Der 1981 erschienene Possession Film 1981 des polnischen Regisseurs Andrzej Żuławski ist mehr als nur ein Horrorfilm; er ist ein fiebriger Albtraum, der die Zerrüttung einer Ehe in West-Berlin mit den Ängsten des Kalten Krieges verschmelzen lässt. Ein verstörendes Meisterwerk, das bis heute nichts von seiner verstörenden Kraft verloren hat.

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| Titel | Possession |
|---|---|
| Originaltitel | Possession |
| Regie | Andrzej Żuławski |
| Drehbuch | Andrzej Żuławski |
| Besetzung | Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent |
| Genre | Horror, Drama |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Kinostart | 1981 |
| FSK | 18 |
| Produktion | Frankreich, Deutschland |
Unser Eindruck: Ein verstörendes und unvergessliches Filmerlebnis, das unter die Haut geht und lange nachwirkt.
Serien-Fakten
- Andrzej Żuławski inszenierte den Film in West-Berlin.
- Die Ehe von Mark und Anna zerbricht im Film.
- Ein Privatdetektiv wird engagiert, um Annas Geheimnis zu lüften.
- Anna hat eine Affäre mit einem Monster.
West-Berlin als Spiegelbild des Wahnsinns
Andrzej Żuławskis „Possession“ ist mehr als nur ein Horrorfilm; er ist eine halluzinatorische Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche, angesiedelt im West-Berlin der frühen 1980er Jahre. Wie Die Zeit berichtet, fängt der Film die Atmosphäre der damaligen Zeit auf beklemmende Weise ein: die Lähmung durch den Kalten Krieg, die Drogenszene und die allgegenwärtige Paranoia. (Lesen Sie auch: Game Of Thrones Film: Erfolgsautor Schreibt Drehbuch!)
Jörg Buttgereit bezeichnet „Possession“ als „den einzig wahren Berlin-Film“.
Was unterscheidet „Possession“ von anderen Horrorfilmen?
Anders als viele Genrevertreter setzt „Possession“ weniger auf Schockeffekte als auf eine Atmosphäre des Unbehagens und der existenziellen Angst. Der Film ist eine schonungslose Darstellung einer Beziehung, die in die Katastrophe mündet, und gleichzeitig eine Allegorie auf die politische und gesellschaftliche Situation im geteilten Berlin.
Die Kameraarbeit ist expressiv und unruhig, die Musik trägt zur beklemmenden Stimmung bei. Isabelle Adjani liefert eine schauspielerische Tour de Force, die ihr einen César als beste Hauptdarstellerin einbrachte. Sam Neill überzeugt ebenfalls in seiner Rolle als verzweifelter Ehemann. (Lesen Sie auch: Roboter Film Netflix: Erster Clip zeigt -übermacht)
Wie fängt der Film die Atmosphäre West-Berlins ein?
Żuławski nutzt die Kulisse des geteilten Berlins, um die innere Zerrissenheit seiner Figuren widerzuspiegeln. Die Stadt wird zum Spiegelbild ihrer Ängste und Obsessionen. Die heruntergekommenen Altbauten, die tristen Straßenzüge und die allgegenwärtige Mauer verstärken das Gefühl der Isolation und Entfremdung.
Die Paranoia des Kalten Krieges, die Angst vor Überwachung und die politische Instabilität der Stadt tragen zusätzlich zur beklemmenden Atmosphäre des Films bei. „Possession“ ist somit nicht nur ein Horrorfilm, sondern auch ein Zeitdokument, das die Stimmung einer Epoche auf einzigartige Weise einfängt.
Für wen lohnt sich „Possession“?
„Possession“ ist kein Film für zarte Gemüter. Wer einen konventionellen Horrorfilm mit einfachen Schockeffekten erwartet, wird enttäuscht sein. Stattdessen ist der Film eine Herausforderung, ein verstörendes und unvergessliches Filmerlebnis, das unter die Haut geht und lange nachwirkt. Wer Filme wie „Eraserhead“ von David Lynch oder „Antichrist“ von Lars von Trier schätzt, wird hier fündig. (Lesen Sie auch: 15 Liebesbeweise Film: Ein Plädoyer für Akzeptanz…)
Häufig gestellte Fragen
Was macht „Possession“ zu einem besonderen Film?
„Possession“ ist ein Film, der Genregrenzen sprengt und eine einzigartige Mischung aus Horror, Drama und politischer Allegorie bietet. Die intensive Atmosphäre, die herausragenden schauspielerischen Leistungen und die tiefgründige Thematik machen ihn zu einem unvergesslichen Filmerlebnis. (Lesen Sie auch: Mike Nick Alice: Vince Vaughn im Zeitreise-Chaos…)
Welche Rolle spielt West-Berlin im Film?
West-Berlin dient als Spiegelbild der inneren Zerrissenheit der Figuren und der politischen Spannungen der Zeit. Die Stadt wird zum Symbol für Isolation, Entfremdung und Paranoia, was die beklemmende Atmosphäre des Films verstärkt.
Ist der Film auch heute noch relevant?
Trotz seines Alters hat „Possession“ nichts von seiner verstörenden Kraft verloren. Die Themen Entfremdung, Beziehungsprobleme und politische Angst sind auch heute noch relevant und machen den Film zu einem zeitlosen Meisterwerk des Horrors.
Wo kann man „Possession“ sehen?
Der Film ist seit kurzem erstmals auch auf Blu-ray erhältlich. Informationen zu Streaming- oder Leihangeboten finden sich auf einschlägigen Plattformen. Die Blu-ray enthält zudem ein lesenswertes Booklet.
















