Ein Wintereinbruch bringt ergiebigen Schneefall in die Schweizer Alpen. Die Schneefallgrenze sinkt und es werden bis Mittwoch bis zu einem Meter Neuschnee oberhalb von 1500 Metern erwartet. Dies führt zu einer erheblichen Lawinengefahr und möglichen Einschränkungen im Verkehr.

Hintergrund zur aktuellen Schneelage
Die Schweiz erlebt derzeit ein turbulentes Wettergeschehen. Verantwortlich dafür ist eine starke nordwestliche Strömung vom Atlantik, die feuchte Luft in die Alpen transportiert. Ein Hoch vor Portugal und ein Tief über der Nordsee haben sich so positioniert, dass diese Strömung direkt auf die Alpen gerichtet ist. Diese Wetterlage führt zu den aktuellen starken Schneefällen. (Lesen Sie auch: Tragödie am Stubaier Gletscher: Zwei Snowboarder sterben)
Aktuelle Entwicklung: Schneefallwarnung und Neuschneemengen
Meteo Schweiz hat für mehrere Regionen der Schweiz eine Schneefallwarnung der Stufe 3 herausgegeben. Diese Warnung gilt ab Sonntagabend bis Mittwoch. Besonders betroffen sind die Regionen im Osten der Schweiz, die Innerschweiz sowie einige Gebiete im Westen. Oberhalb von 1500 Metern werden 70 bis 100 Zentimeter Neuschnee erwartet. Meteo Schweiz informiert laufend über die aktuelle Lage.
Die SRF Meteo Meteorologin Stephanie Westerhuis erklärt, dass es in diesen Tagen so viel Schnee geben soll wie im ganzen restlichen Winter. Der viele Niederschlag kommt vom Atlantik her. Ein Hoch vor Portugal und ein Tief über der Nordsee haben sich so positioniert, dass eine starke nordwestliche Strömung direkt auf die Alpen gerichtet ist. (Lesen Sie auch: Stefanie Giesinger setzt auf Getränke-Startup HEJhäppi)
Die Schneefallgrenze lag zunächst bei 400 bis 600 Metern, stieg aber in der Nacht auf Montag auf der Alpennordseite auf 1100 bis 1500 Meter. Am Montag lag sie bei 800 bis 1200 Metern und sinkt am Abend und in der Nacht auf Dienstag auf 600 Meter. Im Flachland liegen die Höchsttemperaturen um die 7 Grad.
Auswirkungen auf Verkehr und Lawinengefahr
Der ergiebige Schneefall kann zu Einschränkungen im Verkehr führen. Besonders in höheren Lagen ist mit schwierigen Straßenverhältnissen zu rechnen. Auch der Bahnverkehr kann beeinträchtigt sein. Reisende sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Lage informieren. Aufgrund der großen Neuschneemengen herrscht in den Alpen eine erhebliche Lawinengefahr. Wintersportler sollten unbedingt die Warnungen der Lawinenwarndienste beachten und nur gesicherte Pisten befahren. Der Lawinenwarndienst gibt detaillierte Auskunft über die aktuelle Gefahrenlage. (Lesen Sie auch: Rosenmontagszug Bonn 2026: Alle Infos zu Motto,…)
Die Schneefallgrenze im Klimawandel
Die Schneefallgrenze ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel. Steigende Temperaturen führen dazu, dass die Schneefallgrenze in höhere Lagen steigt. Dies hat Auswirkungen auf den Wintertourismus, die Wasserversorgung und die Ökosysteme in den Alpen. Der Klimawandel führt zu kürzeren Wintern und weniger Schnee in den tieferen Lagen. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren, sind Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen erforderlich.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Am Dienstag setzt sich das unbeständige Wetter fort. Es gibt weitere Niederschläge und die Schneefallgrenze sinkt weiter. Erst am Mittwoch trocknet es ab. Die Temperaturen bleiben aber weiterhin niedrig. Es ist weiterhin mit winterlichen Verhältnissen in den Alpen zu rechnen. (Lesen Sie auch: Faschingsdienstag 2026: Buntes Treiben erreicht Höhepunkt)

Winterliche Vorhersage im Überblick
Die zu erwartenden Schneemengen und die aktuelle Schneefallgrenze sind wichtige Informationen für die Planung von Aktivitäten im Freien. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die erwarteten Schneemengen in verschiedenen Höhenlagen:
| Höhenlage | Erwartete Neuschneemenge bis Mittwoch |
|---|---|
| Unterhalb von 600 Metern | Regen oder Schneeregen |
| 600 – 1500 Meter | Bis zu 30 Zentimeter |
| Oberhalb von 1500 Metern | 70 – 100 Zentimeter |
Häufig gestellte Fragen zu schneefallgrenze
Wo liegt die Schneefallgrenze aktuell in der Schweiz?
Die Schneefallgrenze in der Schweiz liegt aktuell zwischen 600 und 1200 Metern, wobei sie tendenziell sinkt. In den Alpen oberhalb von 1500 Metern werden bis zu einem Meter Neuschnee erwartet, was zu winterlichen Bedingungen führt.
Welche Regionen sind besonders vom Schneefall betroffen?
Besonders betroffen vom ergiebigen Schneefall sind die Regionen im Osten der Schweiz, die Innerschweiz sowie einige Gebiete im Westen. Hier gilt eine Schneefallwarnung der Stufe 3, herausgegeben von Meteo Schweiz, aufgrund erwarteter Neuschneemengen.
Mit welchen Auswirkungen auf den Verkehr ist zu rechnen?
Aufgrund des Schneefalls kann es zu Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr kommen. Besonders in höheren Lagen ist mit schwierigen Straßenverhältnissen zu rechnen. Reisende sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Wie hoch ist die Lawinengefahr in den betroffenen Gebieten?
In den Alpen herrscht aufgrund der großen Neuschneemengen eine erhebliche Lawinengefahr. Wintersportler sollten die Warnungen der Lawinenwarndienste beachten und nur gesicherte Pisten befahren. Informationen zur aktuellen Lawinengefahr gibt es beim Lawinenwarndienst.
Welche Rolle spielt die Schneefallgrenze im Klimawandel?
Die Schneefallgrenze ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel. Steigende Temperaturen führen dazu, dass die Schneefallgrenze in höhere Lagen steigt, was Auswirkungen auf Wintertourismus, Wasserversorgung und Ökosysteme hat. Der Klimawandel verkürzt Winter und reduziert Schnee in tieferen Lagen.
