Der Prozess um den Polizistenmord Völklingen hat mit dem Geständnis des Angeklagten begonnen, die tödlichen Schüsse abgegeben zu haben. Der 19-Jährige räumte vor dem Landgericht Saarbrücken ein, im August 2025 einen 34-jährigen Polizeioberkommissar getötet und einen Polizeianwärter verletzt zu haben. Sein Verteidiger führte Angst um sein eigenes Leben als Motiv an. Polizistenmord Voelklingen steht dabei im Mittelpunkt.

Einsatz-Übersicht
- Was: Gerichtsprozess wegen Polizistenmordes
- Wo: Landgericht Saarbrücken, Völklingen (Tatort)
- Wer: 19-jähriger Angeklagter, getöteter Polizeioberkommissar, verletzter Polizeianwärter
- Warum: Angeklagter gesteht Schüsse, beruft sich auf Notwehr
Chronologie des Ereignisses
Was ist bisher bekannt?
Der 19-jährige Angeklagte hat zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Saarbrücken gestanden, im August 2025 in Völklingen die tödlichen Schüsse auf einen Polizeioberkommissar abgegeben zu haben. Er räumte auch ein, einen Polizeianwärter verletzt zu haben. Laut seinem Verteidiger handelte er aus Angst um sein Leben, nachdem er nach einem Tankstellenraub vor der Polizei geflohen war.
Wie argumentiert die Verteidigung im Fall des Polizistenmord Völklingen?
Die Verteidigung argumentiert, dass der Angeklagte in Panik gehandelt habe, als ein Polizist ihn packte und ein weiterer auf ihn zielte. Aus Angst, erschossen zu werden, habe er die Dienstwaffe des Polizeianwärters gezogen und abgedrückt. Laut Verteidiger Michael Rehberger fürchtete der Angeklagte um sein Leben. Michael Rehberger ist ein in Strafrecht spezialisierter Anwalt.
Welche Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft?
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen Mord, versuchten Mord und besonders schweren Raub vor. Sie geht davon aus, dass der Angeklagte auf die Polizisten feuerte, um seine Beteiligung an dem Überfall zu verdecken. Zudem sieht die Staatsanwaltschaft die Mordmerkmale der Grausamkeit und der Mordlust als gegeben an. Laut Anklage soll der Angeklagte alle 17 Schuss aus dem Magazin abgefeuert haben. Das Strafgesetzbuch (StGB) definiert Mordmerkmale in § 211. (Lesen Sie auch: Notfälle: Medien: Person nach Vernehmung im Fall…)
Wie reagierte die Witwe des getöteten Polizisten?
Die Witwe des getöteten Polizisten war als Nebenklägerin bei dem Prozessauftakt im Landgericht Saarbrücken anwesend. Sie kämpfte während der Verlesung der Anklage und der Erklärung des Angeklagten immer wieder mit den Tränen. Die Nebenklage ermöglicht es ihr, aktiv am Prozess teilzunehmen und ihre Interessen zu vertreten.
Die Polizei weist darauf hin, dass Zeugenaussagen im Laufe des Prozesses von Bedeutung sein könnten. Auch wenn kein direkter Zeugenaufruf erfolgt, werden Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, gebeten, sich zu melden.
Welche psychischen Probleme hat der Angeklagte?
Der Angeklagte gab an, seit der Grundschule unter immer wiederkehrenden „schlechten Gedanken“ und Angstzuständen zu leiden. Er nehme deswegen auch Medikamente. Im letzten Jahr seien diese Gedanken und Gefühle stärker geworden. Diese Angaben könnten im Laufe des Prozesses eine Rolle bei der Beurteilung seiner Schuldfähigkeit spielen.
Die Frage nach der Schuldfähigkeit des Angeklagten wird im weiteren Verlauf des Prozesses eine zentrale Rolle spielen. Ein psychiatrisches Gutachten könnte in Auftrag gegeben werden, um den psychischen Zustand des Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat zu beurteilen. Die Saarbrücker Zeitung berichtet ausführlich über den Prozessverlauf. (Lesen Sie auch: Herztransplantation Italien: Drama um Spenderherz für Jungen?)
Wie geht es mit dem Prozess um den Polizistenmord Völklingen weiter?
Der Prozess wird mit der Vernehmung von Zeugen und der Vorlage von Beweismitteln fortgesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beweislage im Laufe des Verfahrens entwickelt und zu welchem Urteil das Gericht gelangen wird. Die Verhandlung ist auf mehrere Tage angesetzt, um alle Aspekte des Falls umfassend zu beleuchten.
Das Strafrecht umfasst die Gesamtheit der Rechtsnormen, die bestimmte Verhaltensweisen verbieten und für den Fall der Zuwiderhandlung Sanktionen androhen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Strafe droht dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung wegen Mordes?
Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten in Deutschland eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Gericht kann jedoch unter bestimmten Umständen, wie beispielsweise bei Vorliegen besonderer Umstände oder verminderter Schuldfähigkeit, eine mildere Strafe verhängen. (Lesen Sie auch: Mutter von TV-Moderatorin: FBI veröffentlicht Videos vom…)
Welche Rolle spielt die Angst des Angeklagten im Prozess?
Die Angst des Angeklagten, wie von seinem Verteidiger angeführt, kann eine Rolle bei der Beurteilung der Frage spielen, ob er in Notwehr gehandelt hat. Wenn das Gericht zu dem Schluss kommt, dass er sich tatsächlich in einer Notwehrsituation befand, könnte dies zu einer Strafmilderung oder sogar zu einem Freispruch führen.
Was bedeutet die Nebenklage für die Witwe des Opfers?
Die Nebenklage ermöglicht es der Witwe des Opfers, aktiv am Prozess teilzunehmen und ihre Interessen als Hinterbliebene zu vertreten. Sie hat das Recht, Fragen an Zeugen und den Angeklagten zu stellen, Beweisanträge zu stellen und Rechtsmittel einzulegen.
Wie wird die psychische Verfassung des Angeklagten im Prozess berücksichtigt?
Die psychische Verfassung des Angeklagten kann durch ein psychiatrisches Gutachten untersucht werden. Dieses Gutachten soll klären, ob der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat schuldfähig war oder ob seine Schuldfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung eingeschränkt war. Das Gutachten kann Einfluss auf das Strafmaß haben.
Kann der Prozess um den Polizistenmord Völklingen wieder aufgenommen werden?
Ein rechtskräftig abgeschlossener Prozess kann unter bestimmten, sehr engen Voraussetzungen wieder aufgenommen werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn neue Tatsachen oder Beweismittel auftauchen, die das Gericht bei seiner ursprünglichen Entscheidung nicht berücksichtigen konnte und die zu einem anderen Urteil führen könnten. (Lesen Sie auch: Rassistischer Angriff Erfurt: Mann in Altstadt Schwer…)
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern.

