Rund vier Monate nach der Beschädigung einer Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hat Russland ein Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geschickt.
Eine Sojus-Rakete startete am Sonntag mit einem umbenannten Frachtraumschiff ins All, wie auf einem von der russischen Raumfahrbehörde Roskosmos veröffentlichten Video zu sehen war. „Der Flug verläuft normal“, sagte ein Kommentator.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erklärte dagegen im Onlinedienst X, eine Antenne des Raumschiffs Progress MS-33, die zum Andocken an der ISS gebraucht wird, sei nicht wie vorgesehen ausgefahren worden. Alle anderen Systeme funktionierten aber wie geplant und das Raumschiff setze seinen Flug zur ISS fort. Das Raumschiff, das Treibstoff, Trinkwasser und Sauerstoff geladen hat, soll am Dienstag an der ISS andocken.
Weltraumbahnhof Baikonur als geopolitischer Standort
Russlands einzige Startrampe für bemannte Flüge zur ISS war Ende November beim Start einer Sojus-Rakete, die drei Raumfahrer ins All brachte, teilweise eingestürzt. Die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Monate.
Seit dem Zerfall der Sowjetunion versucht Moskau vergeblich, an frühere Erfolge in der Weltraumforschung anzuknüpfen, und hat den Anschluss an Wettbewerber wie die USA und China verloren. Zudem machten wiederholt Korruptionsskandale Roskosmos zu schaffen.
Quelle: Stern









