Die Strompreise Senkung entlastet Millionen Haushalte: Regionale Grundversorger haben für Februar, März und April 101 Preissenkungen um durchschnittlich 15 Prozent angekündigt. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden wird so im Schnitt um 279 Euro entlastet.

Das Wichtigste in Kürze
- Mehr als drei Millionen Haushalte profitieren von sinkenden Strompreisen durch Preissenkungen der Grundversorger.
- Die Preissenkungen betragen durchschnittlich 15 Prozent, was eine jährliche Entlastung von etwa 279 Euro für einen Drei-Personen-Haushalt bedeutet.
- Hauptgründe für die Senkungen sind gesunkene Stromnetzgebühren und niedrigere Großhandelspreise.
- Verbraucher können durch den Wechsel von der Grundversorgung zu Sondertarifen zusätzlich sparen.
Sinkende Strompreise: Was bedeutet das für Verbraucher?
Die Energiepreise sind ein ständiges Gesprächsthema, besonders in den letzten Jahren. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass viele Grundversorger ihre Strompreise senken. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox, über die Stern berichtet, haben regionale Grundversorger für die Monate Februar, März und April insgesamt 101 Preissenkungen angekündigt. Diese Reduktionen belaufen sich auf durchschnittlich 15 Prozent. Das bedeutet eine spürbare Entlastung für viele Haushalte.
Konkret bedeutet dies, dass ein typischer Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Durchschnitt 279 Euro weniger für Strom bezahlen muss. Diese Summe kann einen erheblichen Unterschied im Haushaltsbudget ausmachen und gibt Verbrauchern mehr finanziellen Spielraum.
Insgesamt profitieren von diesen Preissenkungen rund 3,4 Millionen Haushalte in Deutschland. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Entwicklungen auf dem Energiemarkt positive Auswirkungen auf die Verbraucher haben.
Warum sinken die Strompreise jetzt?
Die Frage, die sich viele Verbraucher stellen, ist natürlich: Warum kommt es gerade jetzt zu diesen Preissenkungen? Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle. Einer der Hauptgründe sind die gesunkenen Stromnetzgebühren. Diese Gebühren machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus und werden von den Netzbetreibern erhoben, um den Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze zu finanzieren. Wenn diese Gebühren sinken, geben die Versorger diese Einsparungen in der Regel an die Kunden weiter.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind die niedrigeren Großhandelspreise für Strom. Die Stromversorger kaufen den Strom an den Energiemärkten ein, und wenn die Preise dort sinken, können sie auch ihre Endkundenpreise reduzieren. Die Großhandelspreise werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter das Angebot und die Nachfrage nach Strom, die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und die Preise für fossile Brennstoffe. (Lesen Sie auch: Energiekosten: Weitere Grundversorger senken Strompreise)
Es ist wichtig zu beachten, dass die Strompreise immer von einer Vielzahl von Faktoren abhängen und sich ständig ändern können. Die aktuelle Entwicklung ist jedoch ein positives Signal für die Verbraucher.
Die Stromnetzgebühren machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus. Ihre Senkung ist ein wichtiger Faktor für die aktuellen Preissenkungen.
Grundversorgung oder Sondervertrag: Was ist der Unterschied?
Viele Verbraucher sind unsicher, was der Unterschied zwischen der Grundversorgung und einem Sondervertrag ist. Die Grundversorgung ist der Standardtarif, den jeder Stromversorger anbieten muss. Haushalte fallen automatisch in die Grundversorgung, wenn sie keinen gesonderten Vertrag mit einem Versorger abgeschlossen haben. Der Grundversorger ist in der Regel derjenige Stromlieferant, der in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom versorgt.
Sonderverträge hingegen sind individuelle Verträge, die Verbraucher mit einem Stromversorger abschließen können. Diese Verträge bieten oft günstigere Konditionen als die Grundversorgung, können aber auch bestimmte Bedingungen enthalten, wie z.B. eine Mindestlaufzeit oder eine Vorauszahlung.
Laut der Bundesnetzagentur bezogen im Jahr 2024 rund 22 Prozent der Haushalte Strom im Grundversorgungstarif. Weitere 38 Prozent hatten zwar auch einen Vertrag mit dem örtlichen Grundversorger, aber in Form eines Sondervertrags. Es lohnt sich also, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und den passenden Tarif für die eigenen Bedürfnisse zu wählen.
Lohnt sich ein Wechsel aus der Grundversorgung?
