Der ORF hat seinen jährlichen Transparenzbericht veröffentlicht, der Einblicke in die Gehälter der top Verdiener im ORF gibt. Dem Bericht zufolge, der gemäß ORF-Gesetz erstellt wurde, verdienten im Jahr 2025 insgesamt 65 Mitarbeiter des ORF-Konzerns inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto jährlich. Dies sind zehn Personen weniger als im Vorjahr. An der Spitze der Gehaltsliste steht Pius Strobl mit einem Jahresgehalt von 468.856 Euro.
Hintergrund: Warum veröffentlicht der ORF die Gehälter seiner Top-Verdiener?
Die Veröffentlichung der Gehälter der Spitzenverdiener ist im ORF-Gesetz vorgeschrieben. Ziel ist es, Transparenz über die Verwendung der öffentlich-rechtlichen Gelder zu schaffen. Der ORF ist als einziges öffentliches Unternehmen in Österreich dazu verpflichtet, die Gehälter jener Mitarbeiter offenzulegen, die inklusive Zulagen über 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Bevölkerung nachvollziehen kann, wie die Gelder des ORF verwendet werden, und dass ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Geldern gewährleistet ist. Ein ähnliches Vorgehen gibt es beispielsweise auch bei der BBC in Großbritannien.
Aktuelle Entwicklung: Die Spitzengehälter im ORF im Detail
Laut dem aktuellen Transparenzbericht, der am 31. März 2026 veröffentlicht wurde, liegt Pius Strobl mit einem Jahresgehalt von 468.856 Euro an der Spitze der Liste der top Verdiener im ORF. Strobl bleibt bis Ende 2026 der bestbezahlte Mitarbeiter des ORF, wie die Kleine Zeitung berichtet. Auf Platz zwei folgt der ehemalige Generaldirektor Roland Weißmann mit 427.500 Euro. Johannes Aigelsreiter, ehemaliger Hauptabteilungsleiter und Prokurist, belegt mit 339.824 Euro den dritten Platz. (Lesen Sie auch: Lotto 6aus49 für 1 Euro: Lotto24-Aktion lässt…)
Die Geschäftsführer des Spartensenders ORF III, Peter Schöber und Kathrin Zeirhut-Kunz, nehmen die Plätze vier und fünf ein. Interessant ist, dass die beiden ORF-3-Geschäftsführer mit fast 312.000 Euro (Schöber) und gut 285.000 Euro (Zierhut-Kunz) höhere Jahresbruttobezüge haben als die Direktorinnen und Direktoren des Mutterkonzerns ORF, wie Der Standard berichtet.
Der bestbezahlte Moderator des ORF ist Armin Wolf mit rund 276.000 Euro brutto pro Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr gab es laut Kleine Zeitung wenige Veränderungen in der Gehaltsliste.
Geschlechterunterschiede bei den Top-Gehältern
Der Transparenzbericht zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Top-Gehältern. Wie der ORF selbst in seinem Bericht angibt, verdienten keine Frau, aber vier Männer über 300.000 Euro. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer vertreten. Dies deutet auf eine weiterhin bestehende Gehaltsungleichheit zwischen Männern und Frauen im ORF hin. (Lesen Sie auch: Susen Tiedtke: Ex-Weitspringerin spricht über den Tod…)
Sparkurs und Personalabbau im ORF
Der ORF betont im Vorwort des Transparenzberichts, dass man sich des Privilegs der öffentlichen Finanzierung bewusst sei und sorgsam mit den Beiträgen der Bevölkerung umgehe. Seit vielen Jahren verfolge man einen intensiven Sparkurs, der mit „harten Einschnitten“ für die Belegschaft einhergehe. So seien seit 2007 knapp 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut worden. Im vergangenen Jahr seien auch Nebenbeschäftigungen und externe Beratungsleistungen gesunken. Die Anzahl jener Personen, die im ORF-Konzern ein zusätzliches Einkommen aus Nebenbeschäftigungen hatten, sei von 987 im Jahr 2024 auf 739 im Vorjahr gesunken. Der ORF führt dies auf strengere Compliance-Vorschriften zurück.
Top Verdiener im ORF: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Veröffentlichung des Transparenzberichts des ORF ist jedes Jahr ein Anlass für Diskussionen über die Höhe der Gehälter der Spitzenverdiener im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Während der ORF betont, dass er einen Sparkurs fährt und Personal abbaut, stehen die hohen Gehälter der Top-Manager weiterhin in der Kritik.Die Debatte über die Angemessenheit der Gehälter wird sicherlich weitergehen, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit von Einsparungen und die Erwartungen der Gebührenzahler.

Überblick: Gehälter ausgewählter ORF-Mitarbeiter (2025)
Die folgende Tabelle zeigt die Jahresgehälter ausgewählter Mitarbeiter des ORF im Jahr 2025. Die Daten stammen aus dem Transparenzbericht des ORF. (Lesen Sie auch: Susen Tiedtke: Ex-Weitspringerin spricht über den Tod…)
| Name | Position | Jahresgehalt (Brutto) |
|---|---|---|
| Pius Strobl | Manager | 468.856 Euro |
| Roland Weißmann | Ehemaliger Generaldirektor | 427.500 Euro |
| Johannes Aigelsreiter | Ehemaliger Sportchef | 339.824 Euro |
| Peter Schöber | Geschäftsführer ORF III | 312.000 Euro |
| Kathrin Zierhut-Kunz | Geschäftsführerin ORF III | 285.000 Euro |
| Armin Wolf | Moderator | 276.000 Euro (ca.) |
Häufig gestellte Fragen zu top verdiener orf
Wer ist der bestbezahlte Mitarbeiter des ORF im Jahr 2025?
Laut dem Transparenzbericht des ORF ist Pius Strobl mit einem Jahresgehalt von 468.856 Euro der bestbezahlte Mitarbeiter im Jahr 2025. Er ist Manager und wird diese Position bis Ende 2026 behalten.
Wie viele Mitarbeiter des ORF verdienen mehr als 170.000 Euro im Jahr?
Im Jahr 2025 verdienten insgesamt 65 Mitarbeiter des ORF-Konzerns inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto jährlich. Dies sind zehn Personen weniger als im Vorjahr.
Warum veröffentlicht der ORF die Gehälter seiner Spitzenverdiener?
Die Veröffentlichung der Gehälter der Spitzenverdiener ist im ORF-Gesetz vorgeschrieben. Ziel ist es, Transparenz über die Verwendung der öffentlich-rechtlichen Gelder zu schaffen und einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Geldern zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Magentatv Abschaltung: Was bedeutet das für Nutzer…)
Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Top-Gehältern im ORF?
Ja, der Transparenzbericht zeigt deutliche Unterschiede. Keine Frau, aber vier Männer verdienten über 300.000 Euro. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer vertreten.
Welche Maßnahmen ergreift der ORF, um Kosten zu sparen?
Der ORF betont, dass er einen intensiven Sparkurs verfolgt, der mit „harten Einschnitten“ für die Belegschaft einhergeht. So wurden seit 2007 knapp 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut. Auch Nebenbeschäftigungen und externe Beratungsleistungen wurden reduziert.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


