Surya Bonaly, eine Legende des Eiskunstlaufs, thematisiert erneut die rassistischen Erfahrungen, die ihre Karriere überschatteten. In einem aktuellen Bericht von Libération schildert sie die Anfeindungen und die fehlende Anerkennung, die sie aufgrund ihrer Hautfarbe erfahren hat.

Hintergrund: Wer ist Surya Bonaly?
Surya Bonaly, geboren am 15. Dezember 1973 in Nizza, Frankreich, ist eine ehemalige französische Eiskunstläuferin. Sie erlangte internationale Bekanntheit für ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen und ihren unkonventionellen Stil auf dem Eis. Bonaly ist bis heute die einzige Eiskunstläuferin, die bei Olympischen Spielen einen Backflip auf einem Bein landete. Dieser Sprung, der heute als „Bonaly“ bekannt ist, wurde jedoch kontrovers diskutiert, da er gegen die damaligen Regeln verstieß.
Bonaly gewann fünfmal die Europameisterschaft (1991–1995) und wurde dreimal Zweite bei den Weltmeisterschaften (1993–1995). Trotz ihrer Erfolge blieb ihr der ganz große Triumph bei Olympischen Spielen verwehrt. Ihre Karriere war geprägt von sportlichen Höchstleistungen, aber auch von Auseinandersetzungen mit Wertungsrichtern und dem französischen Eiskunstlaufverband. (Lesen Sie auch: Eliza Spencer: Glamouröser Auftritt beim Wiener Opernball)
Rassistische Diskriminierung im Eiskunstlauf
In einem Interview mit NextPlz vom 13. Februar 2026 sprach Surya Bonaly offen über die rassistischen Bemerkungen, die sie während ihrer Karriere erlebt hat. „Man sagte nie ‚die weiße Läuferin‘, aber bei mir sagte man: ‚die Schwarze‘. Das war eine kostenlose Art, Menschen zu unterdrücken, um sich stärker zu fühlen“, so Bonaly. Diese Äußerungen verdeutlichen das Klima der Ausgrenzung, dem sie als schwarze Sportlerin in einer von weißen Athletinnen dominierten Sportart ausgesetzt war.
Weitere Vorwürfe: Psychische Gewalt im Eiskunstlauf
Neben den rassistischen Anfeindungen gibt es auch Berichte über psychische Gewalt im Eiskunstlauf. Closer berichtete, dass Gwendal Peizerat, ein französischer Eiskunstläufer und Olympiasieger, bereits im Februar 2020 auf CNews über verschiedene Formen von Missbrauch sprach, denen Leistungssportler ausgesetzt sein könnten. Er erwähnte neben sexuellen Übergriffen auch psychische und physische Gewalt und nannte Surya Bonaly als Beispiel.
Der Backflip: Symbol für Rebellion und Können
Der Backflip, der heute untrennbar mit Surya Bonaly verbunden ist, steht symbolisch für ihren Kampf gegen Konventionen und ihren unbändigen Willen, sich von der Masse abzuheben. Obwohl der Sprung im Wettkampf verboten war, zeigte Bonaly ihn bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano als Zeichen des Protests gegen ihrer Meinung nach ungerechte Bewertungen. In dem Interview mit Libération erklärt sie: „Mit dem Backflip ist es alles oder nichts, man kann querschnittsgelähmt sein“. (Lesen Sie auch: Andreas Schmitt: Mainzer Fastnachts-Ikone plant Ruhestand)
Auswirkungen auf den Sport
Die Enthüllungen von Surya Bonaly und anderen Sportlern haben eine wichtige Debatte über Rassismus und Missbrauch im Eiskunstlauf angestoßen. Es wird nun verstärkt gefordert, Strukturen zu schaffen, die Sportler vor Diskriminierung und Gewalt schützen. Zudem wird diskutiert, wie der Sport inklusiver und gerechter gestaltet werden kann.
Surya Bonaly heute: Eine Ikone, die inspiriert
Auch nach ihrer aktiven Karriere ist Surya Bonaly eine wichtige Stimme im Eiskunstlauf. Sie setzt sich für Vielfalt und Chancengleichheit im Sport ein und ermutigt junge Sportler, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie man trotz Widrigkeiten seine Ziele erreichen und eine Ikone werden kann.
