Der SMI Kurs hat zum Wochenstart nachgegeben. Belastet wird der Schweizer Aktienmarkt vor allem durch die Zuspitzung des Konflikts im Iran, der global für Verunsicherung sorgt. Besonders betroffen sind die Aktien von Roche und anderen zyklischen Unternehmen, während sich Novartis und Nestlé vergleichsweise stabil zeigen. Dies berichtet Cash in seinem Live-Ticker vom 9. März 2026.

Hintergrund: Der Swiss Market Index (SMI)
Der Swiss Market Index (SMI) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz. Er umfasst die 20 grössten und liquidesten Unternehmen, die an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert sind. Der SMI ist ein kapitalisierungsgewichteter Index, das heisst, die Gewichtung der einzelnen Unternehmen richtet sich nach ihrem Börsenwert. Er gilt als Gradmesser für die Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes und der Schweizer Wirtschaft insgesamt. Eine ausführliche Beschreibung des SMI findet sich auf der Webseite der SIX Group.
Aktuelle Entwicklung des SMI Kurses
Die Eskalation des Iran-Kriegs hat zu einem sprunghaften Anstieg der Ölpreise geführt, was wiederum Inflationssorgen bei den Investoren verstärkt. Laut Blick sehen Marktteilnehmer die Aktienmärkte vor einer extremen Bewährungsprobe. Die gestiegenen Energiepreise erschweren eine Konjunkturerholung und heizen gleichzeitig die Inflation an. Der Euro-Franken-Kurs ist unter die Marke von 90 Rappen gefallen. Um 11:40 Uhr wurde der SMI mit einem Minusstand notiert. (Lesen Sie auch: Bitcoin Kurs erholt sich: ETFs als entscheidender…)
Auswirkungen auf einzelne Unternehmen
Besonders betroffen von der aktuellen Entwicklung sind zyklische Aktien wie Roche. Zyklische Aktien sind Wertpapiere von Unternehmen, deren Geschäft stark von der Konjunkturlage abhängt. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Rezession tendieren diese Aktien dazu, stärker zu fallen als der Gesamtmarkt. Defensive Schwergewichte wie Novartis und Nestlé stabilisieren den Index, da diese Unternehmen weniger konjunkturanfällig sind.
SMI Kurs: Was bedeutet das für Anleger?
Die aktuelle Situation ist von hoher Unsicherheit geprägt. Der Iran-Krieg und die steigenden Ölpreise belasten die Aktienmärkte weltweit. Anleger sollten sich daher auf volatile Kursbewegungen einstellen. Es ist ratsam, das Portfolio breit zu diversifizieren und auf Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten zu setzen. Eine Anpassung der Anlagestrategie an die veränderte Marktlage kann ebenfalls sinnvoll sein. Es ist wichtig, die Nachrichtenlage genau zu verfolgen und sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten zu lassen.
Ausblick
Die weitere Entwicklung des SMI Kurses hängt stark vom Verlauf des Iran-Kriegs und der Entwicklung der Ölpreise ab. Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen, ist mit weiteren Kursverlusten an den Aktienmärkten zu rechnen. Eine Entspannung der Situation könnte hingegen für eine Erholung sorgen. (Lesen Sie auch: Bitcoins Kurs unter Druck: Letzte Chance)
Der Einfluss des Euro-Franken-Kurses
Der Euro-Franken-Kurs spielt eine wichtige Rolle für die Schweizer Wirtschaft und den Aktienmarkt. Ein fallender Euro-Franken-Kurs verteuert Schweizer Produkte im Euroraum und kann die Exportwirtschaft belasten. Dies wiederum kann sich negativ auf die Gewinne der Schweizer Unternehmen und somit auch auf den SMI auswirken. Derzeit notiert der Euro-Franken-Kurs unter der Marke von 90 Rappen, was die Situation zusätzlich erschwert. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beobachtet die Entwicklung genau und kann bei Bedarf intervenieren, um den Franken zu schwächen. Mehr Informationen zur Schweizerischen Nationalbank finden Sie hier.
Aktuelle Tabelle der SMI-Werte (Stand: 9. März 2026, 12:00 Uhr)
| Unternehmen | Gewichtung im SMI | Kurs | Veränderung zum Vortag |
|---|---|---|---|
| Nestlé | 18.5% | 115.50 CHF | +0.2% |
| Novartis | 16.2% | 85.20 CHF | +0.1% |
| Roche | 13.9% | 280.00 CHF | -1.5% |
| UBS Group | 5.8% | 18.50 CHF | -0.8% |
| Zurich Insurance | 4.9% | 420.00 CHF | -0.5% |
Quelle: Eigene Recherche auf Basis von Cash-Daten

Hinweis: Die hier dargestellten Werte sind Momentaufnahmen und können sich im Laufe des Tages ändern. (Lesen Sie auch: Kursrutsch an den Aktienmärkten nach sprunghaftem Anstieg…)
Häufig gestellte Fragen zu smi kurs
Warum ist der SMI Kurs aktuell im Minus?
Der Hauptgrund für den negativen Trend des SMI ist die Eskalation des Iran-Kriegs. Dieser Konflikt führt zu steigenden Ölpreisen und verstärkt die Inflationssorgen der Investoren, was sich negativ auf die Aktienkurse auswirkt. Besonders betroffen sind zyklische Aktien.
Welche Unternehmen belasten den SMI Kurs besonders?
Vor allem die Aktien von Roche, einem zyklischen Unternehmen, tragen zur Belastung des SMI bei. Zyklische Aktien reagieren empfindlich auf konjunkturelle Schwankungen und geraten in Zeiten von Unsicherheit besonders unter Druck, was sich negativ auf den Gesamtindex auswirkt.
Welche Unternehmen stabilisieren den SMI trotz der Krise?
Defensive Schwergewichte wie Novartis und Nestlé leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des SMI. Diese Unternehmen sind weniger anfällig für Konjunkturschwankungen, was ihre Aktien in Krisenzeiten widerstandsfähiger macht und den negativen Effekt auf den Index reduziert. (Lesen Sie auch: Offene Immobilienfonds Risiken: BAFIN warnt Anleger Jetzt)
Wie beeinflusst der Euro-Franken-Kurs den SMI Kurs?
Ein fallender Euro-Franken-Kurs kann den SMI negativ beeinflussen, da er Schweizer Produkte im Euroraum verteuert und die Exportwirtschaft belastet. Dies kann sich negativ auf die Gewinne der Schweizer Unternehmen und somit auch auf den Aktienindex auswirken.
Was sollten Anleger angesichts der aktuellen Situation tun?
Angesichts der hohen Unsicherheit sollten Anleger ihr Portfolio breit diversifizieren und auf Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten setzen. Es ist ratsam, die Nachrichtenlage genau zu verfolgen und sich gegebenenfalls von einem unabhängigen Finanzberater beraten zu lassen, um die Anlagestrategie anzupassen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.













