📖 Lesezeit: 7 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2026
Was ist die aktuelle Polarwirbel Vorhersage für Januar 2026? Am 16. Januar 2026 wurde ein Major-Warming in der Stratosphäre bestätigt. Der Polarwirbel steht unter massivem Druck und könnte zwischen dem 20. und 24. Januar splitten. Für Deutschland bedeutet das: Temperaturen könnten Ende Januar auf -8 bis 0 Grad fallen, in Tallagen über Schnee sind bis -20 Grad möglich.
📋 Das Wichtigste in Kürze:
✅ Major-Warming in Stratosphärenhöhe am 16. Januar 2026 bestätigt
✅ Polarwirbelsplit zwischen 20. und 24. Januar möglich
✅ Windumkehr in Stratosphäre auf -8 km/h berechnet
✅ Temperaturen Ende Januar: -8 bis 0 Grad erwartet
✅ Bei Polarwirbel-Kollaps: Nachtwerte bis -20 Grad möglich
✅ Blockadehoch über Skandinavien beeinflusst Wetterlage
✅ Februar wird zum „Schlüsselmonat“ für Winterbilanz
Die Polarwirbel Vorhersage für Januar 2026 zeigt dramatische Entwicklungen in der Stratosphäre. Am 16. Januar wurde das Major-Warming offiziell bestätigt, das den Polarwirbel massiv unter Druck setzt. Nach einem turbulenten Jahreswechsel mit Dauerfrost und zweistelligen Minusgraden stellt sich jetzt die entscheidende Frage: Kommt die nächste Kältewelle?
Die Wettermodelle zeigen aktuell eine der spannendsten Wetterentwicklungen seit Jahren. Wir erklären, was ein Polarwirbelsplit bedeutet, welche Szenarien möglich sind und wie sich das Wetter bis Februar entwickeln könnte.
Was ist der Polarwirbel? Einfach erklärt
Der Polarwirbel ist ein großräumiges Tiefdruckgebiet in der Stratosphäre über dem Nordpol. Er bildet sich jeden Winter in 10 bis 50 Kilometern Höhe und besteht aus extrem kalter Luft mit Temperaturen bis -80 Grad.
Normalerweise hält der Polarwirbel die arktische Kaltluft wie ein Deckel über der Polarregion „gefangen“. Kräftige Winde mit Geschwindigkeiten von über 250 km/h umschließen den Wirbel und wirken wie eine schützende Barriere.
| Polarwirbel-Zustand | Auswirkungen auf Deutschland |
|---|---|
| Stark & stabil | Milde Westwinde, wenig Kälte, normaler Winter |
| Geschwächt | Kaltlufteinbrüche möglich, wechselhafte Witterung |
| Split (geteilt) | Hohe Wahrscheinlichkeit für Winterwetter, Frost |
| Kollaps | Extreme Kältewellen möglich, wochenlanger Winter |
Aktuelle Polarwirbel Vorhersage Januar 2026
Die Wettermodelle zeigen aktuell dramatische Entwicklungen. Ein Major-Warming – also eine plötzliche Stratosphärenerwärmung – wurde am 16. Januar 2026 bestätigt. Die Temperaturen in der Stratosphäre steigen dabei innerhalb weniger Tage um bis zu 50 Grad an.
📊 Aktuelle Messdaten (Stand: 16. Januar 2026):
Die Winde in Stratosphärenhöhe wehen derzeit mit +82 km/h von West nach Ost. Bis Ende Januar werden sie auf +50 km/h abschwächen. Die Modellberechnungen zeigen sogar eine mögliche Windumkehr auf -8 km/h – ein klares Zeichen für ein Major-Warming.
Was bedeutet das konkret? Bei einem Major-Warming kehren sich die Strömungsverhältnisse um. Die normalerweise westlichen Winde in der Stratosphäre drehen auf östliche Richtungen. Der Deutsche Wetterdienst bezeichnet diesen Vorgang als einen der wichtigsten Faktoren für winterliche Extremwetterlagen.
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Was ist ein Polarwirbelsplit?
Ein Polarwirbelsplit tritt auf, wenn der normalerweise kompakte Kaltluftwirbel über dem Nordpol in zwei oder mehr Teile aufgespalten wird. Dies geschieht, wenn ein Hochdruckgebiet von den mittleren Breiten nach Norden vordringt und den Polarwirbel durchschneidet.
Für den Zeitraum vom 20. bis 24. Januar 2026 berechnen beide großen Wettermodelle – das europäische ECMWF und das amerikanische GFS – den Ansatz eines solchen Splits. Die Splitachse verläuft dabei zwischen Mitteleuropa und den Aleuten.
