Ein furchtbarer Schlittenunfall in Mecklenburg-Vorpommern hat am 17.02.2026 das Leben des 11-jährigen Lucas beendet. Die Gemeinde Kuchelmiß im Landkreis Rostock steht unter Schock. Besonders herzzerreißend ist der Abschiedsbrief seiner Mitschüler, der am Unfallort niedergelegt wurde und tiefe Trauer und Fassungslosigkeit ausdrückt.
Ein eigentlich als winterlicher Spaß geplanter Ausflug endete in einer Katastrophe. Ein 37-jähriger Mann zog drei Kinder, darunter Lucas, auf einem selbstgebauten Schlitten hinter seinem Auto her. Bei einem Fahrmanöver verlor der Fahrer die Kontrolle über das Gespann, woraufhin der Schlitten gegen einen Holzstapel prallte. Für den 11-jährigen Lucas kam jede Hilfe zu spät; er verstarb noch an der Unfallstelle. Ein 13-jähriger Junge und ein 11-jähriges Mädchen erlitten leichte Verletzungen. Die Trauer in der Gemeinde und an der Schule des Jungen ist unermesslich.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Tragischer Unfall: Ein 11-jähriger Junge namens Lucas starb am Sonntag bei einem Schlittenunfall nahe Kuchelmiß in Mecklenburg-Vorpommern.
- Unfallursache: Er saß mit zwei weiteren Kindern auf einem Schlitten, der von einem Auto gezogen wurde und gegen einen Holzstapel prallte.
- Fahrer im Fokus: Gegen den 37-jährigen Fahrer, der nicht mit den Kindern verwandt ist, wird wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt.
- Tiefe Trauer: Mitschüler und Freunde hinterließen am Unfallort Briefe, Blumen und Kuscheltiere, um ihre Trauer auszudrücken.
- Rührende Botschaft: In einem Brief schrieben Klassenkameraden: „Lieber Lucas, komm gut über die Regenbogenbrücke“.
- Weitere Verletzte: Ein 13-jähriger Junge und ein 11-jähriges Mädchen wurden bei dem Unglück leicht verletzt.
- Ermittlungen laufen: Ein Sachverständiger wurde zur Klärung der genauen Unfallursache hinzugezogen.
Der Unfallhergang in Mecklenburg-Vorpommern
Am Sonntagvormittag ereignete sich der tödliche Vorfall auf einem Feldweg bei Kuchelmiß. Ein 37-jähriger Mann hatte einen selbstgebauten Plastikschlitten, eine Art Wanne, an sein Auto gebunden. In diesem saßen der 11-jährige Lucas, ein gleichaltriges Mädchen und ein 13 Jahre alter Junge. Laut Polizeiangaben verlor der Fahrer aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Infolgedessen schleuderte der angehängte Schlitten mit hoher Geschwindigkeit gegen einen am Wegesrand gelagerten Stapel Baumstämme. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass Lucas schwerste Verletzungen erlitt, denen er trotz sofortiger Reanimationsversuche noch am Unfallort erlag.
Wer war der verunglückte Junge?
Lucas war ein 11-jähriger Junge aus der Region, der bei Freunden und Familie als lebensfroh beschrieben wird. Sein plötzlicher Tod reißt eine große Lücke in sein soziales Umfeld. Die Anteilnahme in der Gemeinde ist groß. An der Unfallstelle, die zu einem Ort des stillen Gedenkens geworden ist, zeigen zahlreiche Kerzen, Blumen und persönliche Gegenstände die tiefe Verbundenheit mit dem Jungen und seiner Familie. Der Vorfall erinnert an die Gefahren, die winterliche Freizeitaktivitäten bergen können, wie auch ein kürzlicher ICE Unfall in Denzlingen auf tragische Weise zeigte.
Rührender Abschied der Mitschüler nach dem Schlittenunfall
Die Nachricht vom Tod ihres Freundes und Klassenkameraden traf die Mitschüler von Lucas schwer. In ihrer Trauer verfassten sie einen bewegenden Brief, den sie an der Unglücksstelle niederlegten. Mit den Worten „Lieber Lucas, komm gut über die Regenbogenbrücke“ nehmen sie Abschied und drücken ihre Hoffnung aus, dass er an einem besseren Ort ist. Diese Geste zeigt den tiefen Zusammenhalt und die Freundschaft, die die Kinder verband. Die kindliche Art, mit einem solch schweren Verlust umzugehen, berührt die gesamte Gemeinde und macht die Tragödie des Schlittenunfalls in Mecklenburg-Vorpommern noch greifbarer.
Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Hergang des Schlittenunfalls in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. Gegen den 37-jährigen Fahrer des Wagens wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. Ersten Überprüfungen zufolge stand der Mann zum Unfallzeitpunkt nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Ein Gutachter der DEKRA wurde hinzugezogen, um den Unfallhergang exakt zu rekonstruieren. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Frage, wieso der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und inwieweit die gefährliche Konstruktion des Gespanns zum Unglück beitrug. Solche tragischen Ereignisse führen oft zu Diskussionen über Sicherheitsmaßnahmen, ähnlich wie nach dem Zugbrand in Magdeburg, bei dem die Streckensicherheit im Fokus stand.
Welche Gefahren birgt das Rodeln hinter Fahrzeugen?
Das Ziehen von Schlitten oder anderen Gleitgeräten hinter motorisierten Fahrzeugen ist extrem gefährlich und in der Regel verboten. Experten warnen eindringlich vor dieser Praxis. Die Gründe dafür sind vielfältig:
- Fehlende Kontrolle: Personen auf dem Schlitten haben keine Möglichkeit zu lenken oder zu bremsen. Sie sind dem Fahrer des Zugfahrzeugs hilflos ausgeliefert.
- Hohe Geschwindigkeiten: Selbst bei geringem Tempo des Autos erreichen die Schlitten schnell hohe Geschwindigkeiten, die nicht mehr beherrschbar sind.
- Unberechenbare Physik: In Kurven oder bei Bremsmanövern können die Schlitten unkontrolliert ausschwenken oder nach vorne schießen.
- Hindernisse: Kleine Unebenheiten oder Hindernisse auf der Fahrbahn können den Schlitten aus der Bahn werfen und zu schweren Stürzen führen.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rät dringend davon ab, solche Risiken einzugehen. Sicheres Rodeln findet ausschließlich auf dafür vorgesehenen und gesicherten Hängen statt.
Übersicht der Risiken
| Risikofaktor | Beschreibung der Gefahr |
|---|---|
| Kontrollverlust | Der Schlitten kann nicht gesteuert oder gebremst werden; er folgt unkontrollierbar dem Zugfahrzeug. |
| Geschwindigkeit | Unterschätzte und schnell erreichte hohe Geschwindigkeiten führen zu schweren Unfällen. |
| Ausschwenken | In Kurven wirken starke Fliehkräfte, die den Schlitten seitlich wegschleudern können. |
| Hindernisse | Der Schlitten kann an Bäumen, Zäunen oder, wie bei diesem Schlittenunfall in Mecklenburg-Vorpommern, an Holzstapeln zerschellen. |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist bei dem Schlittenunfall in Mecklenburg-Vorpommern passiert?
Ein 11-jähriger Junge ist gestorben, nachdem ein von einem Auto gezogener Schlitten, auf dem er saß, gegen einen Holzstapel prallte. Der 37-jährige Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Zwei weitere Kinder wurden leicht verletzt.
Wo hat sich der tödliche Unfall ereignet?
Der Unfall ereignete sich am Sonntag, den 15. Februar 2026, auf einem Feldweg in der Nähe der Gemeinde Kuchelmiß im Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern.
Wie haben die Mitschüler auf den Tod ihres Freundes reagiert?
Die Mitschüler zeigten ihre tiefe Trauer, indem sie am Unfallort Blumen, Kerzen und einen rührenden Brief niederlegten. In dem Brief verabschiedeten sie sich mit den Worten: „Lieber Lucas, komm gut über die Regenbogenbrücke“.
Wird gegen den Fahrer des Autos ermittelt?
Ja, die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen den 37-jährigen Fahrer eingeleitet. Er war laut ersten Erkenntnissen fahrtüchtig.
Ist es erlaubt, einen Schlitten von einem Auto ziehen zu lassen?
Nein, das Ziehen von Personen auf Schlitten oder ähnlichen Geräten durch Kraftfahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum ist verboten und extrem gefährlich. Informationen zur Verkehrssicherheit bietet auch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.
Fazit zur Tragödie
Der tödliche Schlittenunfall in Mecklenburg-Vorpommern ist eine schreckliche Tragödie, die ein junges Leben viel zu früh beendet hat. Er dient als drastische Mahnung vor den extremen Gefahren, die von leichtsinnigen Aktionen wie dem Ziehen eines Schlittens hinter einem Auto ausgehen. Die herzzerreißenden Abschiedsworte der Mitschüler von Lucas zeigen, wie tief der Verlust die Gemeinschaft erschüttert. Während die polizeilichen Ermittlungen zur Klärung der genauen Umstände andauern, bleibt die Trauer um einen verlorenen Freund, Mitschüler und Sohn.