Der Prozess um den Polizistenmord in Völklingen, bei dem im August 2023 ein 34-jähriger Polizeioberkommissar getötet wurde, hat vor dem Landgericht Saarbrücken begonnen. Ein 19-jähriger Deutsch-Türke ist wegen Mordes, versuchten Mordes und besonders schweren Raubes angeklagt. Das Gericht hat zwölf Verhandlungstermine bis zum 14. April angesetzt. Polizistenmord Völklingen steht dabei im Mittelpunkt.

| Feld | Details |
|---|---|
| Datum/Uhrzeit | August 2023 |
| Ort | Völklingen, Saarland |
| Art des Einsatzes | Polizeieinsatz nach mutmaßlichem Tankstellenraub |
| Beteiligte Kräfte | Mehrere Polizeibeamte |
| Verletzte/Tote | 1 Toter (Polizeioberkommissar), 1 verletzter Polizeianwärter |
| Sachschaden | Unbekannt |
| Ermittlungsstand | Prozessbeginn vor dem Landgericht Saarbrücken |
| Zeugenaufruf | Nein |
Das ist passiert
- Ein 19-Jähriger soll im August 2023 in Völklingen einen Polizisten erschossen haben.
- Die Tat ereignete sich im Rahmen eines Polizeieinsatzes nach einem mutmaßlichen Tankstellenraub.
- Der Angeklagte soll die Schüsse mit einer Dienstwaffe abgegeben haben, die er zuvor einem Kollegen des Getöteten entrissen hatte.
- Ein Polizeianwärter wurde bei der Tat ebenfalls verletzt.
- Der Prozess gegen den 19-jährigen Deutsch-Türken hat vor dem Landgericht Saarbrücken begonnen.
Was geschah bei dem Polizistenmord in Völklingen?
Der Polizistenmord in Völklingen ereignete sich im August 2023, als ein 19-jähriger Mann im Rahmen eines Polizeieinsatzes einen 34-jährigen Polizeioberkommissar erschossen haben soll. Die Beamten waren im Einsatz, um einen mutmaßlichen Tankstellenraub zu verfolgen. Dabei soll der Beschuldigte einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und damit auf die Beamten geschossen haben.
Der Prozessauftakt
Vor dem Landgericht Saarbrücken hat der Prozess gegen den 19-Jährigen begonnen. Ihm werden Mord, versuchter Mord und besonders schwerer Raub vorgeworfen, wie Stern berichtet. Der Gerichtssprecher sprach von einem großen Prozessauftakt mit großem Medienandrang. Die Zuschauerplätze im Verhandlungssaal waren alle belegt. Die Witwe des getöteten Polizisten trat als Nebenklägerin auf.
Die Anklagepunkte
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Polizeioberkommissar getötet zu haben, um seine Beteiligung an dem Tankstellenraub zu verdecken. Zudem sieht die Staatsanwaltschaft die Mordmerkmale der Grausamkeit und der Mordlust als gegeben an. Bei der Tat wurde auch ein Polizeianwärter verletzt. Laut Anklage soll der 19-Jährige mehrere Schüsse aus einer Dienstwaffe abgefeuert haben, die er zuvor einem Kollegen des 34-Jährigen entrissen haben soll.
Die Chronologie der Ereignisse
Ein 19-Jähriger soll eine Tankstelle in Völklingen überfallen haben. (Lesen Sie auch: Wöginger Prozess: övp-Klubchef Erneut vor Gericht Angeklagt?)
Im Rahmen des Einsatzes wird ein Polizeioberkommissar erschossen, ein Polizeianwärter verletzt.
Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter beginnt vor dem Landgericht Saarbrücken.
Die Verteidigungsstrategie
Die Verteidigung des Angeklagten kündigte an, dass der 19-Jährige Angaben zur Person und zu den Vorwürfen machen werde. Für den ersten Tag des Prozesses waren auch Zeugen geladen. Da der Angeklagte als Heranwachsender gilt, findet der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts statt.
Der Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken ist auf zwölf Termine bis zum 14. April angesetzt. Es bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse die Verhandlungen bringen werden.
