Die Bundesregierung plant angesichts der Eskalation im Nahen Osten eine Rückholaktion Nahost für deutsche Urlauber. Besonders schutzbedürftige Reisende sollen ab Mittwoch ausgeflogen werden. Ein erster Flug soll nach Maskat, der Hauptstadt des Oman, gehen, um von dort aus deutsche Staatsbürger in Sicherheit zu bringen.

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Auf einen Blick
- Erster Rückholflug startet am Mittwoch nach Maskat, Oman.
- Priorität haben Kinder, Kranke und Schwangere.
- Gestrandete müssen teils über Landweg in den Oman reisen.
- Auswärtiges Amt verstärkt Personal zur Unterstützung.
Erste Rückholaktion für Schutzbedürftige
Wie Außenminister Johann Wadephul (CDU) gegenüber Welt TV mitteilte, konzentriert sich die erste Phase der Rückholaktion Nahost auf besonders schutzbedürftige Personen. Dazu zählen ältere, kranke und schwache Menschen, schwangere Frauen und Kinder. Die Bundesregierung will so schnell wie möglich Hilfe leisten. (Lesen Sie auch: Eskalation in Nahost: Wie Dubais Influencer den…)
Wie viele Personen können ausgeflogen werden?
Die genaue Kapazität des Flugzeugs konnte Wadephul noch nicht beziffern. Er deutete jedoch an, dass es sich um eine Maschine handeln werde, die üblicherweise für den Transport von Touristen über größere Distanzen eingesetzt wird. Die tatsächliche Anzahl der Passagiere hänge auch davon ab, wie viele Personen den Landweg in den Oman bewältigen können.
Wie gelangen die Reisenden zum Flughafen im Oman?
Einige der gestrandeten deutschen Staatsbürger müssen zunächst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in den Oman reisen. Das Auswärtige Amt hat sein Personal vor Ort verstärkt, um bei der Organisation zu helfen. Allerdings sind die Reisenden teilweise selbst dafür verantwortlich, den Transport zu organisieren. Hierbei setzt die Regierung auf die Kooperation mit Reiseunternehmen und die Eigeninitiative der Betroffenen. (Lesen Sie auch: Krieg in Nahost: Deutsche Influencer in Dubai:…)
Unterstützung für alle deutschen Staatsbürger
Neben der priorisierten Rückholaktion Nahost für besonders Bedürftige, sollen auch andere deutsche Staatsbürger Unterstützung erhalten. Denjenigen, denen ein längerer Aufenthalt zugemutet werden kann, werde angeboten, direkt von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland zu fliegen. „Ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen“, so Wadephul.
Die Eskalation des Nahost-Konflikts hat zu Flugraumsperrungen und dem Festliegen von Kreuzfahrtschiffen geführt. Zehntausende Reisende sind betroffen, was die Notwendigkeit einer staatlichen Rückholaktion verdeutlicht. (Lesen Sie auch: TUI Rückholung: Urlauber Werden aus Nahost Zurückgeholt)
Kritik an der Organisation
Die Organisation der Rückholaktion stößt auch auf Kritik. So wird bemängelt, dass die Kommunikation unzureichend sei und viele Reisende im Unklaren darüber gelassen werden, wie und wann sie ausreisen können. Es wird gefordert, dass die Bundesregierung klarere Informationen bereitstellt und die Betroffenen aktiver unterstützt. Wie Stern berichtet, hat das Auswärtige Amt sein Personal vor Ort verstärkt, um die Hilfesuchenden zu unterstützen.
Nächste Schritte
Die Bundesregierung steht vor der Herausforderung, die Rückholaktion Nahost so effizient und reibungslos wie möglich zu gestalten. Dabei ist sie auf die Kooperation der betroffenen Reisenden, der Reiseunternehmen und der lokalen Behörden angewiesen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die geplanten Maßnahmen greifen und wie viele Menschen tatsächlich in Sicherheit gebracht werden können. Die Opposition fordert eine umfassendere Strategie und eine schnellere Umsetzung der Hilfsmaßnahmen. Laut Informationen von Auswärtigem Amt, steht die Sicherheit der Bürger an erster Stelle. (Lesen Sie auch: Urlauber Naher Osten: Erste Rückholflüge Sind Unterwegs)

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