Für die allermeisten Haushalte lohnt sich ein Wechsel aus der Grundversorgung in einen Sondervertrag finanziell. Sonderverträge sind oft deutlich günstiger als die Grundversorgungstarife. Durch einen Wechsel können Verbraucher mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Es ist ratsam, die verschiedenen Angebote zu vergleichen und den passenden Tarif für den eigenen Verbrauch zu finden. Vergleichsportale im Internet können dabei helfen, einen Überblick über die verschiedenen Angebote zu bekommen. (Lesen Sie auch: Strompreise Neukunden: So Stark Sind die Preise…)
Grundversorgungsverträge können laut Verbraucherzentrale jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Dies ermöglicht es Verbrauchern, flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und bei Bedarf schnell zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.
Die Bundesnetzagentur bietet auf ihrer Webseite weitere Informationen zur Grundversorgung und zu den Rechten und Pflichten von Verbrauchern.
Wie können Haushalte noch mehr bei den Stromkosten sparen?
Neben dem Wechsel zu einem günstigeren Stromtarif gibt es noch weitere Möglichkeiten, um die Stromkosten zu senken. Eine der einfachsten Maßnahmen ist, den eigenen Stromverbrauch zu senken. Dies kann durch bewusstes Verhalten im Alltag erreicht werden, z.B. durch das Ausschalten von Lichtern in ungenutzten Räumen, das Vermeiden von Standby-Betrieb bei Elektrogeräten und das Nutzen von energieeffizienten Geräten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Optimierung der Heizung. Eine gut isolierte Wohnung oder ein Haus verbraucht weniger Energie zum Heizen. Auch das richtige Lüften kann helfen, Energie zu sparen. Statt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, sollte man lieber mehrmals täglich kurz und intensiv lüften.
Zudem kann die Nutzung von erneuerbaren Energien eine Möglichkeit sein, die Stromkosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach kann beispielsweise dazu beitragen, einen Teil des Strombedarfs selbst zu decken.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Stromverbrauch und suchen Sie nach Möglichkeiten, diesen zu senken. Kleine Veränderungen im Alltag können eine große Wirkung haben.
Durchschnittspreis in der Grundversorgung: Was zahlen andere?
Der Durchschnittspreis in der Strom-Grundversorgung liegt derzeit bei knapp 41 Cent pro Kilowattstunde (brutto inklusive Grundpreis), wie Verivox angibt. Sondertarife sind oft deutlich günstiger. Es lohnt sich also, die Preise zu vergleichen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. (Lesen Sie auch: Energiewende Kritik: Reiches Pläne Gefährden Ausbau?)
Viele Verbraucher sind jedoch unsicher, wie sie den besten Tarif finden können. Vergleichsportale im Internet bieten eine gute Möglichkeit, die verschiedenen Angebote zu vergleichen und den passenden Tarif für den eigenen Verbrauch zu finden. Es ist wichtig, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch auf die Vertragsbedingungen, wie z.B. die Laufzeit und die Kündigungsfrist.
Eine Ende Januar veröffentlichte Umfrage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ergab, dass rund jeder zweite Haushalt (49 Prozent) in Deutschland die Unterschiede zwischen der Grundversorgung und einem Sondervertrag bei Strom und Gas nicht kennt. Hier besteht also noch erheblicher Aufklärungsbedarf.
Wie finde ich den besten Stromtarif für mich?
Um den besten Stromtarif zu finden, sollten Sie zunächst Ihren jährlichen Stromverbrauch kennen. Diesen finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung. Vergleichen Sie dann die Angebote verschiedener Stromanbieter, entweder direkt auf deren Webseiten oder über ein Vergleichsportal. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis pro Kilowattstunde, sondern auch auf den Grundpreis und die Vertragslaufzeit. Ein Wechsel des Stromanbieters ist in der Regel unkompliziert und kann online durchgeführt werden.
Es ist auch ratsam, die Bewertungen und Erfahrungen anderer Kunden zu berücksichtigen, um sich ein umfassendes Bild von den verschiedenen Anbietern zu machen.
Die Verbraucherzentrale bietet unabhängige Beratung und Unterstützung bei der Wahl des passenden Stromtarifs.
Fazit: Strompreise senken und aktiv sparen
Die angekündigte Strompreise Senkung ist eine erfreuliche Nachricht für viele Haushalte in Deutschland. Durch die gesunkenen Stromnetzgebühren und niedrigeren Großhandelspreise können Millionen Verbraucher mit einer spürbaren Entlastung rechnen. Es ist jedoch wichtig, sich nicht auf diesen Lorbeeren auszuruhen, sondern aktiv nach weiteren Sparmöglichkeiten zu suchen. Ein Wechsel zu einem günstigeren Stromtarif und ein bewusster Umgang mit Energie können dazu beitragen, die Stromkosten dauerhaft zu senken und das Haushaltsbudget zu entlasten. Nutzen Sie die Chance und prüfen Sie Ihre aktuellen Stromkosten – es lohnt sich! (Lesen Sie auch: San Valentino: Nachhaltigkeit und Traditionen am Tag)