Reaktionen auf den Polizistenmord
Der Polizistenmord in Völklingen hat im Saarland und darüber hinaus für Entsetzen und Trauer gesorgt. Politiker und Polizeivertreter äußerten sich bestürzt über die Tat und sprachen den Angehörigen des getöteten Beamten ihr Beileid aus. Die Anteilnahme in der Bevölkerung war groß. Der Vorfall löste eine Debatte über die Sicherheit von Polizeibeamten im Einsatz aus. (Lesen Sie auch: Egisto Ott Prozess: Brisante Aussagen im Spionage-Fall?)
Was ist bisher bekannt?
Bisher ist bekannt, dass der Angeklagte die Tat während eines Polizeieinsatzes begangen haben soll, der auf einen mutmaßlichen Tankstellenraub folgte. Er soll eine Dienstwaffe entwendet und damit auf die Beamten geschossen haben. Ein Polizeianwärter wurde bei der Tat ebenfalls verletzt. Der Prozess soll nun die genauen Umstände der Tat aufklären.
Wie geht es nun weiter?
Der Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Es werden Zeugen gehört und Beweismittel geprüft. Die Jugendkammer des Landgerichts wird am Ende des Prozesses über Schuld oder Unschuld des Angeklagten entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil fällen. Die Verteidigung hat angekündigt, dass der Angeklagte sich zu den Vorwürfen äußern wird.
Was wird dem Angeklagten im Prozess um den Polizistenmord in Völklingen vorgeworfen?
Dem 19-jährigen Angeklagten wird Mord, versuchter Mord und besonders schwerer Raub vorgeworfen. Er soll im August 2023 einen Polizeioberkommissar im Rahmen eines Polizeieinsatzes in Völklingen erschossen haben. Zudem soll er einen Polizeianwärter verletzt haben. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst: Kompromiss in Sicht?)
Warum findet der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts statt?
Der Prozess findet vor der Jugendkammer statt, weil der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat als Heranwachsender galt. Das Jugendstrafrecht sieht besondere Regelungen für junge Täter vor, die in diesem Alter noch nicht die volle Reife besitzen.
Welche Strafe droht dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung?
Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe. Da er nach Jugendstrafrecht verurteilt wird, kann die Strafe milder ausfallen als im Erwachsenenstrafrecht. Auch eine Jugendstrafe mit Bewährung ist möglich.
Wie lange ist der Prozess angesetzt?
Das Landgericht Saarbrücken hat zwölf Verhandlungstermine bis zum 14. April angesetzt. Es ist jedoch möglich, dass der Prozess länger dauert, falls sich im Laufe der Verhandlungen neue Erkenntnisse ergeben oder weitere Zeugen gehört werden müssen.
Welche Rolle spielt die Nebenklage im Prozess?
Die Witwe des getöteten Polizisten tritt als Nebenklägerin auf. Sie hat das Recht, am Prozess teilzunehmen, Fragen an Zeugen und den Angeklagten zu stellen und eigene Anträge zu stellen. Die Nebenklage soll den Interessen des Opfers bzw. der Hinterbliebenen im Strafverfahren Rechnung tragen.
Der Prozess um den Polizistenmord in Völklingen wird mit großem Interesse von der Öffentlichkeit verfolgt. Es bleibt abzuwarten, zu welchem Urteil das Landgericht Saarbrücken kommen wird. Die Aufklärung der Tat und die juristische Auseinandersetzung sind von großer Bedeutung für die Angehörigen des Opfers, die Polizei und die gesamte Gesellschaft. (Lesen Sie auch: Epstein Akten Schwärzungen: Wer wird Geschützt)
Die saarländische Polizei hat nach dem Polizistenmord in Völklingen ihre Einsatzstrategien überprüft und angepasst, um die Sicherheit ihrer Beamten im Einsatz zu erhöhen. Dazu gehören unter anderem verbesserte Ausrüstung und intensivere Schulungen. Die Polizei Saarland hat sich bislang nicht weiter zu dem laufenden Verfahren geäußert.
Tagesschau.de berichtete ebenfalls über den Prozessauftakt.

