In James Vanderbilts neuem Film „Nürnberg“ treffen Rami Malek und Russell Crowe in den Rollen des Psychiaters Douglas Kelley und des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring aufeinander. Kelley wird zu Beginn der Nürnberger Prozesse abkommandiert, um die Psyche der Angeklagten zu untersuchen. Rami Malek Nürnberg steht dabei im Mittelpunkt.

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Auf einen Blick
- Rami Malek spielt den US-amerikanischen Gefängnispsychiater Douglas Kelley.
- Russell Crowe verkörpert Hermann Göring, einen der Hauptangeklagten im Nürnberger Prozess.
- Der Film basiert auf dem Buch „Der Nazi und der Psychiater“ von Jack El-Hai.
- James Vanderbilt führte Regie und schrieb das Drehbuch.
Wie kam es zur Begegnung zwischen Rami Malek als Psychiater und Hermann Göring in Nürnberg?
Rami Malek schlüpft in die Rolle des US-amerikanischen Gefängnispsychiaters Douglas Kelley, der zu Beginn der Nürnberger Prozesse den Auftrag erhält, die Psyche der dort inhaftierten NS-Kriegsverbrecher zu untersuchen. Im Zuge dessen kommt es zu einer folgenreichen Begegnung mit Hermann Göring, gespielt von Russell Crowe.
Der Film „Nürnberg“, in dem Rami Malek in die Rolle des Psychiaters Douglas Kelley schlüpft, beleuchtet eine wenig bekannte, aber hochinteressante Episode der Nachkriegsgeschichte. Der Film basiert auf dem Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“ des Wissenschaftsjournalisten Jack El-Hai. Wie Die Zeit berichtet, wird Kelley zu Beginn des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher dorthin abkommandiert. Seine Aufgabe ist es, die psychische Verfassung der Angeklagten zu beurteilen, um festzustellen, ob sie schuldfähig sind.
Vanderbilt, der bereits mit seinem Regiedebüt „Der Moment der Wahrheit“ (2015) sein Interesse an historischen und politischen Themen bewies, wählt für „Nürnberg“ einen Stoff, der tief in die deutsche Geschichte und die Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs eintaucht. Der Film verspricht, nicht nur die historischen Ereignisse zu rekonstruieren, sondern auch die psychologischen Dimensionen der Täter und ihrer Taten zu ergründen.
Die historische Grundlage: Der Nürnberger Prozess
Der Nürnberger Prozess, der von 1945 bis 1949 stattfand, war ein Meilenstein der internationalen Justiz. Erstmals wurden hochrangige Vertreter eines Staates für Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen. Der Prozess fand im Justizpalast in Nürnberg statt, einem Ort von symbolischer Bedeutung, da die Stadt zuvor ein Zentrum der NS-Propaganda gewesen war. Die Anklage wurde von den Alliierten erhoben, und die Urteile wurden von einem internationalen Militärgerichtshof gefällt. Zu den Angeklagten gehörten neben Hermann Göring auch Persönlichkeiten wie Rudolf Heß, Wilhelm Keitel und Alfred Jodl.
Die Prozesse waren nicht nur juristisch, sondern auch politisch und moralisch von großer Bedeutung. Sie sollten dazu beitragen, die Verbrechen des NS-Regimes aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Gleichzeitig waren sie ein Versuch, eine neue internationale Rechtsordnung zu etablieren, die solche Verbrechen in Zukunft verhindern sollte. Der Nürnberger Kodex, der aus den Prozessen hervorging, legte ethische Richtlinien für medizinische Forschung am Menschen fest und ist bis heute von Bedeutung.
Die Nürnberger Prozesse waren von großer Bedeutung für die Entwicklung des Völkerstrafrechts und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen.
Die Rollenbesetzung: Rami Malek und Russell Crowe
Die Besetzung von Rami Malek als Douglas Kelley und Russell Crowe als Hermann Göring verspricht ein intensives Schauspielduell. Malek, der für seine Darstellung des Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe und vielschichtige Charaktere zu verkörpern. Seine Interpretation des Douglas Kelley dürfte daher besonders spannend sein, da dieser nicht nur als Psychiater, sondern auch als Mensch mit eigenen inneren Konflikten dargestellt wird.
