Das Aus für tegut edeka in Deutschland rückt näher: Edeka wird voraussichtlich den Großteil der Filialen der Supermarktkette übernehmen. Das Mutterunternehmen, die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ), gab am Mittwoch bekannt, sich bis Ende des Jahres komplett aus Deutschland zurückzuziehen. Betroffen sind rund 340 Filialen, von denen etwa die Hälfte an Edeka gehen soll. Auch Rewe übernimmt eine hohe zweistellige Anzahl an Filialen. Die Entscheidung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes.

Hintergrund: Warum zieht sich Migros zurück?
Die Entscheidung von Migros, Tegut zu verkaufen, beruht auf wirtschaftlichen Gründen. Die Supermarktkette mit Fokus auf Bio-Lebensmittel schreibt seit Jahren rote Zahlen. Der Rückzug aus dem deutschen Markt ist demnach eine strategische Entscheidung, um das Unternehmen zu sanieren. Tegut betreibt mehr als 300 Supermärkte in sechs Bundesländern, die meisten davon in Hessen. Das Unternehmen beschäftigt rund 7700 Mitarbeiter.
Aktuelle Entwicklung: Edeka übernimmt rund 200 Filialen
Edeka plant, rund 200 Tegut-Filialen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund zu integrieren. „Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Markus Mosa. Wie die Edeka-Zentrale mitteilte, sollen durch die Übernahme zahlreiche Arbeitsplätze erhalten werden. Ohne die Übernahme hätten durch die Schließung von Standorten mehr als 4500 Arbeitsplätze verloren gehen können, so die Einschätzung. (Lesen Sie auch: Martin Rütter Welpen: Mitarbeiter adoptiert Tierschutz)
Was passiert mit den Mitarbeitern?
Die rund 7400 Mitarbeiter von Tegut wurden am Mittwochmorgen über die Abwicklung des Unternehmens informiert, wie die BILD berichtet. Edeka übernimmt neben den Filialen auch das neue Logistikzentrum in Michelsrombach, die Bäckerei Herzberg und die Betreibergesellschaft Smart Retail Solutions. Welche Filialen genau betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Für die übrigen Standorte verhandelt Migros nach eigenen Angaben mit weiteren Handelsketten. Auch in Thüringen gibt es zahlreiche Tegut-Filialen, beispielsweise in Erfurt, Weimar und Jena. Derzeit ist noch unklar, welche Auswirkungen die Übernahme auf diese Standorte haben wird, wie die Thüringer Allgemeine berichtet.
Reaktionen und Einordnung
Die Nachricht vom Aus für Tegut und der teilweisen Übernahme durch Edeka hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während Edeka die Übernahme als Chance zur Stärkung des eigenen Angebots sieht, bedauern viele Kunden den Verlust der Marke Tegut, die für ihr Bio-Sortiment und regionale Produkte bekannt ist.Laut Spiegel äußerte sich Edeka zu weiteren Details bisher nicht.
Tegut Edeka: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Übernahme von Tegut-Filialen durch Edeka markiert eine Zäsur im deutschen Einzelhandel. Edeka, als einer der größten Player im deutschen Lebensmittelmarkt, baut seine Position weiter aus. Für die Kunden bedeutet dies möglicherweise eine Veränderung des Angebots und des Einkaufserlebnisses in den ehemaligen Tegut-Filialen.Es ist jedoch davon auszugehen, dass Edeka seine eigenen Produkte und Konzepte stärker in den Vordergrund rücken wird. (Lesen Sie auch: Tanken In Polen: Lohnt sich die Fahrt…)
Häufig gestellte Fragen zu tegut edeka
Häufig gestellte Fragen zu tegut edeka
Warum verkauft Migros die Supermarktkette Tegut?
Migros verkauft Tegut, weil die Supermarktkette seit Jahren Verluste schreibt. Der Rückzug aus Deutschland ist eine strategische Entscheidung, um das Unternehmen zu sanieren und sich auf andere Märkte zu konzentrieren. Migros möchte so die finanzielle Situation verbessern und langfristig erfolgreich sein.
Wie viele Filialen von Tegut wird Edeka übernehmen?
Edeka plant, rund 200 der insgesamt 340 Tegut-Filialen in Deutschland zu übernehmen. Die restlichen Filialen sollen an andere Handelsketten verkauft werden. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes, welches die wettbewerbsrechtlichen Aspekte prüft.

Was passiert mit den Mitarbeitern von Tegut nach der Übernahme?
Edeka hat angekündigt, dass durch die Übernahme der Tegut-Filialen zahlreiche Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Ohne die Übernahme hätten mehr als 4500 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Edeka übernimmt auch das Logistikzentrum, die Bäckerei und die Betreibergesellschaft. (Lesen Sie auch: Bam Adebayo übertrifft Kobe Bryant: 83 Punkte)
Wird der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleiben?
Ob der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleibt, ist derzeit noch unklar. Edeka hat sich zu weiteren Details bisher nicht geäußert. Es ist möglich, dass die Filialen unter dem Namen Edeka weitergeführt werden oder dass ein neuer Name für die übernommenen Märkte gefunden wird.
Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf das Sortiment in den Tegut-Filialen?
Es ist davon auszugehen, dass Edeka das Sortiment in den übernommenen Tegut-Filialen anpassen wird. Edeka wird voraussichtlich seine eigenen Produkte und Konzepte stärker in den Vordergrund rücken.
Muss das Kartellamt der Übernahme von Tegut durch Edeka noch zustimmen?
Ja, die Übernahme der Tegut-Filialen durch Edeka steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes. Das Kartellamt wird die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der Übernahme prüfen und sicherstellen, dass es nicht zu einer zu starken Marktkonzentration kommt. (Lesen Sie auch: Bam Adebayo erzielt 83 Punkte und bricht…)
Tabelle: Kennzahlen zu Tegut
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Anzahl der Filialen | ca. 340 |
| Anzahl der Mitarbeiter | ca. 7700 |
| Bundesländer mit Tegut-Filialen | 6 |
Quelle: Angaben auf der Internetseite von Tegut, Stand 11. März 2026
Die Übernahme von tegut edeka ist ein bedeutendes Ereignis im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.Informationen zur Migros Gruppe finden sich auf der offiziellen Webseite.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.