Mögliche Szenarien nach dem Split
| Szenario | Wahrscheinlichkeit | Auswirkungen |
|---|---|---|
| Vollständige Blockade | 45% | Dauerfrost, -5°C tags, -20°C nachts |
| Gemäßigter Winter | 35% | -3 bis +5°C, Frost nachts |
| Südwest-Lage | 20% | Milderung auf +4 bis +8°C |
Temperaturvorhersage Ende Januar 2026
Nach den aktuellen Modellberechnungen zeichnet sich folgende Entwicklung ab:
17. bis 19. Januar: Ein Blockadehoch baut sich über Skandinavien auf. Der Wind dreht auf östliche Richtungen. Die Temperaturen sinken auf +2 bis +6 Grad.
20. bis 24. Januar: Das Kontinentalhoch baut eine Querverbindung zum Aleutenhoch auf. Der Polarwirbel wird gesplittet. Temperaturen: -3 bis +5 Grad.
25. bis 30. Januar: Bei erfolgreicher Blockade fallen die Temperaturen weiter. Prognostiziert werden -5 bis +2 Grad tagsüber, in Tallagen über Schnee bis -15 Grad nachts.
⚠️ Wichtig zu wissen:
Die Position der Splitachse ist entscheidend. Verläuft sie zwischen Skandinavien und den Aleuten, ist Hochwinter über Deutschland wahrscheinlich. Liegt sie weiter westlich, werden die Kaltluftmassen nach Russland abgeleitet und Deutschland nur gestreift.
Warum ist der Februar 2026 so wichtig?
Meteorologen bezeichnen den Februar 2026 als „Schlüsselmonat“ für die Winterbilanz. Die Auswirkungen eines Major-Warmings und eines Polarwirbelsplits treten mit einer Verzögerung von zwei bis vier Wochen ein.
Das bedeutet: Ein Split Mitte Januar würde seine volle Wirkung erst Ende Januar bis Mitte Februar entfalten. Statistisch gesehen führen etwa 60 Prozent aller Major-Warming-Ereignisse zu einer negativen Phase der Nordatlantischen Oszillation (NAO) – und damit zu erhöhten Chancen auf Winterwetter in Mitteleuropa.
Vergleich mit historischen Wintern
| Winter | Polarwirbel-Ereignis | Folgen |
|---|---|---|
| 2010/2011 | Major-Warming + Split | Wochenlange Kälte, bis -20°C |
| 2017/2018 | „Beast from the East“ | Extremfrost im Februar |
| 2020/2021 | Polarwirbelsplit | Schneechaos im Februar |
Welche Faktoren beeinflussen den Polarwirbel 2026?
Drei meteorologische Faktoren spielen zusammen und verstärken sich gegenseitig:
1. La Niña im Pazifik: Die NOAA hat bestätigt, dass La Niña-Bedingungen bis Februar 2026 anhalten. In Westeuropa führt La Niña statistisch zu kälteren Temperaturen als normal.
2. QBO in Ostphase: Die Quasi-Bienniale Oszillation (QBO) befindet sich in ihrer Ostphase. Diese begünstigt Major-Warming-Ereignisse und Polarwirbel-Störungen.
3. Blockierende Hochdruckgebiete: Ein Hoch über Skandinavien verhindert, dass milde Atlantikluft nach Mitteleuropa gelangt. Stattdessen wird kalte Luft aus dem Osten herangeführt.
Häufig gestellte Fragen
Fazit: Polarwirbel Vorhersage – spannende Zeiten für Winterfans
Die Polarwirbel Vorhersage für Januar 2026 zeigt eine der spannendsten Wetterentwicklungen seit Jahren. Das bestätigte Major-Warming und der mögliche Polarwirbelsplit setzen den Winter massiv unter Druck – allerdings nicht unbedingt negativ für Kältefans.
Die entscheidenden Wochen stehen bevor: Zwischen dem 20. und 30. Januar wird sich zeigen, ob die Splitachse günstig für Winterwetter in Deutschland verläuft. Der Februar könnte dann zum kältesten Monat des Winters werden.
Eines steht fest: Die Wettermodelle zeigen täglich neue Varianten. Wir halten Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.
Redaktion Mindelmedia News | Wetter & Klima
Die Redaktion berichtet über aktuelle Wetterentwicklungen, Klimaphänomene und saisonale Prognosen für Deutschland. Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD), ECMWF, NOAA.