Stand 17.02.2026, zeigt eine politisch brisante INSA-Umfrage eine überraschende Entwicklung: Olaf Scholz ist plötzlich beliebter als Merz. Fast genau ein Jahr, nachdem die Ampel-Koalition abgewählt wurde und eine schwarz-rote Regierung unter Kanzler Friedrich Merz die Amtsgeschäfte übernahm, hat sich das Blatt in der Wählergunst gewendet. Dieser Umschwung kommt unerwartet, da die vorherige Regierung aus SPD, Grünen und FDP am Ende ihrer Amtszeit als extrem unpopulär galt.
Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA für BILD offenbart eine tiefgreifende Unzufriedenheit mit der amtierenden Regierung. Folglich bewerten die Deutschen die Arbeit von Ex-Kanzler Scholz und seinen damaligen Ministern nun besser als die des Kabinetts von Friedrich Merz. Doch was sind die genauen Ursachen für dieses politische Stimmungsbild, das viele Beobachter überrascht?
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Überraschende Wende: Ex-Kanzler Olaf Scholz ist laut einer aktuellen INSA-Umfrage in der Wählergunst beliebter als der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz.
- Hohe Unzufriedenheit: 68 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung unzufrieden.
- Kanzler in der Kritik: Auch Kanzler Friedrich Merz persönlich steht in der Kritik; 67 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden.
- Expertenmeinung: INSA-Chef Hermann Binkert sieht den Grund im schnell aufgebrauchten Vertrauensvorschuss der neuen Regierung.
- Historischer Vergleich: Die ehemalige Ampel-Koalition wird nun, trotz ihrer damaligen Unbeliebtheit, positiver bewertet als die aktuelle Regierung.
Die aktuellen Umfragewerte im Detail
Die neuesten Zahlen des renommierten Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere, erhoben für BILD am SONNTAG Ende Januar 2026, zeichnen ein klares Bild. Die Unzufriedenheit mit der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat einen Höchststand erreicht. Allerdings ist nicht nur die Regierung als Ganzes betroffen, sondern auch ihr Kanzler. Die persönliche Popularität von Friedrich Merz ist demnach signifikant gesunken, während Olaf Scholz als Oppositionsführer anscheinend an Profil gewinnt.
Diese Entwicklung ist deshalb bemerkenswert, weil die Ampel-Koalition vor einem Jahr aufgrund interner Streitigkeiten und unpopulärer Entscheidungen massiv an Rückhalt verloren hatte. Die jetzige Situation, in der Scholz beliebter als Merz ist, deutet auf eine tiefere Enttäuschung der Wähler über die aktuelle politische Leistung hin. Viele Bürger hatten offenbar größere Erwartungen an den Regierungswechsel, die sich bisher nicht erfüllt haben.
Vergleich der Zufriedenheitswerte
Die folgende Tabelle stellt die zentralen Werte der Unzufriedenheit gegenüber und verdeutlicht den dramatischen Stimmungswandel innerhalb nur eines Jahres.
| Politiker / Regierung | Unzufriedenheit (Januar 2026) |
|---|---|
| Bundesregierung (Schwarz-Rot) | 68 % |
| Bundeskanzler Friedrich Merz | 67 % |
| Olaf Scholz (Bewertung im Rückblick) | Geringer als bei Merz |
Expertenanalyse: Warum ist Scholz beliebter als Merz?
Für Hermann Binkert, den Chef von INSA, sind die Ergebnisse keine wirkliche Überraschung. Er erklärt den Trend als Ausdruck einer wachsenden allgemeinen Unzufriedenheit. „Schwarz-Rot startete mit einem Vertrauensvorschuss, doch der war schnell aufgebraucht“, so Binkert. Diese Aussage impliziert, dass die Wähler der neuen Regierung eine Chance gaben, jedoch von den bisherigen Ergebnissen enttäuscht sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von wirtschaftlichen Sorgen bis hin zu ungelösten gesellschaftlichen Konflikten.
Verlorener Vertrauensvorschuss und enttäuschte Erwartungen
Der anfängliche Optimismus nach dem Regierungswechsel scheint verflogen. Viele Bürger hatten gehofft, dass eine Regierung unter Friedrich Merz drängende Probleme wie die Inflation, die Energiekrise oder die internationale Sicherheitslage entschlossener angehen würde. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, schlägt die Stimmung schnell um. Außerdem profitiert Scholz von seiner neuen Rolle: Als Oppositionsführer kann er kritisieren, ohne selbst unmittelbare Regierungsverantwortung tragen zu müssen. Dieses Phänomen ist in der Politik nicht unüblich.
Vergleich Ampel vs. Schwarz-Rot: Eine Bilanz
Die Ampel-Koalition wurde oft für ihre internen Konflikte, insbesondere zwischen FDP und Grünen, kritisiert. Diese ständigen Auseinandersetzungen führten zu einem Bild der Zerrissenheit und schadeten dem Ansehen der gesamten Regierung. Die aktuelle schwarz-rote Koalition startete mit dem Versprechen, stabiler und geschlossener zu agieren. Die Umfrageergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Bürger die Ergebnisse dieser neuen Regierung als noch weniger zufriedenstellend empfinden. Möglicherweise werden nun die damaligen Herausforderungen der Ampel in einem milderen Licht gesehen, wie bereits in unserem Artikel über den Spionageprozess Ott die Komplexität politischer Lagen analysiert wurde.
