„The Chair Company Serie“ – wer die akademische Welt für einen Hort der Weisheit und des Friedens hält, wird hier eines Besseren belehrt. Die Serie wirft einen satirischen Blick auf den Universitätsbetrieb, mit all seinen Intrigen, Eitelkeiten und dem alltäglichen Kampf um Anerkennung.

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| Titel | The Chair |
|---|---|
| Originaltitel | The Chair |
| Regie | Daniel Gray Longino, Anya Adams |
| Drehbuch | Amanda Peet, Annie Julia Wyman, Richard E. Robbins |
| Besetzung | Sandra Oh, Jay Duplass, Bob Balaban |
| Genre | Comedy-Drama |
| Laufzeit | 6 Episoden (ca. 30 Minuten pro Episode) |
| Streaming-Start | 20. August 2021 |
| Plattform | Netflix |
| FSK | 12 |
| Produktion | 3 Arts Entertainment, Electric Eel Films |
Unser Eindruck: Eine bissige, aber auch warmherzige Satire, die den Nerv der Zeit trifft und zum Nachdenken anregt.
The Chair Company Serie: Eine Achterbahnfahrt durch den Uni-Alltag
Die Serie „The Chair Company Serie“ entführt uns an das fiktive Pembroke College, wo Dr. Ji-Yoon Kim (gespielt von Sandra Oh) als erste Frau und Person of Color zur Leiterin des Englischen Fachbereichs ernannt wird. Was als Triumph beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Spießrutenlauf, als sie mit sinkenden Einschreibungszahlen, budgetären Engpässen und den exzentrischen Eigenheiten ihrer Kollegen konfrontiert wird.
Die Serie scheut sich nicht, heikle Themen wie Rassismus, Sexismus und Altersdiskriminierung anzusprechen, verpackt sie aber in pointierte Dialoge und skurrile Situationen, die zum Lachen und Nachdenken anregen. Dabei gelingt es „The Chair“, die Charaktere mit all ihren Fehlern und Widersprüchen menschlich und nahbar zu zeichnen. (Lesen Sie auch: Traques Gejagt Handlung: Wer Jagt Franck in…)
Was unterscheidet „The Chair“ von anderen Campus-Serien?
Während andere Serien wie „Community“ oder „Dear White People“ den Campus als Spielplatz für anarchische Comedy oder als Schauplatz für politische Auseinandersetzungen nutzen, geht „The Chair“ einen Schritt weiter. Die Serie beleuchtet die strukturellen Probleme des Bildungssystems und die persönlichen Kämpfe der Menschen, die darin arbeiten.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Sandra Oh, die Dr. Ji-Yoon Kim mit einer Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und trockenem Humor verkörpert. Sie ist das Herz und die Seele der Serie und trägt maßgeblich dazu bei, dass „The Chair“ über bloße Klischees hinausgeht. Wer „Professor Chandra Follows His Bliss“ von Rajeev Balasubramanyam mochte, wird hier eine ähnliche, wenn auch satirischere Auseinandersetzung mit dem akademischen Betrieb finden.
Kultur-Kompakt
- Sandra Oh brilliert in der Rolle der Dr. Ji-Yoon Kim.
- Die Serie behandelt relevante gesellschaftliche Themen auf humorvolle Weise.
- „The Chair“ wirft einen kritischen Blick auf das Bildungssystem.
- Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch.
Wie gelingt die Balance zwischen Comedy und Drama?
Die Stärke von „The Chair“ liegt in der Fähigkeit, zwischen humorvollen und ernsten Momenten hin- und herzuschalten, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Serie nimmt die Absurditäten des Universitätslebens aufs Korn, spart aber auch nicht mit emotionalen Szenen, die die persönlichen Herausforderungen der Charaktere beleuchten.
Ein Beispiel hierfür ist die Beziehung zwischen Dr. Ji-Yoon Kim und ihrem Adoptivkind Ju-Hee. Die Serie zeigt auf einfühlsame Weise, wie Dr. Kim versucht, ihre Karriere und ihre Mutterrolle unter einen Hut zu bringen, und wie sie dabei immer wieder an ihre Grenzen stößt. Die Kameraarbeit fängt die subtilen Nuancen der Emotionen ein, während der Schnitt ein angenehmes Tempo vorgibt, das die Geschichte vorantreibt. (Lesen Sie auch: House Of Yang Serie: Ist das der…)
Für wen lohnt sich „The Chair“?
„The Chair“ ist eine Serie für alle, die sich für intelligente Comedy, scharfe Satire und komplexe Charaktere interessieren. Wer Serien wie „The Office“ oder „Parks and Recreation“ mag, aber auch anspruchsvollere Themen schätzt, wird hier fündig. Die Serie ist auch für ein Publikum geeignet, das einen Einblick in die Welt der Universitäten und die Herausforderungen des akademischen Lebens erhalten möchte.
Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass „The Chair“ keine reine Feel-Good-Comedy ist. Die Serie behandelt auch ernste Themen und kann stellenweise durchaus zum Nachdenken anregen. Wer auf der Suche nach leichter Unterhaltung ist, könnte von der Serie überfordert sein. Laut einer Meldung von Die Zeit, die die Serie als „Couchperle“ empfiehlt, bietet „The Chair“ aber mehr als nur oberflächlichen Humor.
Die Serie wurde von Amanda Peet und Annie Julia Wyman entwickelt und von David Benioff und D.B. Weiss (Game of Thrones) mitproduziert.
Worum geht es in der Serie „The Chair Company Serie“?
Die Serie dreht sich um Dr. Ji-Yoon Kim, die als erste Frau und Person of Color zur Leiterin des Englischen Fachbereichs am Pembroke College ernannt wird und mit den Herausforderungen des Universitätsbetriebs konfrontiert wird.
Wer sind die Hauptdarsteller von „The Chair“?
Die Hauptdarsteller sind Sandra Oh, Jay Duplass und Bob Balaban. Sandra Oh spielt die Rolle der Dr. Ji-Yoon Kim, um die sich die Handlung dreht.
Welche Themen werden in „The Chair“ behandelt?
Die Serie behandelt Themen wie Rassismus, Sexismus, Altersdiskriminierung, die Herausforderungen des Bildungssystems und die persönlichen Kämpfe der Charaktere. (Lesen Sie auch: Er war Dr. Mark „McSteamy“ Sloan in…)
Wo kann man „The Chair“ streamen?
Die Serie „The Chair“ ist exklusiv auf Netflix verfügbar und kann dort gestreamt werden. Sie startete am 20. August 2021 auf der Plattform.
Ist eine zweite Staffel von „The Chair“ geplant?
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gibt es noch keine offizielle Bestätigung für eine zweite Staffel von „The Chair“. Ob die Serie fortgesetzt wird, hängt wahrscheinlich vom Erfolg der ersten Staffel ab.
Die Serie „The Chair“ ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, der uns auf humorvolle und zugleich nachdenkliche Weise zeigt, wie wir miteinander umgehen und welche Herausforderungen wir gemeinsam bewältigen müssen. Eine Serie, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Diskurs anregt und uns dazu auffordert, unsere eigenen Vorurteile und Privilegien zu hinterfragen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet auf der offiziellen Netflix-Seite weitere Informationen. Eine Analyse der Geschlechterrollen findet sich beispielsweise bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

