Die Europäische Kommission hat eine formelle Untersuchung gegen den chinesischen Online-Händler Shein eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchung stehen mögliche Verstöße gegen EU-Gesetze, insbesondere der Verkauf von illegalen Produkten sowie Bedenken hinsichtlich des Designs der Plattform.

Hintergrund der Shein-Untersuchung
Die EU-Kommission hatte bereits im vergangenen Jahr Informationen von Shein angefordert. Nun folgt eine formelle Untersuchung, die sich auf drei Kernbereiche konzentriert. Neben dem Verkauf illegaler Produkte – darunter kinderähnliche Sexspielzeuge und Waffen – wird auch das Design der Plattform selbst unter die Lupe genommen. Hier geht es um sogenannte „addictive designs“, also Elemente, die Nutzer potenziell süchtig machen sollen. Dazu gehören beispielsweise Bonusprogramme, Gamification-Elemente und Belohnungen, die laut EU-Beamten das psychische Wohlbefinden der Nutzer gefährden könnten. (Lesen Sie auch: "Sing Meinen Song 2026": Diese Stars sind…)
Aktuelle Entwicklung: Details der Untersuchung
Die Untersuchung zielt laut The Guardian darauf ab, zu klären, ob Shein ausreichend Maßnahmen ergreift, um den Verkauf illegaler Produkte über seine Plattform zu verhindern. Ein EU-Beamter äußerte die Vermutung, dass das System von Shein nicht darauf ausgelegt sei, den Verkauf illegaler Produkte zu verhindern. Konkret geht es um Berichte über Kleidung, Kosmetika und Elektronikprodukte, die nicht den EU-Standards entsprechen. Des Weiteren wird untersucht, ob die Empfehlungssysteme von Shein die Nutzer mit Produktvorschlägen überfordern.
Die Europäische Kommission wird nun prüfen, ob Shein gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Dieser verpflichtet sehr große Online-Plattformen, illegale Inhalte zu entfernen und Nutzer vor schädlichen Inhalten zu schützen. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die EU-Kommission hat die Befugnis, Zwangsgelder zu verhängen, um sicherzustellen, dass Unternehmen die angeforderten Informationen bereitstellen. (Lesen Sie auch: "Sing Meinen Song": Die Stars der neuen…)
Reaktionen und Einordnung
Die Einleitung der Untersuchung gegen Shein unterstreicht die wachsende Bedeutung der Regulierung von Online-Plattformen. Die EU will sicherstellen, dass sich auch große Online-Händler an europäische Gesetze halten und Verbraucher vor illegalen und schädlichen Produkten schützen. Es ist ein Signal an alle Online-Händler, dass die EU die Einhaltung der Regeln ernst nimmt und Verstöße konsequent ahnden wird.
Was bedeutet die EU-Untersuchung für Shein?
Für Shein bedeutet die Untersuchung zunächst einmal einen erheblichen Imageschaden. Der Vorwurf, illegale Produkte zu verkaufen und Nutzer mit „addictive designs“ zu manipulieren, wiegt schwer. Sollte die EU-Kommission zu dem Schluss kommen, dass Shein tatsächlich gegen EU-Gesetze verstößt, drohen dem Unternehmen hohe Geldstrafen. Darüber hinaus könnte die Untersuchung dazu führen, dass Shein seine Geschäftspraktiken grundlegend ändern muss. Das Unternehmen müsste beispielsweise seine Kontrollmechanismen verstärken, um den Verkauf illegaler Produkte zu verhindern, und sein Plattformdesign überarbeiten, um Nutzer besser vor Manipulation zu schützen. (Lesen Sie auch: Ireland VS Zimbabwe: vs.: Regen verzögert T20…)
Die Untersuchung könnte auch Auswirkungen auf andere Online-Händler haben. Sie könnte dazu führen, dass die EU ihre Kontrollen verschärft und strengere Regeln für den Online-Handel erlässt. Dies würde den Wettbewerb fairer gestalten und Verbraucher besser schützen.
Die Deutsche Bundesregierung hat auf ihrer offiziellen Webseite Informationen zum Thema Verbraucherschutz veröffentlicht.Sollten sich die Vorwürfe gegen Shein bestätigen, drohen dem Unternehmen erhebliche Konsequenzen. Unabhängig vom Ausgang der Untersuchung zeigt der Fall Shein, dass die Regulierung von Online-Plattformen ein wichtiges Thema ist, das in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird. Es ist zu erwarten, dass die EU auch weiterhin genau prüfen wird, ob sich Online-Händler an europäische Gesetze halten und Verbraucher ausreichend schützen. (Lesen Sie auch: US-Bürgerrechtler Jesse Jackson stirbt im Alter von…)

Die Aktie des Mutterkonzerns von Shein reagierte auf die Ankündigung der Untersuchung zunächst mit einem leichten Kursrückgang. Analysten der Bloomberg erwarten, dass die Untersuchung das Wachstum von Shein in Europa bremsen könnte. Eine Analyse der Citigroup vom 16. Februar 2026 sieht ein Kursziel von 120 Euro für die Aktie, betont aber, dass die Untersuchung ein Unsicherheitsfaktor sei. Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
Häufig gestellte Fragen zu shein
Warum ermittelt die EU-Kommission gegen Shein?
Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen Shein eingeleitet, da der Verdacht besteht, dass das Unternehmen gegen EU-Gesetze verstößt. Im Fokus stehen der Verkauf illegaler Produkte wie kinderähnliche Sexspielzeuge und Waffen sowie Bedenken hinsichtlich des Designs der Plattform, das Nutzer potenziell süchtig machen soll.
Welche Konsequenzen drohen Shein im Falle eines Schuldspruchs?
Sollte die EU-Kommission zu dem Schluss kommen, dass Shein gegen EU-Gesetze verstößt, drohen dem Unternehmen hohe Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Darüber hinaus könnte die Untersuchung dazu führen, dass Shein seine Geschäftspraktiken grundlegend ändern muss.
Was sind „addictive designs“ und warum sind sie problematisch?
„Addictive designs“ sind Elemente im Design einer Plattform, die Nutzer potenziell süchtig machen sollen. Dazu gehören beispielsweise Bonusprogramme, Gamification-Elemente und Belohnungen. Sie sind problematisch, weil sie das psychische Wohlbefinden der Nutzer gefährden und zu unkontrolliertem Konsumverhalten führen können.
Welche Rolle spielt der Digital Services Act (DSA) in der Untersuchung?
Der Digital Services Act (DSA) verpflichtet sehr große Online-Plattformen, illegale Inhalte zu entfernen und Nutzer vor schädlichen Inhalten zu schützen. Die EU-Kommission wird prüfen, ob Shein gegen den DSA verstößt, indem das Unternehmen nicht ausreichend Maßnahmen ergreift, um den Verkauf illegaler Produkte über seine Plattform zu verhindern.
Wie könnten andere Online-Händler von der Shein-Untersuchung betroffen sein?
Die Shein-Untersuchung könnte dazu führen, dass die EU ihre Kontrollen verschärft und strengere Regeln für den Online-Handel erlässt. Dies würde den Wettbewerb fairer gestalten und Verbraucher besser schützen. Andere Online-Händler könnten sich auf strengere Auflagen und Kontrollen einstellen müssen.
