Die Frage, ob Social-Media-Plattformen bewusst süchtig machend gestaltet sind, steht im Zentrum eines bahnbrechenden Prozesses in Los Angeles. Eine junge Frau, die unter den Initialen KGM bekannt ist, wirft den Tech-Giganten vor, ihre Kindheit durch absichtlich süchtig machende Mechanismen wie endloses Scrollen und manipulierte Algorithmen ruiniert zu haben. Die Folgen für sie seien Depressionen, Angstzustände und ein verzerrtes Körperbild gewesen.

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- Ein Leben im Sog der Algorithmen
- „Endloses Scrollen“ als Suchtmechanismus
- Der Kampf gegen ein verzerrtes Körperbild
- Vergleiche und der Weg vor Gericht
- Was steht für die Social-Media-Konzerne auf dem Spiel?
- Wie funktioniert der Algorithmus wirklich?
- KGM privat: Was ist aktuell über sie bekannt?
- Häufig gestellte Fragen
| Steckbrief: KGM | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Nicht öffentlich bekannt |
| Geburtsdatum | Nicht öffentlich bekannt |
| Geburtsort | Nicht öffentlich bekannt |
| Alter | 20 Jahre |
| Beruf | Nicht öffentlich bekannt |
| Bekannt durch | Klägerin im Social-Media-Suchtprozess |
| Aktuelle Projekte | Nicht öffentlich bekannt |
| Wohnort | Nicht öffentlich bekannt |
| Partner/Beziehung | Nicht öffentlich bekannt |
| Kinder | Nicht öffentlich bekannt |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Ein Leben im Sog der Algorithmen
KGM, heute 20 Jahre alt, begann ihre Reise in die Welt der sozialen Medien bereits im zarten Alter von sechs Jahren. Was mit dem unschuldigen Anschauen von YouTube-Videos begann, entwickelte sich schnell zu einer intensiven Nutzung von Instagram – weit vor dem eigentlich erlaubten Alter. Snapchat und TikTok folgten, und bald war ihr Leben untrennbar mit den Algorithmen und der ständigen Reizüberflutung dieser Plattformen verbunden. Laut einer Meldung von Stern, wirft KGM den Unternehmen vor, die Apps als „Fallen“ für junge Nutzer gestaltet zu haben.
„Endloses Scrollen“ als Suchtmechanismus
Der Begriff „endloses Scrollen“ beschreibt eine Funktion, die in vielen Social-Media-Apps implementiert ist. Durch eine einfache Fingerbewegung gelangt man immer weiter zum nächsten Beitrag, ohne dass es ein Ende gibt. Dieser Mechanismus wird von KGM und ihrem Anwalt als einer der Hauptgründe für die Suchtgefährdung der Plattformen angeführt. Die ständige Verfügbarkeit neuer Inhalte stimuliert das Belohnungssystem im Gehirn und führt dazu, dass Nutzer immer mehr Zeit in den Apps verbringen. Die dadurch ausgelöste Dopaminausschüttung kann süchtig machen und langfristig zu psychischen Problemen führen.
Der Kampf gegen ein verzerrtes Körperbild
Ein besonders belastender Aspekt für KGM war die Erfahrung mit Filtern auf Instagram. Diese Filter verändern das Aussehen von Menschen in Bildern und erzeugen unrealistische Schönheitsideale. KGM berichtete, dass sie zunehmend unzufrieden mit ihrem eigenen Körper wurde und sich sogar schämte, wenn unbearbeitete Bilder von ihr gepostet wurden. Die Algorithmen der Plattformen verstärkten dieses Problem noch, indem sie ihr Ratschläge gaben, wie sie ihr Aussehen vermeintlich verbessern könne, darunter extreme Diäten wie der Konsum von nur einer Gurke pro Tag. (Lesen Sie auch: Social Media Jugendschutz: Wüst fordert Rasche Lösung)
Studien haben gezeigt, dass der übermäßige Gebrauch von Social Media, insbesondere bei jungen Menschen, zu Depressionen, Angstzuständen, Schlafstörungen und einem negativen Selbstbild führen kann. Die ständige Konfrontation mit idealisierten Darstellungen des Lebens anderer kann zu Unzufriedenheit und dem Gefühl des „Verpassens“ (Fear of Missing Out, FOMO) führen.
Vergleiche und der Weg vor Gericht
Ursprünglich hatte KGM Klage gegen Instagram, YouTube, Snapchat und TikTok eingereicht. Kurz vor Prozessbeginn einigten sich die Unternehmen hinter Snapchat und TikTok jedoch auf einen Vergleich mit der Klägerin. Instagram und YouTube entschieden sich jedoch, die Vorwürfe vor Gericht auszufechten. Da Instagram Teil des Facebook-Konzerns Meta ist, wird erwartet, dass auch Firmenchef Mark Zuckerberg in dem Prozess aussagen wird. Für die Online-Riesen steht viel auf dem Spiel, da in den USA Hunderte vergleichbare Klagen in der juristischen Pipeline sind. Dieser Prozess in Los Angeles ist der erste seiner Art und könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Fälle schaffen.
Was steht für die Social-Media-Konzerne auf dem Spiel?
