„In Worten und durch beispiellose Taten“ hat König Charles III. seine tiefe Besorgnis über die Anschuldigungen im Zusammenhang mit Prinz Andrew Mountbatten-Windsor zum Ausdruck gebracht. So äußerte sich der Buckingham-Palast in einem ungewöhnlich deutlichen Statement. Kurz darauf zeigten sich Charles und Camilla erstmals wieder gemeinsam in London.

| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Öffentlicher Auftritt von König Charles III. und Königin Camilla | Besuch der Ausstellung „Craftsmanship and Community: 20 years of Turquoise Mountain“ | Vor der Eröffnung (Datum unbekannt) | Garrison Chapel, London | Erstes gemeinsames Erscheinen nach Palast-Statement zu Prinz Andrew |
Prinz Andrew Vorwürfe überschatten royalen Auftritt von Charles und Camilla
Die Garrison Chapel in London erlebte einen royalen Besuch: König Charles III. und Königin Camilla zeigten sich inmitten der aufkommenden Diskussionen um die Prinz Andrew Vorwürfe bei der Vorbesichtigung der Ausstellung „Craftsmanship and Community: 20 years of Turquoise Mountain“. Der Besuch erfolgte kurz nach einer bemerkenswert deutlichen Stellungnahme des Buckingham-Palastes, in der die Besorgnis des Königs über die anhaltenden Anschuldigungen gegen seinen Bruder, Andrew Mountbatten-Windsor, betont wurde. Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Königs, als er den wartenden Kameras zuwinkte, während Camilla ihm aufmerksam folgte.
Doch die royalen Gesten konnten die schweren Schatten der Vorwürfe kaum vertreiben. Die öffentliche Wahrnehmung ist gespalten. Während einige die Solidarität des Königs mit seinem Bruder betonen, fordern andere eine konsequentere Aufarbeitung der Prinz Andrew Vorwürfe. Die Monarchie steht vor einer Zerreißprobe: Wie kann sie einerseits familiäre Bande wahren und andererseits den hohen moralischen Ansprüchen der Öffentlichkeit gerecht werden? (Lesen Sie auch: Andrew Mountbatten-Windsor: Bedienstete wollen nicht für ihn…)
Die wichtigsten Fakten
- König Charles III. und Königin Camilla zeigten sich erstmals nach dem Palast-Statement zu Prinz Andrew in London.
- Anlass war die Vorbesichtigung der Ausstellung „Craftsmanship and Community: 20 years of Turquoise Mountain“ in der Garrison Chapel.
- Der Buckingham-Palast hatte zuvor eine deutliche Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen Prinz Andrew veröffentlicht.
- Turquoise Mountain ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die König Charles III. 2006 in Afghanistan gegründet hat.
- Die Ausstellung ist vom 12. bis 22. Februar für die Öffentlichkeit zugänglich.
Was bedeutet das Palast-Statement zu den Prinz Andrew Vorwürfen?
Das Statement des Buckingham-Palastes ist in seiner Deutlichkeit ungewöhnlich. Normalerweise hütet sich das Königshaus vor direkten Kommentaren zu laufenden Verfahren oder persönlichen Anschuldigungen. Die Formulierung, der König habe „in Worten und durch beispiellose Taten“ seine Besorgnis ausgedrückt, lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass Charles die Situation um seinen Bruder sehr ernst nimmt. Es stellt sich die Frage, welche „Taten“ damit gemeint sind. Hat der König intern bereits Konsequenzen gezogen? Oder plant er weitere Schritte, um das Ansehen der Monarchie zu schützen?
Die Distanzierung von Prinz Andrew, der bereits zuvor seine militärischen Ehrentitel und royalen Schirmherrschaften abgeben musste, scheint unumgänglich. Doch wie weit wird Charles gehen? Wird er seinem Bruder weitere Privilegien entziehen? Oder versucht er, einen Weg zu finden, Andrew langfristig aus der Öffentlichkeit zu drängen, ohne ihn völlig zu verstoßen?
Turquoise Mountain: Ein Herzensprojekt des Königs im Schatten der Krise
Die Ausstellung „Craftsmanship and Community: 20 years of Turquoise Mountain“ rückt ein Herzensprojekt von König Charles in den Fokus. Die Wohltätigkeitsorganisation, die er 2006 in Afghanistan gründete, hat sich dem Erhalt traditioneller Handwerkskunst und der Unterstützung lokaler Gemeinschaften verschrieben. Seit zwei Jahrzehnten verbindet Turquoise Mountain Kunsthandwerker mit internationalen Märkten und fördert Bildung und Gesundheitsversorgung. Die King’s Foundation nutzt das denkmalgeschützte Gebäude heute. (Lesen Sie auch: Andrew Mountbatten-Windsor: Epstein-Akten lassen Alibi zerbröseln)
Die Ausstellung in der Garrison Chapel, dem letzten Überbleibsel des ursprünglichen Chelsea-Barracks-Komplexes aus dem 19. Jahrhundert, ist die erste große Retrospektive der Organisation. Besucher können Meisterhandwerker und ihre Arbeiten aus verschiedenen Techniken und Designtraditionen kennenlernen. Für Charles ist Turquoise Mountain mehr als nur eine Wohltätigkeitsorganisation. Es ist ein Ausdruck seines Engagements für den Erhalt kulturellen Erbes und die Förderung nachhaltiger Entwicklung. Doch auch dieses positive Engagement wird von den anhaltenden Prinz Andrew Vorwürfen überschattet, wie Gala berichtet.
Prinz Andrew steht seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, in den Missbrauchsskandal um den US-amerikanischen Geschäftsmann Jeffrey Epstein verwickelt zu sein. Virginia Giuffre, eine Betroffene des Missbrauchsrings, hatte Andrew sexuelle Nötigung vorgeworfen. Der Prinz hat die Vorwürfe stets bestritten, einigte sich aber im Februar 2022 außergerichtlich mit Giuffre.
Wie geht es weiter mit der Monarchie?
Die aktuellen Ereignisse stellen die britische Monarchie vor eine ihrer größten Herausforderungen. Die offizielle Webseite des Königshauses gibt Einblicke in die Arbeit der Royals. König Charles muss einen Weg finden, mit den Prinz Andrew Vorwürfen umzugehen, ohne das Ansehen der Krone weiter zu beschädigen. Gleichzeitig muss er sicherstellen, dass die wichtigen Aufgaben der Monarchie, wie die Unterstützung von Wohltätigkeitsorganisationen und die Förderung des nationalen Zusammenhalts, nicht vernachlässigt werden. (Lesen Sie auch: Epstein-Skandal: Prinz Edward äußert sich als erster…)

Die kommenden Monate werden zeigen, wie Charles diese schwierige Situation meistern wird. Eines ist jedoch sicher: Die Monarchie wird sich verändern müssen, um im 21. Jahrhundert relevant zu bleiben. Ob Charles die Kraft und den Willen hat, diese Veränderungen anzustoßen, bleibt abzuwarten.
Fazit
Die gemeinsame Zurschaustellung von König Charles III. und Königin Camilla in London, überschattet von den anhaltenden Prinz Andrew Vorwürfen, verdeutlicht die Zerreißprobe, vor der die britische Monarchie steht. Während Charles versucht, durch die Unterstützung von Projekten wie Turquoise Mountain ein positives Bild zu vermitteln, bleiben die dunklen Schatten der Vergangenheit präsent. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie Charles mit dieser schwierigen Situation umgeht und welche Konsequenzen er zieht, um das Ansehen der Krone zu wahren und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.














