Lesezeit: 5 Minuten | Stand: 28.01.2026, 14:30 Uhr
Razzia Deutsche Bank am 28. Januar 2026: Wegen des Verdachts der Geldwäsche durchsucht das Bundeskriminalamt (BKA) die Zentrale des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt sowie einen Standort in Berlin. Die Ermittlungen sollen im Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stehen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste zur Razzia Deutsche Bank in Kürze
- Razzia Deutsche Bank: Was ist passiert?
- Razzia Deutsche Bank: Welche Vorwürfe gibt es?
- Wer ist Roman Abramowitsch?
- Razzia Deutsche Bank: Reaktion des Geldhauses
- Razzia Deutsche Bank: Auswirkungen auf den Aktienkurs
- Deutsche Bank: Nicht der erste Vorfall
- Was bedeutet die Razzia bei der Deutsche Bank für Kunden?
- Razzia Deutsche Bank: Wie geht es weiter?
- Häufige Fragen zur Razzia Deutsche Bank
Das Wichtigste zur Razzia Deutsche Bank in Kürze
- Durchsuchung: BKA und Staatsanwaltschaft Frankfurt durchsuchen Deutsche Bank in Frankfurt und Berlin
- Vorwurf: Verdacht der Geldwäsche und verspätete Verdachtsmeldungen
- Hintergrund: Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unter Geldwäsche-Verdacht
- Zusammenhang: Laut Süddeutsche Zeitung Verbindung zu Firmen von Roman Abramowitsch
- Aktienkurs: Deutsche Bank-Aktie fällt nach Bekanntwerden um rund 3,3 Prozent
- Timing: Razzia erfolgt einen Tag vor der Bilanzvorlage für 2025
Razzia Deutsche Bank: Was ist passiert?
Am Mittwochvormittag gegen 10 Uhr betraten rund 30 Zivilbeamte des Bundeskriminalamts die Zentrale der Deutschen Bank in der Frankfurter Innenstadt. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte, wird auch ein Standort in Berlin durchsucht. Die Razzia bei der Deutsche Bank sorgt für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten.
Die Frankfurter Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen führt die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Beschuldigt werden laut offizieller Mitteilung „unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank AG“.
Der Spiegel hatte zuerst über die Razzia Deutsche Bank berichtet.
Razzia Deutsche Bank: Welche Vorwürfe gibt es?
Im Zentrum der Ermittlungen steht der Verdacht der Geldwäsche. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Deutsche Bank habe in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten, die im Verdacht stünden, „zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein“.
Laut Berichten der Süddeutschen Zeitung soll die Razzia bei der Deutsche Bank im Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stehen. Die Bank soll eine oder mehrere Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Firmen des Milliardärs verspätet an die Behörden übermittelt haben.
⚖️ Rechtlicher Hinweis: Es gilt die Unschuldsvermutung. Ermittlungen und Durchsuchungen sind keine rechtskräftige Feststellung von Schuld. Die genannten Vorwürfe sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

Wer ist Roman Abramowitsch?
Roman Abramowitsch ist ein russischer Milliardär und ehemaliger Besitzer des englischen Fußballclubs FC Chelsea. Seit März 2022 steht er wegen seiner Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin unter EU-Sanktionen. Seine Vermögenswerte in Europa wurden eingefroren.
Investigative Berichte – unter anderem zu den sogenannten MeritServus-Leaks – haben beschrieben, wie Vermögenswerte über Offshore-Konstruktionen und Beteiligungen in europäischen Märkten bewegt worden sein sollen. Ob dies direkt mit der aktuellen Razzia Deutsche Bank verknüpft ist, ist öffentlich nicht abschließend bestätigt.
Razzia Deutsche Bank: Reaktion des Geldhauses
Die Deutsche Bank bestätigte die Durchsuchungen auf Anfrage. Ein Sprecher teilte mit: „Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird. Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen.“
Weitere Details nannte das Geldhaus nicht. Die Razzia Deutsche Bank erfolgt ausgerechnet einen Tag vor der geplanten Bilanzvorlage für das Geschäftsjahr 2025, die für den 29. Januar 2026 angesetzt ist.
Razzia Deutsche Bank: Auswirkungen auf den Aktienkurs
Nach Bekanntwerden der Durchsuchungen geriet die Aktie der Deutschen Bank unter Druck. Das Papier verlor zwischenzeitlich rund 3,3 Prozent und notierte bei etwa 32,43 Euro. Analysten beobachten die Entwicklung genau, da Compliance-Probleme die Reputation des Instituts belasten können.
| Kennzahl | Stand 28.01.2026 |
|---|---|
| Aktienkurs | ca. 32,43 € (-3,3%) |
| ISIN | DE0005140008 |
| Bilanzvorlage 2025 | 29. Januar 2026 |
Deutsche Bank: Nicht der erste Vorfall
Vorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsmeldungen zu spät abzugeben, haben der Deutschen Bank wiederholt Probleme bereitet. Die aktuelle Razzia Deutsche Bank reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein:
April 2022: Durchsuchung der Zentrale durch Staatsanwaltschaft, BKA und BaFin wegen Verdachts auf zu späte Verdachtsmeldungen
2022-2024: BaFin-Sonderbeauftragter überwacht Fortschritte im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
2023: US-Fed verhängt Strafe wegen AML-Compliance-Mängeln (Geldwäschebekämpfung)
2024: Deutsche Bank zahlt rund 1,7 Milliarden Euro zur Beilegung diverser Rechtsstreitigkeiten
Januar 2026: Aktuelle Razzia Deutsche Bank wegen Geldwäsche-Verdacht
Vorstandschef Christian Sewing hatte wiederholt betont, das Geldhaus habe die Altlasten der Vergangenheit hinter sich gelassen. Die aktuelle Razzia Deutsche Bank stellt diese Aussage nun erneut auf die Probe.
Was bedeutet die Razzia bei der Deutsche Bank für Kunden?
Für Privatkunden der Deutschen Bank ändert sich durch die Razzia zunächst nichts. Das tägliche Banking, Überweisungen, Kontoführung und andere Dienstleistungen sind von den Ermittlungen nicht betroffen.
Allerdings könnten intern verschärfte Prüfungen und strengere Onboarding-Prozesse die Folge sein – insbesondere bei grenzüberschreitenden Geschäften oder Kunden mit erhöhtem Risikoprofil.
Razzia Deutsche Bank: Wie geht es weiter?
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang. Bei den Durchsuchungen sollen laut Staatsanwaltschaft „zusätzliche Beweise gesichert werden“. Über den Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, die Transaktionen und deren Umfang machte die Behörde keine weiteren Angaben.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Bilanzvorlage am 29. Januar gelten. Anleger und Analysten dürften CEO Christian Sewing nach einer Stellungnahme zur Razzia Deutsche Bank befragen.
Häufige Fragen zur Razzia Deutsche Bank
Über diesen Artikel:
Dieser Artikel zur Razzia Deutsche Bank wird fortlaufend aktualisiert. Quellen: Staatsanwaltschaft Frankfurt, Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, ZDF, hessenschau, dpa. Stand: 28.01.2026, 14:30 Uhr.