Russell Crowe, ebenfalls Oscar-Preisträger („Gladiator“), hat in seiner Karriere bereits eine Vielzahl von unterschiedlichen Rollen gespielt. Seine Darstellung des Hermann Göring, einem der mächtigsten Männer des NS-Regimes, verspricht eine ebenso fesselnde wie beunruhigende Auseinandersetzung mit der Psyche eines Kriegsverbrechers. Es bleibt abzuwarten, wie Crowe die Ambivalenz und die ideologische Verblendung Görings darstellen wird.
Die Dynamik zwischen Malek und Crowe dürfte im Zentrum des Films stehen. Die Gespräche zwischen Kelley und Göring, die im Film dargestellt werden, sind nicht nur von psychologischem Interesse, sondern auch von historischer Bedeutung. Sie geben Einblick in die Denkweise der Täter und die Mechanismen, die zu den Verbrechen des NS-Regimes führten. Ergänzend dazu, wird die Produktion von Sony Pictures Classics unterstützt.
James Vanderbilt: Drehbuchautor und Regisseur
James Vanderbilt hat sich in Hollywood einen Namen als Drehbuchautor gemacht. Er schrieb unter anderem die Drehbücher zu Filmen wie „Zodiac – Die Spur des Killers“, „The Amazing Spider-Man“ und „White House Down“. Mit „Nürnberg“ beweist er erneut sein Interesse an historischen Stoffen und komplexen Charakteren. Es bleibt abzuwarten, wie er die Geschichte von Douglas Kelley und Hermann Göring inszenieren wird und welche Schwerpunkte er dabei setzen wird. Vanderbilt hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und zahlreiche Recherchen durchgeführt, um ein möglichst authentisches Bild der Ereignisse zu zeichnen.
Vanderbilts Regiearbeit zeichnet sich oft durch eine detailreiche Inszenierung und eine präzise Charakterzeichnung aus. Er legt Wert auf historische Genauigkeit und versucht, die psychologischen Hintergründe seiner Figuren zu ergründen. Auch in „Nürnberg“ dürfte er diesen Ansatz verfolgen und versuchen, ein differenziertes Bild der Protagonisten zu zeichnen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen historischer Genauigkeit und künstlerischer Freiheit zu finden und ein Publikum zu erreichen, das sich für die Thematik interessiert.
Die Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes finden statt.
„Der Nazi und der Psychiater“ von Jack El-Hai erscheint.

James Vanderbilt führt Regie bei „Der Moment der Wahrheit“.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt die Hauptrollen in dem Film „Nürnberg“?
Rami Malek übernimmt die Rolle des US-amerikanischen Psychiaters Douglas Kelley, während Russell Crowe den NS-Kriegsverbrecher Hermann Göring verkörpert. Die beiden Schauspieler stehen im Zentrum des Films.
Auf welcher Vorlage basiert der Film „Nürnberg“?
Der Film basiert auf dem Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“ des Wissenschaftsjournalisten Jack El-Hai. Das Buch beleuchtet die Begegnung zwischen dem Psychiater Douglas Kelley und den inhaftierten NS-Größen.
Wer führt bei dem Film „Nürnberg“ Regie?
James Vanderbilt, der auch das Drehbuch verfasst hat, führt bei dem Film „Nürnberg“ Regie. Vanderbilt hat sich bereits mit seinem Regiedebüt „Der Moment der Wahrheit“ einen Namen gemacht.
Wann spielen die Ereignisse, die im Film „Nürnberg“ dargestellt werden?
Die Haupthandlung des Films spielt während des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes, der von 1945 bis 1949 stattfand. Der Film konzentriert sich auf die psychologische Auseinandersetzung zwischen Kelley und Göring.
Welche Bedeutung haben die Nürnberger Prozesse für die Geschichte?
Die Nürnberger Prozesse waren ein Meilenstein der internationalen Justiz und legten den Grundstein für das Völkerstrafrecht. Erstmals wurden hochrangige Vertreter eines Staates für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen.
Der Film „Nürnberg“ mit Rami Malek und Russell Crowe verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte. Die Begegnung zwischen dem Psychiater Douglas Kelley und dem NS-Kriegsverbrecher Hermann Göring bietet die Grundlage für ein spannendes und aufschlussreiches Drama. Die Regie von James Vanderbilt lässt auf eine detailreiche und psychologisch fundierte Inszenierung hoffen. Laut Informationen der MDR, ist das Thema weiterhin von Relevanz.
