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Sonntagsfrage Januar 2026: AfD überholt Union
Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt ein dramatisches Bild: Die AfD liegt mit 26 Prozent vor der Union (25%). Die schwarz-rote Regierung unter Kanzler Friedrich Merz hat keine Mehrheit mehr. SPD, Grüne und Linke bleiben stabil – FDP und BSW würden an der 5-Prozent-Hürde scheitern.
Das Wichtigste in Kürze
- AfD: 26% – stärkste Kraft in aktuellen Umfragen
- CDU/CSU: 25% – nur noch 1 Punkt hinter der AfD
- SPD: 14-16% – höchster Wert seit Bundestagswahl
- Grüne: 12% – stabil im zweistelligen Bereich
- Linke: 10-11% – leichte Zugewinne
- FDP & BSW: Unter 5% – würden Bundestag verpassen
Die Sonntagsfrage Januar 2026 markiert einen politischen Wendepunkt: In den aktuellen Wahlumfragen von Forsa, INSA und Ipsos liegt die AfD erstmals seit der Bundestagswahl 2025 wieder deutlich vor der Union. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD kommen zusammen auf nur noch 40 Prozent – zu wenig für eine parlamentarische Mehrheit.
Die nächste reguläre Bundestagswahl findet voraussichtlich 2029 statt. Doch die Umfragewerte zeigen bereits jetzt: Die politische Stimmung im Land hat sich seit der Wahl am 23. Februar 2025 deutlich verändert.
Aktuelle Sonntagsfrage Januar 2026: Alle Umfragen im Überblick
Mehrere Institute haben in der dritten Januarwoche 2026 neue Umfragewerte veröffentlicht. Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt ein einheitliches Bild:
| Partei | INSA (20.01.) | Forsa (20.01.) | FG Wahlen (16.01.) | Ipsos (15.01.) |
|---|---|---|---|---|
| AfD | 26% | 26% | 25% | 26% |
| CDU/CSU | 25% | 25% | 26% | 23% |
| SPD | 14% | 14% | 15% | 15% |
| Grüne | 12% | 12% | 12% | 13% |
| Linke | 10,5% | 10% | 10% | 11% |
| FDP | 4% | 3% | – | 4% |
| BSW | 4% | 3% | – | 3% |
Quellen: dawum.de, wahlrecht.de, Stand: 21. Januar 2026

Wie hat sich die Sonntagsfrage seit der Bundestagswahl verändert?
Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt deutliche Verschiebungen gegenüber dem Wahlergebnis vom 23. Februar 2025:
| Partei | Wahlergebnis 2025 | Aktuell Jan. 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| AfD | 20,8% | 26% | +5,2 |
| CDU/CSU | 28,5% | 25% | −3,5 |
| SPD | 16,4% | 15% | −1,4 |
| Grüne | 11,6% | 12% | +0,4 |
| Linke | 8,8% | 10,5% | +1,7 |
Auffällig: Die AfD hat seit der Bundestagswahl über 5 Prozentpunkte zugelegt. Die Union unter Kanzler Friedrich Merz verliert dagegen kontinuierlich an Zustimmung.
Warum verliert die Regierung in der Sonntagsfrage?
Die Sonntagsfrage Januar 2026 offenbart die Schwäche der schwarz-roten Koalition. Zusammen kommen CDU/CSU (25%) und SPD (15%) auf nur 40 Prozent – das reicht nicht für eine parlamentarische Mehrheit von 316 Sitzen.
„Schwarz-Rot hat nach wie vor keine parlamentarische Mehrheit.“
Die Gründe für die schwachen Umfragewerte der Regierung sind vielfältig:
Mögliche Ursachen für den Regierungsschwund
- Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Preise
- Außenpolitische Spannungen (Trump, Ukraine, Grönland)
- Unzufriedenheit mit der Migrations- und Sicherheitspolitik
- Energiewende und Klimapolitik spalten die Bevölkerung
- Regierung erst seit Mai 2025 im Amt – kurze Bewährungszeit
Wer ist der beliebteste Politiker in der Sonntagsfrage?
In der Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt auch die Politiker-Rangliste interessante Ergebnisse. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) führt die Beliebtheitsskala weiterhin an:
| Rang | Politiker | Partei | Bewertung |
|---|---|---|---|
| 1 | Boris Pistorius | SPD | +1,9 |
| 2 | Johann Wadephul | CDU | +0,7 |
| 3 | Lars Klingbeil | SPD | +0,4 |
| 4 | Bärbel Bas | SPD | ±0,0 |
| 5 | Alexander Dobrindt | CSU | −0,3 |
Skala von +5 (sehr positiv) bis −5 (sehr negativ), Quelle: ZDF-Politbarometer
Welche Koalitionen wären laut Sonntagsfrage möglich?
Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt: Nur wenige Koalitionen hätten derzeit eine Mehrheit. Basierend auf dem Durchschnitt aller Institute ergeben sich folgende Szenarien:
Mögliche Mehrheiten (630 Sitze, Mehrheit ab 316)
- Schwarz-Rot (aktuell): CDU/CSU + SPD = ~40% → Keine Mehrheit
- Jamaika: CDU/CSU + Grüne + FDP = ~40% → Keine Mehrheit (FDP unter 5%)
- Kenia: CDU/CSU + SPD + Grüne = ~52% → Mehrheit möglich
- Große Koalition Plus: CDU/CSU + SPD + Linke = ~50% → Mehrheit möglich
Was bedeutet die Sonntagsfrage für die Landtagswahlen 2026?
2026 stehen fünf wichtige Landtagswahlen an. Die bundesweite Sonntagsfrage Januar 2026 könnte ein Vorbote sein:
- 8. März: Baden-Württemberg (Landtagswahl)
- 22. März: Rheinland-Pfalz (Landtagswahl)
- 6. September: Sachsen-Anhalt (Landtagswahl)
- 20. September: Berlin (Abgeordnetenhauswahl)
- 20. September: Mecklenburg-Vorpommern (Landtagswahl)
Laut ZDF-Politbarometer fänden 69 Prozent der Deutschen einen AfD-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland „schlecht“. Besonders in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte die AfD stark abschneiden.
Wie zuverlässig ist die Sonntagsfrage?
Die Sonntagsfrage Januar 2026 ist keine Wahlprognose, sondern eine Momentaufnahme der politischen Stimmung. Wichtige Einschränkungen:
Methodische Hinweise
- Fehlertoleranz: ±1-3 Prozentpunkte je nach Umfragewert
- Stichprobengröße: 1.000-2.000 Befragte pro Institut
- Methodik: Online- und Telefonbefragungen, repräsentativ quotiert
- Institute: INSA, Forsa, Infratest dimap, FG Wahlen, Ipsos, YouGov
Bei der Bundestagswahl 2025 lag die durchschnittliche Abweichung der Umfragen bei 1,06 Prozentpunkten – ein relativ genauer Wert.
Häufige Fragen zur Sonntagsfrage Januar 2026
Wer führt in der aktuellen Sonntagsfrage Januar 2026?
Die AfD führt in der Sonntagsfrage Januar 2026 mit 26 Prozent vor der Union (25%). In einigen Umfragen liegen beide Parteien gleichauf, in anderen hat die AfD einen Vorsprung von 1-3 Punkten.
Hat die Regierung Merz noch eine Mehrheit?
Nein. Die schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt in der Sonntagsfrage Januar 2026 auf zusammen etwa 40 Prozent. Das würde für keine parlamentarische Mehrheit im Bundestag reichen.
Wann ist die nächste Bundestagswahl?
Die nächste reguläre Bundestagswahl findet voraussichtlich im Herbst 2029 statt (spätestens März 2029). Die letzte Wahl war am 23. Februar 2025 – eine vorgezogene Neuwahl nach dem Ampel-Bruch.
Würden FDP und BSW in den Bundestag einziehen?
Nein. Sowohl die FDP (3-4%) als auch das BSW (3-4%) liegen in der Sonntagsfrage Januar 2026 unter der 5-Prozent-Hürde. Beide Parteien würden den Einzug in den Bundestag verpassen.
Wie hat sich die AfD seit der Bundestagswahl entwickelt?
Die AfD hat seit der Bundestagswahl 2025 (20,8%) deutlich zugelegt und liegt nun bei 26 Prozent – ein Plus von über 5 Punkten. Sie ist damit die stärkste politische Kraft in den Umfragen.
Welche Landtagswahlen finden 2026 statt?
2026 finden fünf Landtagswahlen statt: Baden-Württemberg (8.3.), Rheinland-Pfalz (22.3.), Sachsen-Anhalt (6.9.), Berlin (20.9.) und Mecklenburg-Vorpommern (20.9.). Dazu kommen Kommunalwahlen in Bayern, Hessen und Niedersachsen.
Fazit: Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt gespaltenes Deutschland
Die Sonntagsfrage Januar 2026 offenbart tiefe Risse in der deutschen Parteienlandschaft. Die AfD profitiert von der Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Regierung und liegt erstmals vor der Union. FDP und BSW würden den Bundestag nicht erreichen – die politische Landschaft wird sich weiter verändern.
Für Kanzler Friedrich Merz und die große Koalition sind die Umfragewerte ein Warnsignal. Mit fünf Landtagswahlen steht 2026 ein politisches Schicksalsjahr bevor. Die Sonntagsfrage wird zeigen, ob sich die Trends verfestigen oder die Regierung noch die Wende schafft.
Autor: Redaktion mindelmedia-news.de
Die Redaktion berichtet über aktuelle Politik- und Wahlthemen in Deutschland.













