Wo Filme ihren ganz eigenen Zauber entfalten, ist oft dort, wo sich unterschiedliche Lebenswege kreuzen. „Where To“ (2026) von Assaf Machnes, präsentiert auf der Berlinale 2026, ist ein solcher Ort. Der Film verwebt die Geschichten eines palästinensischen Uber-Fahrers und eines israelischen Touristen in den nächtlichen Straßen Berlins zu einem berührenden Porträt von Schmerz, Verlust und unerwarteter Verbindung.

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Kultur-Kompakt
- Einblick in das Leben palästinensischer und israelischer Migranten in Berlin.
- Die nächtliche Großstadt wird zum Spiegel persönlicher Traumata und Hoffnungen.
- Feinfühlige Darstellung von Identitätssuche und interkultureller Begegnung.
- Assaf Machnes gelingt ein bewegendes Drama über Schmerz und Versöhnung.
Unser Eindruck: Ein stilles, aber kraftvolles Drama, das zum Nachdenken anregt und die Komplexität menschlicher Beziehungen in den Fokus rückt.

Where To Film: Eine Reise durch die Berliner Nacht
Assaf Machnes‘ „Where To“ entführt uns in die nächtliche Welt Berlins, wo der palästinensische Uber-Fahrer Hassan und der israelische Tourist Amir aufeinandertreffen. Ihre zufälligen Begegnungen entwickeln sich zu einer ungewöhnlichen Freundschaft, die von gemeinsamen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung geprägt ist. Der Film vermeidet dabei stereotype Darstellungen und beleuchtet stattdessen die individuellen Schicksale seiner Figuren. Wie Die Zeit berichtet, ist „Where To“ ein Film, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.
Hassan, ein 55-jähriger Palästinenser, der seit 30 Jahren in Berlin lebt, hat sich von seiner ältesten Tochter entfremdet, die einen Deutschen heiraten möchte. Seine Nächte verbringt er damit, durch die Straßen zu fahren, auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben. Amir, ein 25-jähriger Israeli, ist auf der Suche nach seiner sexuellen Identität und flieht vor dem Schmerz einer zerbrochenen Beziehung. Ihre Wege kreuzen sich in Hassans Taxi, und eine unerwartete Verbindung entsteht.
Der Film spielt im Zeitraum von Mai 2022 bis Oktober 2023, wodurch eine subtile Spannung entsteht, die sich im Laufe der Handlung entfaltet.
Die Kameraarbeit fängt die Atmosphäre der Berliner Nächte auf eindringliche Weise ein. Die Straßen, die Lichter, die Gesichter der Menschen – alles wird zu einem Spiegel der inneren Zustände der Protagonisten. Der Schnitt ist ruhig und bedächtig, wodurch die Zuschauer die Möglichkeit haben, sich auf die Dialoge und die subtilen Gesten der Schauspieler zu konzentrieren. (Lesen Sie auch: Das Drama Film: Erster Trailer mit Zendaya…)
Was unterscheidet „Where To“ von anderen Filmen über Migration?
„Where To“ vermeidet es, die üblichen Klischees über Migration und Integration zu bedienen. Stattdessen konzentriert sich der Film auf die individuellen Erfahrungen von Hassan und Amir, ihre inneren Konflikte und ihre Suche nach einem Platz in der Welt. Der Film zeigt, dass Migration nicht nur eine Frage von Herkunft und Ziel ist, sondern auch eine Frage von Identität, Zugehörigkeit und persönlichem Wachstum.
Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die sich mit dem Thema Migration auseinandersetzen, vermeidet „Where To“ eine moralisierende oder didaktische Herangehensweise. Der Film präsentiert stattdessen eine nuancierte und vielschichtige Darstellung der Lebensrealitäten von Migranten in Berlin. Er zeigt die Herausforderungen, aber auch die Chancen, die mit einem Leben zwischen zwei Kulturen verbunden sind. Laut Berlinale.de, wo der Film vorgestellt wurde, zeichnet sich „Where To“ durch seine Authentizität und seinen humanistischen Ansatz aus.
Wie gelingt die Darstellung der Charaktere?
Die schauspielerischen Leistungen in „Where To“ sind durchweg überzeugend. Die Darsteller von Hassan und Amir verkörpern ihre Rollen mit großer Sensibilität und Authentizität. Sie vermitteln die innere Zerrissenheit ihrer Figuren auf glaubwürdige Weise und machen ihre Suche nach Sinn und Zugehörigkeit nachvollziehbar. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist spürbar, und ihre gemeinsamen Szenen sind von einer berührenden Intimität geprägt.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut gezeichnet und tragen zur Authentizität des Films bei. Sie repräsentieren die Vielfalt der Berliner Gesellschaft und spiegeln die unterschiedlichen Perspektiven auf Migration und Integration wider. Der Film vermeidet es, seine Figuren zu idealisieren oder zu dämonisieren, sondern zeigt sie als komplexe und widersprüchliche Individuen.
Assaf Machnes, der Regisseur von „Where To“, hat selbst einen Migrationshintergrund und bringt seine persönlichen Erfahrungen in den Film ein. (Lesen Sie auch: Sad Jokes Film: Eine Bittersüße Streaming-Empfehlung)
Die Musik in „Where To“ ist dezent und unaufdringlich, unterstützt aber die emotionale Wirkung der Bilder. Sie verstärkt die melancholische Stimmung des Films und unterstreicht die innere Zerrissenheit der Protagonisten. Die Musik vermeidet es, die Handlung zu überlagern, sondern dient als subtiler Kommentar zu den Geschehnissen auf der Leinwand. Informationen zur Filmmusik sind eventuell auf IMDb zu finden, sobald der Film breiter verfügbar ist.
Für wen lohnt sich „Where To“?
„Where To“ ist ein Film für alle, die sich für das Thema Migration interessieren und eine differenzierte und authentische Darstellung der Lebensrealitäten von Migranten suchen. Wer Filme wie „Gegen die Wand“ von Fatih Akin oder „Willkommen“ von Philippe Lioret mochte, wird auch von „Where To“ berührt sein. Der Film ist jedoch kein leicht verdauliches Unterhaltungskino, sondern ein anspruchsvolles Drama, das zum Nachdenken anregt.
Der Film ist besonders empfehlenswert für Zuschauer, die sich für interkulturelle Beziehungen und die Suche nach Identität interessieren. „Where To“ zeigt, dass Freundschaft und Verständnis auch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion möglich sind. Der Film ist ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und die Überwindung von Vorurteilen.

