Robin Williams, der vielseitige Schauspieler und Komiker, der für seine schauspielerische Leistung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist auch Jahre nach seinem Tod unvergessen. Nun hat sein Schauspielkollege Stellan Skarsgård, mit dem Williams im Film „Good Will Hunting“ zusammenarbeitete, Einblicke in das Verhalten des verstorbenen Schauspielers am Filmset gegeben.

Hintergrund: Robin Williams‘ Karriere und Persönlichkeit
Robin Williams, geboren 1951, erlangte in den 1970er-Jahren mit der Fernsehserie „Mork vom Ork“ große Bekanntheit. Es folgten zahlreiche Kinoerfolge, darunter „Good Morning, Vietnam“, „Der Club der toten Dichter“ und „Mrs. Doubtfire“. Williams wurde für seine schauspielerische Leistung mit einem Oscar als bester Nebendarsteller in „Good Will Hunting“ ausgezeichnet. Hinter der Fassade des Komikers verbarg sich jedoch ein Mensch, der mit Depressionen und Suchtproblemen zu kämpfen hatte. Im August 2014 nahm sich Robin Williams das Leben. Sein Tod löste weltweit Bestürzung aus. (Lesen Sie auch: Marie Christine Barrault: TV-Film über Pädophilie-Vorwürfe)
Stellan Skarsgård über Robin Williams am Set von „Good Will Hunting“
Stellan Skarsgård, ein schwedischer Schauspieler, der ebenfalls in „Good Will Hunting“ mitspielte, sprach kürzlich über seine Erfahrungen mit Robin Williams am Set des Films. Während einer Frage-und-Antwort-Runde nach einer Vorführung von „Good Will Hunting“ am Freitag erinnerte sich Skarsgård an Williams‘ Verhalten (via Entertainment Weekly). Skarsgård sagte, dass Williams als Person ruhig, nett und liebenswert gewesen sei, wenn man mit ihm allein war. Er habe mit ihm über alles reden können.
Skarsgård bemerkte jedoch, dass sich Williams‘ Verhalten änderte, sobald mehr Leute anwesend waren. „Aber wenn ein paar Leute mehr zu ihm kamen, stand er plötzlich auf – um sich auf eine gewisse Weise zu retten“, so Skarsgård. Er fügte hinzu: „Und ich denke, das hatte er aus der Schule. Er musste lustig sein, um zu überleben.“ Laut Skarsgård war Humor für Williams eine Art Schutzmechanismus. (Lesen Sie auch: Monaco – Paris-Sg: Dembélé angeschlagen: Probleme)
Gus Van Sant über zusätzliche Takes
Gus Van Sant, der Regisseur von „Good Will Hunting“, erinnerte sich daran, dass Williams für fast jede Szene weitere Takes wollte. „Robin war derjenige, der sagte: ‚Noch einer, noch einer, noch einer'“, so Van Sant. „Also haben wir manchmal zehn [Takes] gemacht, im Gegensatz zu vielleicht drei, weil er einen schnellen, einen langsamen, einen fröhlichen, einen traurigen, einen lustigen, einen nicht-lustigen machen wollte.“ Skarsgård würdigte auch Williams‘ intensives Engagement für den Film, für den er mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde.
Reaktionen und Einordnung
Skarsgårds Äußerungen geben einen Einblick in die komplexe Persönlichkeit von Robin Williams. Sie zeigen, dass hinter der Fassade des Komikers ein Mensch steckte, der früh gelernt hatte, Humor als eine Art Überlebensstrategie einzusetzen. Diese Erkenntnisse sind nicht neu, aber sie werden durch Skarsgårds persönliche Erfahrungen untermauert. Sie tragen dazu bei, das Bild von Robin Williams als einem vielschichtigen und verletzlichen Menschen zu vervollständigen. (Lesen Sie auch: Borkum im Wandel: Insel zwischen Tradition und…)
Robin Williams: Vermächtnis eines Ausnahmetalents
Robin Williams hinterließ ein beeindruckendes Werk, das von komödiantischen Glanzleistungen bis hin zu ernsten Charakterrollen reicht. Seine Filme und Fernsehauftritte haben Millionen von Menschen berührt und zum Lachen gebracht. Doch sein Leben war auch von persönlichen Tragödien geprägt. Sein offener Umgang mit seinen psychischen Problemen trug dazu bei, das Bewusstsein für diese Thematik in der Gesellschaft zu schärfen. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet Betroffenen und Angehörigen Informationen und Unterstützung.

FAQ zu Robin Williams
Häufig gestellte Fragen zu robin williams
Wann wurde Robin Williams geboren?
Robin Williams wurde am 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois, geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden Familie auf und zeigte schon früh Interesse an Schauspielerei und Comedy. (Lesen Sie auch: Adeliia Petrosian im Rampenlicht: Kontroverse um Trainerin)
Für welche Filme war Robin Williams bekannt?
Robin Williams war für eine Vielzahl von Filmen bekannt, darunter „Good Morning, Vietnam“, „Der Club der toten Dichter“, „König der Fischer“, „Aladdin“, „Mrs. Doubtfire“ und „Good Will Hunting“, für den er den Oscar als bester Nebendarsteller gewann.
Welche Rolle spielte Stellan Skarsgård in „Good Will Hunting“?
Stellan Skarsgård spielte in „Good Will Hunting“ die Rolle von Professor Gerald Lambeau, einem Mathematikprofessor am MIT, der das außergewöhnliche Talent von Will Hunting entdeckt und versucht, ihm zu helfen.
Wie starb Robin Williams?
Robin Williams starb am 11. August 2014 durch Suizid. Er litt an Depressionen und war zudem an Parkinson erkrankt. Sein Tod löste weltweit große Trauer und Bestürzung aus.
Was sagte Stellan Skarsgård über Robin Williams‘ Verhalten?
Stellan Skarsgård sagte, dass Robin Williams ruhig und liebenswert gewesen sei, wenn er allein war. In Gesellschaft anderer Menschen habe Williams sich jedoch verändert und sei in eine Art „Überlebensmodus“ verfallen, in dem er permanent Witze riss.
| Jahr | Titel | Rolle |
|---|---|---|
| 1980 | Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag | Popeye |
| 1987 | Good Morning, Vietnam | Adrian Cronauer |
| 1989 | Der Club der toten Dichter | John Keating |
| 1991 | König der Fischer | Parry |
| 1992 | Aladdin (Stimme) | Dschinni |
| 1993 | Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen | Daniel Hillard/Mrs. Doubtfire |
| 1995 | Jumanji | Alan Parrish |
| 1997 | Good Will Hunting | Sean Maguire |
Die Erinnerungen von Stellan Skarsgård bieten einen weiteren Einblick in das Leben und die Persönlichkeit von Robin Williams, einem der größten Talente seiner Generation. Seine Arbeit wird weiterhin Menschen auf der ganzen Welt inspirieren und unterhalten. Mehr Informationen zu seinem Leben und seiner Karriere finden sich auf der Wikipedia-Seite über Robin Williams.