Was bedeutet das für die Zukunft des Eiskunstlaufs?
Die Offenlegung von Diskriminierungserfahrungen und Missständen im Eiskunstlauf hat zu einem Umdenken in der Sportart geführt. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft verstärkt Maßnahmen ergriffen werden, um Athleten besser zu schützen und eine inklusive Umgebung zu schaffen. Dazu gehören unter anderem die Sensibilisierung von Trainern und Funktionären für das Thema Rassismus, die Einführung von Beschwerdestellen und die Förderung von Diversität in Führungspositionen. (Lesen Sie auch: Scotty James bei Olympia 2026: Kann er…)
Obwohl der Weg zu einem vollständig gerechten und inklusiven Eiskunstlauf noch lang ist, sind die aktuellen Entwicklungen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Surya Bonalys Mut, über ihre Erfahrungen zu sprechen, hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen und Veränderungen anzustoßen.

Der Einfluss von Surya Bonaly auf nachfolgende Generationen
Surya Bonaly hat mit ihrem einzigartigen Stil und ihrer Entschlossenheit zahlreiche junge Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer inspiriert, insbesondere solche, die sich in dem traditionell von weißen Athleten dominierten Sport nicht repräsentiert sahen. Sie hat gezeigt, dass Erfolg möglich ist, auch wenn man gegen den Strom schwimmt und sich von gesellschaftlichen Normen abhebt. Ihre Geschichte ermutigt junge Talente, an sich selbst zu glauben und ihre eigenen Stärken zu nutzen, um ihre Ziele zu erreichen.
Darüber hinaus hat Bonaly durch ihre Offenheit über die erlebten Diskriminierungen dazu beigetragen, das Bewusstsein für Rassismus im Sport zu schärfen und eine offene Diskussion darüber anzustoßen. Dies hat den Weg für Veränderungen geebnet und dazu beigetragen, dass sich der Eiskunstlauf in Zukunft zu einer inklusiveren und gerechteren Sportart entwickeln kann. (Lesen Sie auch: Super Bowl LX live: So sehen Sie…)
Häufig gestellte Fragen zu surya bonaly
Warum ist Surya Bonaly so bekannt geworden?
Surya Bonaly erlangte Bekanntheit durch ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen im Eiskunstlauf, insbesondere durch ihren Backflip. Sie war eine der wenigen schwarzen Athletinnen in einer von weißen Sportlerinnen dominierten Sportart und setzte sich für Vielfalt und Chancengleichheit ein.
Welche Erfolge feierte Surya Bonaly in ihrer Karriere?
Surya Bonaly gewann fünfmal die Europameisterschaft (1991–1995) und wurde dreimal Zweite bei den Weltmeisterschaften (1993–1995). Trotz ihrer Erfolge blieb ihr der ganz große Triumph bei Olympischen Spielen verwehrt.
Welche Rolle spielt der Backflip in Surya Bonalys Karriere?
Der Backflip, der heute untrennbar mit Surya Bonaly verbunden ist, steht symbolisch für ihren Kampf gegen Konventionen und ihren unbändigen Willen, sich von der Masse abzuheben. Obwohl der Sprung im Wettkampf verboten war, zeigte Bonaly ihn bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano als Zeichen des Protests.
Welche Art von Diskriminierung hat Surya Bonaly erlebt?
Surya Bonaly sprach offen über die rassistischen Bemerkungen, die sie während ihrer Karriere erlebt hat. Sie wurde oft als „die Schwarze“ bezeichnet, was sie als Versuch wertete, sie zu demütigen. Zudem gab es Berichte über psychische Gewalt im Eiskunstlauf.
Was macht Surya Bonaly heute?
Auch nach ihrer aktiven Karriere ist Surya Bonaly eine wichtige Stimme im Eiskunstlauf. Sie setzt sich für Vielfalt und Chancengleichheit im Sport ein und ermutigt junge Sportler, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie man trotz Widrigkeiten seine Ziele erreichen und eine Ikone werden kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