Häufig gestellte Fragen
Wo wurde „Where To“ gefilmt?
„Where To“ wurde hauptsächlich in Berlin gedreht, wobei die nächtlichen Straßen der Stadt eine zentrale Rolle spielen. Die Drehorte spiegeln die Atmosphäre des Films wider und tragen zur Authentizität der Geschichte bei.
Was ist die Hauptbotschaft von „Where To“?
Die Hauptbotschaft des Films ist, dass Freundschaft und Verständnis auch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion möglich sind. Der Film plädiert für Toleranz, Empathie und die Überwindung von Vorurteilen.
Welche Themen werden in „Where To“ behandelt?
Der Film behandelt Themen wie Migration, Integration, Identitätssuche, Verlust, Entwurzelung und die Bedeutung von Freundschaft. Er wirft einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen, die mit einem Leben zwischen zwei Kulturen verbunden sind.
Wer ist der Regisseur von „Where To“?
Der Regisseur von „Where To“ ist Assaf Machnes. Er hat auch das Drehbuch zum Film geschrieben und bringt seine persönlichen Erfahrungen in die Geschichte ein.
Wann wurde „Where To“ erstmals gezeigt?
„Where To“ wurde auf der Berlinale 2026 präsentiert. Ein genaues Datum der Veröffentlichung ist derzeit (Stand heute) nicht bekannt. (Lesen Sie auch: Mandalorian Film Scorsese: Martin als Alien Dabei)
Insgesamt ist „Where To“ ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Drama, das die Komplexität menschlicher Beziehungen in den Fokus rückt. Der Film ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Migration und Integration und zeigt, dass Freundschaft und Verständnis auch in schwierigen Zeiten möglich sind.
