Im Genfer Universitätsspital (HUG) sind über 120 Mitarbeitende der Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie Opfer von Rassismus geworden. Diese alarmierende Zahl geht aus einer internen Umfrage hervor. Um dem Problem des Rassismus im Spital entgegenzuwirken, plant die Klinikleitung nun, das Meldesystem zu verbessern und die Nachverfolgung von Fällen zu intensivieren. Rassismus Spital steht dabei im Mittelpunkt.

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Welche Maßnahmen ergreift das Genfer Universitätsspital gegen Rassismus?
Nachdem eine Umfrage unter den Mitarbeitenden der Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie des Genfer Universitätsspitals (HUG) ein erschreckendes Ausmaß an Rassismusvorfällen aufgedeckt hat, plant die Klinikleitung, das Meldesystem zu verbessern und die Nachverfolgung von Fällen zu intensivieren. Ziel ist es, ein Klima der Offenheit und des Respekts zu fördern und Diskriminierung jeglicher Art zu unterbinden.
Hintergrund der Umfrage
Die Umfrage, die im Genfer Universitätsspital durchgeführt wurde, zielte darauf ab, das Ausmaß von Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz zu erfassen. Die Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie wurde ausgewählt, da hier ein besonders vielfältiges Team arbeitet. Die Ergebnisse der Umfrage waren alarmierend: Über 120 Mitarbeitende gaben an, Opfer von rassistischen Äußerungen, Handlungen oder Diskriminierung geworden zu sein. Wie Blick berichtet, hat das Spital nun reagiert. (Lesen Sie auch: Strafbefehl Fehlalarm: Teurer Toilettengang in ST. Gallen?)
Das ist passiert
- Eine Umfrage im Genfer Universitätsspital (HUG) deckte Rassismusvorfälle auf.
- Über 120 Mitarbeitende der Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie sind betroffen.
- Das Spital plant Verbesserungen im Meldesystem und der Nachverfolgung.
- Ziel ist ein offenes und respektvolles Arbeitsumfeld.
Reaktionen und Konsequenzen
Die Ergebnisse der Umfrage haben im Genfer Universitätsspital (HUG) für Bestürzung gesorgt. Die Klinikleitung hat sich öffentlich zu den Vorfällen geäußert und betont, dass Rassismus in keiner Form toleriert wird. Es wurden interne Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitenden geführt, um die Vorfälle aufzuklären und Unterstützung anzubieten. Zudem wurde eine Taskforce eingesetzt, die sich mit der Analyse der Umfrageergebnisse und der Entwicklung von Maßnahmen zur Prävention von Rassismus befasst.
Geplante Maßnahmen zur Verbesserung
Um dem Problem des Rassismus im Spital nachhaltig entgegenzuwirken, plant das Genfer Universitätsspital (HUG) eine Reihe von Maßnahmen. Dazu gehört die Verbesserung des Meldesystems, um es den Mitarbeitenden zu erleichtern, Vorfälle von Rassismus und Diskriminierung zu melden. Die Meldungen sollen anonym und vertraulich behandelt werden, um Hemmschwellen abzubauen. Des Weiteren soll die Nachverfolgung von Fällen intensiviert werden, um sicherzustellen, dass alle Meldungen gründlich untersucht und angemessene Konsequenzen gezogen werden. Geplant sind auch Schulungen und Sensibilisierungsprogramme für alle Mitarbeitenden, um das Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung zu schärfen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur, in der Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen wird. Das HUG orientiert sich dabei an den Richtlinien und Empfehlungen des Bundesrates zur Bekämpfung von Diskriminierung.
Rassismus im Gesundheitswesen: Ein globales Problem
Die Vorfälle im Genfer Universitätsspital (HUG) sind kein Einzelfall. Rassismus und Diskriminierung sind auch in anderen Gesundheitseinrichtungen ein Problem, sowohl in der Schweiz als auch international. Studien haben gezeigt, dass Mitarbeitende mit Migrationshintergrund oder anderer ethnischer Zugehörigkeit häufiger Opfer von Diskriminierung am Arbeitsplatz werden. Dies kann sich negativ auf ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Arbeitsleistung auswirken. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Gesundheitseinrichtungen Maßnahmen ergreifen, um Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen und ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich ebenfalls dem Thema angenommen und betont die Notwendigkeit, Rassismus im Gesundheitswesen zu bekämpfen, um eine gerechte und gleichberechtigte Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Schneechaos Schweiz: Leserbilder Zeigen Dramatische Lage)
Das Genfer Universitätsspital (HUG) ist eines der größten und renommiertesten Krankenhäuser der Schweiz. Es beschäftigt über 12.000 Mitarbeitende und behandelt jährlich über 50.000 stationäre Patientinnen und Patienten.
Die Rolle von Diversität und Inklusion
Ein wichtiger Aspekt bei der Bekämpfung von Rassismus im Spital ist die Förderung von Diversität und Inklusion. Eine vielfältige Belegschaft, die die Vielfalt der Patientinnen und Patienten widerspiegelt, kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und ein Klima des Respekts und der Wertschätzung zu schaffen. Inklusion bedeutet, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung, die gleichen Chancen haben und sich am Arbeitsplatz wohl und wertgeschätzt fühlen. Das HUG plant, seine Bemühungen in diesem Bereich zu verstärken und gezielte Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion zu entwickeln. Dies beinhaltet unter anderem die Förderung von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund in Führungspositionen und die Schaffung von Netzwerken und Mentoring-Programmen.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse der Umfrage im Genfer Universitätsspital (HUG) haben gezeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen zu bekämpfen. Die geplanten Maßnahmen des Spitals sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie wirksam diese Maßnahmen in der Praxis sein werden. Es ist wichtig, dass das Spital die Umsetzung der Maßnahmen kontinuierlich überwacht und evaluiert, um sicherzustellen, dass sie die gewünschten Ergebnisse erzielen. Nur so kann ein nachhaltiger Wandel hin zu einem inklusiven und diskriminierungsfreien Arbeitsumfeld erreicht werden. Die SRF wird die Entwicklung weiterhin verfolgen. (Lesen Sie auch: Mélanie Meillard bei Olympia 2026: Zwischen Trauma)

Die Aufdeckung des Ausmaßes von Rassismus im Spital unterstreicht die Notwendigkeit für kontinuierliche Anstrengungen zur Förderung von Vielfalt, Inklusion und einem respektvollen Arbeitsumfeld. Die geplanten Maßnahmen des Genfer Universitätsspitals sind ein wichtiger Schritt, um Rassismus im Spital zu bekämpfen und ein Klima der Gleichberechtigung und Wertschätzung zu schaffen.