Der Ausgang dieses Prozesses könnte weitreichende Konsequenzen für die Social-Media-Industrie haben. Sollte das Gericht zu dem Schluss kommen, dass die Plattformen tatsächlich süchtig machend gestaltet sind, könnten die Unternehmen zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt werden. Darüber hinaus könnte der Prozess dazu führen, dass die Plattformen ihre Design- und Algorithmuspraktiken grundlegend überdenken müssen, um die Suchtgefahr zu minimieren. Eine solche Entscheidung könnte auch andere Länder dazu inspirieren, ähnliche Klagen einzureichen und strengere Regulierungen für Social-Media-Plattformen zu erlassen. Die Verbraucherzentrale warnt schon lange vor den Gefahren der sozialen Medien für Kinder und Jugendliche.
Wie funktioniert der Algorithmus wirklich?
Die Algorithmen sozialer Medien sind komplexe Systeme, die darauf ausgelegt sind, die Aufmerksamkeit der Nutzer möglichst lange zu fesseln. Sie analysieren das Verhalten der Nutzer, um personalisierte Inhalte auszuwählen, die wahrscheinlich ihr Interesse wecken. Dabei werden Faktoren wie Likes, Kommentare, geteilte Inhalte und die Verweildauer auf bestimmten Beiträgen berücksichtigt. Kritiker werfen den Plattformen vor, dass diese Algorithmen oft zu einer „Echokammer“ führen, in der Nutzer nur mit Meinungen und Inhalten konfrontiert werden, die ihre eigenen Ansichten bestätigen. Dies kann zu einer Verzerrung der Realität und einer Radikalisierung der Meinungen führen. (Lesen Sie auch: Blake Lively Klage: Keine Einigung mit Justin…)
Steckbrief
- Erste Klage dieser Art in den USA
- Klägerin wirft Social-Media-Plattformen Suchtverhalten vor
- Snapchat und Tiktok einigten sich auf einen Vergleich
- Instagram und Youtube wollen die Vorwürfe vor Gericht ausfechten
- Prozess könnte Präzedenzfall für zukünftige Klagen schaffen
KGM privat: Was ist aktuell über sie bekannt?
Über das Privatleben von KGM ist wenig öffentlich bekannt. Angesichts der Sensibilität des laufenden Verfahrens und des Schutzes ihrer Privatsphäre hat sie sich bisher nicht öffentlich zu persönlichen Details geäußert. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Erfahrungen mit den sozialen Medien einen tiefgreifenden Einfluss auf ihr Leben hatten und sie dazu motiviert haben, diesen mutigen Schritt vor Gericht zu gehen. Ihr Anwalt Joseph VanZandt betonte in einer Anhörung, dass die ausufernde und problematische Social-Media-Nutzung von KGM den Verlauf ihrer Kindheit verändert habe.
Es ist davon auszugehen, dass KGM derzeit Unterstützung von Familie, Freunden und Therapeuten erhält, um mit den psychischen Belastungen des Prozesses umzugehen. Die öffentliche Aufmerksamkeit und die Konfrontation mit den mächtigen Social-Media-Konzernen sind sicherlich eine Herausforderung. Es bleibt zu hoffen, dass sie gestärkt aus diesem Verfahren hervorgeht und ihre Erfahrungen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefahren der sozialen Medien zu schärfen.
Obwohl KGM keine öffentlichen Social-Media-Profile hat, ist ihr Fall in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig. Viele Nutzer teilen ihre Geschichte und unterstützen ihren Kampf gegen die Tech-Giganten. Der Hashtag #SocialMediaSucht ist zu einem Sammelpunkt für Betroffene geworden, die ihre eigenen Erfahrungen mit den Schattenseiten der sozialen Medien teilen. Dieser Prozess hat eine wichtige Debatte über die Verantwortung der Plattformen und den Schutz junger Nutzer angestoßen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern der Social Media Klage in Los Angeles?
Die Klage in Los Angeles dreht sich um die Frage, ob Social-Media-Plattformen bewusst süchtig machend gestaltet wurden und ob dies negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Nutzer hat. Die Klägerin wirft den Unternehmen vor, ihre Kindheit durch absichtlich süchtig machende Mechanismen ruiniert zu haben.
Welche Social-Media-Plattformen sind von der Klage betroffen?
Ursprünglich richtete sich die Klage gegen Instagram, YouTube, Snapchat und TikTok. Snapchat und TikTok haben sich jedoch auf einen Vergleich geeinigt, während Instagram und YouTube die Vorwürfe vor Gericht ausfechten wollen.
Wie alt ist KGM?
KGM ist aktuell 20 Jahre alt. Sie begann im Alter von sechs Jahren mit der Nutzung von Social-Media-Plattformen. (Lesen Sie auch: 2026 Winter Olympics Men’s Freestyle Skiing Big…)
Hat KGM einen Partner/ist verheiratet?
Über den Beziehungsstatus von KGM ist nichts öffentlich bekannt. Sie hat sich bisher nicht zu ihrem Privatleben geäußert.
Hat KGM Kinder?
Es liegen keine Informationen darüber vor, ob KGM Kinder hat.
Der Fall KGM und die Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigen, dass die Gefahren der sozialen Medien für Kinder und Jugendliche nicht unterschätzt werden dürfen.