Politische Folgen: Druck auf Kanzler Merz wächst
Ein solches Umfrageergebnis bleibt nicht ohne politische Konsequenzen. Der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett wird folglich zunehmen. Innerparteiliche Kritiker könnten sich bestärkt fühlen, und die Debatte über den richtigen Kurs der Regierung dürfte an Schärfe gewinnen. Für die Oppositionsparteien, allen voran die SPD mit Olaf Scholz, ist dies eine Steilvorlage. Sie können die Unzufriedenheit nutzen, um politisches Kapital daraus zu schlagen und sich als Alternative zu positionieren. Die Dynamik im Deutschen Bundestag könnte sich dadurch in den kommenden Monaten spürbar verändern.
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Für eine tiefere Analyse der aktuellen politischen Stimmung in Deutschland empfehlen wir diesen Beitrag über politische Umfragen und deren Auswirkungen.
Ein Video von DW News, das die Dynamik von Wahlen in Deutschland erklärt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Scholz und Merz
Was genau besagt die neue Umfrage zu Scholz und Merz?
Die aktuelle INSA-Umfrage von Ende Januar 2026 zeigt, dass die Deutschen die Arbeit von Ex-Kanzler Olaf Scholz und seiner Regierung im Rückblick positiver bewerten als die des amtierenden Kanzlers Friedrich Merz und seiner schwarz-roten Koalition. Die Unzufriedenheit mit Merz (67%) und der Regierung (68%) ist sehr hoch.
Warum ist Olaf Scholz plötzlich beliebter als Merz?
Experten wie INSA-Chef Hermann Binkert führen dies hauptsächlich auf die hohe Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung zurück. Der anfängliche Vertrauensvorschuss für Kanzler Merz sei schnell aufgebraucht worden. Scholz profitiert zudem von seiner Rolle als Oppositionsführer, der ohne direkte Regierungsverantwortung kritisieren kann.
Wer hat die Umfrage durchgeführt?
Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut INSA-Consulere im Auftrag von BILD am SONNTAG durchgeführt. INSA ist eines der führenden Institute für politische Umfragen in Deutschland.
Wie hoch ist die allgemeine Unzufriedenheit mit der Bundesregierung?
Laut der Erhebung sind 68 Prozent der befragten Deutschen mit der Arbeit der amtierenden schwarz-roten Bundesregierung unzufrieden. Dies ist ein sehr hoher Wert, der auf eine breite Enttäuschung in der Bevölkerung hindeutet.
Welche politischen Konsequenzen könnte dieses Umfrageergebnis haben?
Das Ergebnis erhöht den politischen Druck auf Kanzler Merz und seine Regierung. Es könnte zu internen Debatten in den Koalitionsparteien führen und stärkt gleichzeitig die Position der Opposition, die die Unzufriedenheit für sich nutzen kann.
Fazit: Unzufriedenheit als treibende Kraft
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das aktuelle Umfragehoch für Olaf Scholz weniger auf eine plötzliche Begeisterung für seine Person zurückzuführen ist, sondern vielmehr ein Symptom der tiefen Enttäuschung über die amtierende Regierung darstellt. Die Tatsache, dass Scholz beliebter als Merz ist, fungiert als klares Alarmsignal für das Kanzleramt. Die schwarz-rote Koalition muss dringend Wege finden, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen, um eine dauerhafte politische Krise zu vermeiden. Ansonsten könnte die öffentliche Meinung, wie auch bei anderen Themen wie der Insolvenz von Traditionsherstellern, schnell zu unumkehrbaren Fakten führen.
Informationen zum Autor
Hans Meiser ist ein erfahrener Politik-Redakteur bei mindelmedia-news.de mit über 15 Jahren Erfahrung in der Analyse der deutschen Innenpolitik. Er hat an der Universität München Politikwissenschaft studiert und ist spezialisiert auf Wahlforschung und Regierungssysteme.
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Politisches Erdbeben in Deutschland: Ein Jahr nach dem Regierungswechsel ist Ex-Kanzler Olaf Scholz in der Wählergunst beliebter als der amtierende Kanzler Friedrich Merz. Eine INSA-Umfrage zeigt, dass 68% der Deutschen mit der aktuellen Regierung unzufrieden sind. Was sind die Gründe für diese dramatische Wende? Wir haben die Analyse. #Bundesregierung #PolitikDeutschland #OlafScholz #FriedrichMerz #INSA #Umfrage
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#Politikanalyse: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt eine signifikante Verschiebung in der politischen Stimmung. Olaf Scholz‘ Popularität übersteigt die von Kanzler Friedrich Merz, was auf eine tiefgreifende Unzufriedenheit mit der amtierenden schwarz-roten Regierung hindeutet. INSA-Chef Hermann Binkert spricht von einem „schnell aufgebrauchten Vertrauensvorschuss“. Ein klares Signal, dass die Erwartungen der Wähler bisher nicht erfüllt wurden. #Politik #Deutschland #Regierung #Merz #Scholz #Meinungsforschung #Leadership