aus einer frühen Beziehung stammt seine Tochter Katrin (*1970). In den 1990er Jahren verband ihn eine langjährige Partnerschaft mit Schauspielkollegin Katja Riemann. Die beiden lernten sich 1990 bei den Dreharbeiten zu „Von Gewalt keine Rede“ kennen und ließen sich später auf Mauritius von einem indischen Priester trauen.
Aus der Beziehung ging 1993 die gemeinsame Tochter Paula hervor, die heute im Film- und Kulturbereich tätig ist. Die Trennung von Katja Riemann erfolgte später, doch die beiden blieben offenbar in Kontakt – die Nachricht von Sattmanns Tod wurde unter Berufung auf seine Ex-Partnerin bekannt gegeben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Peter Sattmann hinterlässt großes Vermächtnis
Mit Peter Sattmann verliert Deutschland einen seiner vielseitigsten Schauspieler. Über fünf Jahrzehnte prägte er Theater, Film und Fernsehen – vom gefeierten Theaterstar unter Claus Peymann bis zum beliebten TV-Gesicht in den großen ZDF-Reihen.
Seine ruhige Präsenz, sein handwerkliches Können und seine Bodenständigkeit machten ihn zu einem Liebling des Publikums. Peter Sattmann hinterlässt zwei Töchter und ein Werk, das Generationen von Zuschauern begeistert hat.
Über den Autor
Redaktion Mindelmedia News | Kultur & Entertainment
Die Redaktion berichtet über aktuelle Nachrichten aus Kultur, Film und Gesellschaft. Quellen: dpa, t-online, Schweizer Illustrierte, Promiflash, Wikipedia











